Kauf von Staatsanleihen: EZB macht Milliardengewinn mit Euro-Rettung

DPADie Rettungsmaßnahmen der europäischen Währungshüter haben sich bislang finanziell gelohnt. Die Zentralbank hat mit den Zinseinnahmen aus Staatsanleihen im vergangenen Jahr einen Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro gemacht - vor allem mit griechischen Papieren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ezb...-a-884833.html
  1. #1

    kokolores

    Die EZB hat keinen Gewinn mit Staatsanleihen gemacht sondern es wird mal wieder gelogen das die Balken biegen....

    Gewinn macht man damit wenn die Griechen und Co. die Zinsen auch bezahlen mit eigenem verdienten Geld......da wurde doch nicht ein Cent an Zinsen wirklich überwiesen.....das ist alles nur noch virtuelles Geschiebe....
  2. #2

    Und Jeder einzelne Cent dieser Summen

    durch realwirtschaftlich geschaffene Werte materiell hinterlegt! Oder?
  3. #3

    Interessante Sichtweise

    Ein Gewinn?
    Geht wer davon aus, das die Griechen alle ihre Schulden zurueckzahlen?
    Bisher ist es nur etwas weniger Verlust, auf die Gesamtsumme, die aussteht.
    Aber so rechnen ja auch die 'Investoren', seit Jahrzehnten:
    Die Zinszahlungen sind Gewinne, die Schulden werden 'verlaengert', indem zur Bezahlung der Alten neue gemacht wurden.
    Der Kreislauf (des Schulden nicht zurueckzahlen, und damit Verlust einfahren, beim Zusammenbruch) konnte nur durch die 'Rettungsmassnahmenb, die alternativlosen, erfolgen: Investoren verweigern neue Schulden, bekommen ihre alten Investitionen von der oeffentlichen Hand bezahlt, die derzeit Zins'gewinne' einfaehrt.
    Koennte aus Schaeubles Wahlkampfbibel kommen!
  4. #4

    könnte die Gegner für einen Moment zum Schweigen bringen

    was nützt es jetzt eine - oder auch ein paar - Milliarden Gewinn zu machen, wenn es am Ende über 200 kostet? Wenn ein Gegner wegen solch einer Milchmädchenrechnung schweigt, dann wohl am ehesten ob der Dummheit einer solchen Aussage ...
  5. #5

    Luft

    Von wem haben denn z. B. die Griechen das Geld zur Rückzahlung? Da kommt mir der buchhalterische Gewinn vor wie eine Luftnummer.
  6. #6

    Linke Tasche - rechte Tasche

    Von den hunderten Milliarden Kredit an diese Pleitestaaten kommt ein Tropfen zurück - das macht den Kredittopf nicht unbedingt voll.
  7. #7

    Süss...

    ... da wurde ca. 1 Mrd. € Gewinn erwirtschaftet und gemäß der Aussage des griechischen Finanzministers ist der nächste Schuldenschnitt (aktuell über 30 Mrd. Anleihen in bei der EZB) bereit schon beschlossene Sache.
  8. #8

    Erfolg? Ein wenig Mathematik gefällig für den Author?

    Wer schreibt solche Artikel? EUR 208.7 Mrd Bestand und nur EUR 1.1 Mrd Zinsen; selbst bei grober Überschlagsrechnung im Kopf komme ich nicht über 0.6% Nominalverzinsung; was soll bei den enormen Risiken der Anlageform hier gut sein? Zumal, wo steht die "offizielle" Inflationrate; 1.8%? Alles in allem scheint es in effektiv ein Verlustgeschäft zu sein, oder. Der (Au)thor sollte sich an der Volkshochschule für einen Rechenkurs anmelden, dann werden Artikel wie oben hoffentlich nicht mehr so unfassbar positiv verfasst.
  9. #9

    Komplexe Systeme

    Die Rettungssysteme sind zu komplex, als das sie ein Zeitungsleser begreifen könnte. Folgende Fakten stehen jedoch fest: Den Banken und auch Versicherungen scheint es nicht allzu schlecht zu gehen, selbst die EZB macht einen satten Gewinn. Umgekehrt geht es den Menschen in Griechenland, Spanien und Portugal immer schlechter.

    Somit scheinen die komplexen Mechanismen zu bewirken, dass Menschen verelenden, damit Institutionen und Finanzinstitute überleben können. Das läuft falsch. Richtiger wäre es doch, wenn es den Menschen weiterhin gut ginge und die Finanzkrake einige Arme verlieren würde. Solange jedoch das System weiterhin unschuldige Menschen ruiniert, um geschmiert zu laufen, kann es nicht gut sein - selbst wenn es funktioniert.

    Anstatt die Überschüsse nun nach Deutschland zu überweisen, sollten sie den Griechen, Spaniern und Portugiesen zurück gegeben werden, denn jede Million Gewinn wurde Millionen einfachen Menschen entzogen!