Vertragsverlängerung bei Daimler: Letzte Chance für Dr. Z.

DPAEin Vertrag wie eine Abmahnung: Statt wie erwartet um fünf verlängerte der Daimler-Aufsichtsrat den Vertrag mit Vorstandschef Zetsche nur um drei Jahre. Dem bleibt nicht viel Zeit, um noch all die Probleme zu lösen, die er in den vergangenen Jahren schon nicht in den Griff bekommen hat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-884825.html
  1. #1

    optional

    Tja, man könnte jetzt natürlich das Vokabular der Freunde von übergroßer Gehältern für "große" Mangager selbst bei kleinen Leistungen anführen, denn schließlich verdient er dementsprechend überirdisch, um ebensolche überirdischen Leistungen zu vollbringen inkl. der Verantwortung, die diese Position mit sich bringt. Leider schaffen diesen Spagat aber nur die allerwenigsten, um nur mal an die Verantwortlichen der Flughafen Misere in Berlin zu denken (die allerdings gar nicht daran denken, Verantwortung für ihr dauerhaftes und unsägliches Versagen zu übernehmen (denn sonst wären sie wohl längst abgetreten und hätten den Schaden beglichen, den sie fahrlässigerweise verursacht haben), die Gehälter aber trotzdem einstreichen).
  2. #2

    Der Gute

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Vertrag wie eine Abmahnung: Statt wie erwartet um fünf verlängerte der Daimler-Aufsichtsrat den Vertrag mit Vorstandschef Zetsche nur um drei Jahre. Dem bleibt nicht viel Zeit, um noch all die Probleme zu lösen, die er in den vergangenen Jahren schon nicht in den Griff bekommen hat.

    Daimler: Aufsichtsrat gibt Zetsche nur noch drei Jahre Zeit - SPIEGEL ONLINE
    Der Gute brachte halt die US Qualität von Chrysler mit ins MB Haus und damit die Reklamationen und den Käuferschwund. Ist halt so in der Prämiumklasse, da darf sich keiner Qualitätsschnitzer erlauben.
  3. #3

    Doppelter Stress für Zetsche

    Zum einen Mercedes im Nacken und jetzt auch noch Frau Nosbusch an den Hacken. Möge beides klappen. In letzter Zeit haben wir immer wieder erleben müssen, dass sich ergeizige Frauen von ihren Kerlen verabschieden, wenn der Ruhm nachlässt oder der Posten abgegeben werden muss...
  4. #4

    Sparprogramme,

    gerade bei Mercedes, machen mir Angst. Der López Effekt stellt sich umgehend ein, wie jeder auf den Strassen beobachten kann. Viele noch anzutreffende W 124 er stehen weitaus besser da, als die meisten W 210 er. Auch damals rühmte man sich mit massiven Sparmaßnahmen. Eine Schande für Mercedes.
  5. #5

    Vielleicht sollte Herr Zetsche einmal versuche einen Mercedes zu kaufen

    Irgendwie wundert es mich nicht zu lesen, dass der Abstand zu BMW und Audi immer mehr zunimmt. Wir haben in den letzten Monaten 2 neue Autos gekauft und Mercedes war eine Option. Was macht man also, wenn man auf der Suche nach Autos ist: man vergleicht. Was stellt man bei Mercedes überraschender Weise fest? Alle Anfragen bei vermeintlichen unabhängigen Händlern in einer Region landen auf dem Tisch eines Mitarbeiters einer Mercedes-Niederlassung. Und dieser hat seine Nase in beliebiger Höhe. Einmal abgesehen, dass ich die ungefragte Weitergabe von Daten für grenzwertig halte. Auf Nachfrage bei einem Händler, warum dies der Fall sei, sagte dieser, er dürfe keine Neuwagen verkaufen. Noch als Randbemerkung: es wurde am Ende ein VW Touareg Hybrid und eine MINI Couper S. Mercedes habe ich in diesem Leben nach diesem Versuch endgültig abgehakt.
  6. #6

    Die Programme heißen "Fit for Leadership", "Net Zero", oder "Global Excellence"

    Ja. Wer nichts zu sagen hat, sagt's auf Englisch.
  7. #7

    Schatten der Vergangenheit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Vertrag wie eine Abmahnung: Statt wie erwartet um fünf verlängerte der Daimler-Aufsichtsrat den Vertrag mit Vorstandschef Zetsche nur um drei Jahre. Dem bleibt nicht viel Zeit, um noch all die Probleme zu lösen, die er in den vergangenen Jahren schon nicht in den Griff bekommen hat.

    Daimler: Aufsichtsrat gibt Zetsche nur noch drei Jahre Zeit - SPIEGEL ONLINE
    Um die Probleme zu lösen, die ihm sein unsäglicher Vorgänger hinterlassen hat, braucht es wahrscheinlich noch deutlich mehr Zeit. Denn der hatte es bei deutlich höherem Gehalt mit seiner Großmannssucht ja fast geschafft, den einst lukrativsten und unangreifbaren Daimlerkonzern an die Wand zu fahren, seine Kapitalbasis quasi zu vernichten und den Ruf als Qualitätsautoproduzenten zu ruinieren.
  8. #8

    Die Fehler der Schwaben unter Schrempp und dem Chrysler-Abenteuer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Vertrag wie eine Abmahnung: Statt wie erwartet um fünf verlängerte der Daimler-Aufsichtsrat den Vertrag mit Vorstandschef Zetsche nur um drei Jahre. Dem bleibt nicht viel Zeit, um noch all die Probleme zu lösen, die er in den vergangenen Jahren schon nicht in den Griff bekommen hat.

    Daimler: Aufsichtsrat gibt Zetsche nur noch drei Jahre Zeit - SPIEGEL ONLINE
    hätten nicht passieren dürfen. Der Lehrfehler von BMW mit Rover hätte in Stuttgart zu denken geben sollen - wie viele Milliarden dafür verheizt wurden. Aber kein Vergleich, was ein Schrempp alles verheizte. So war der wahrscheinlich der größte Konzern-Ausrutscher in der Daimler-Geschichte, eingeleitet vom Gemischtwaren-Sammelsurium des Berliner Reuter und sein Engagement in der Luft- und Raumfahrt. Wenn man solche Leute ranlässt, darf man froh sein, wenn Zetsche nicht in gleichen trüben Wassern unterwegs ist.
    Die jahrzehntelange Führung in Deutschland plus den guten Namen hat man erst einmal eingebüßt. Mit dem Maybach wollte man einem Rolls Royce von BMW und Bentley von VW Paroli bieten - musste in die Hose gehen. Wie auch die teure Formel 1 mit dem Hinterherfahren keine gewinnbringenden Verkaufszahlen beschert.
    Die Gscheidles ohne Konzept übernehmen die Ruder.
  9. #9

    Keine Ausreden mehr.....

    Kann sich Zetsche mehr leisten. Hier in Suedamerika/Caribic haben Mercedes Pkw einen sehr schlechten Ruf und Wiederverkaufswert. Grund sind Unzuverlaessigkeit und schlechte Ersatzteilversorgung. Marken wie Lexus dominieren hier dieses Segment.