Studie zur Krebsgefahr: Sorgenvoller Blick in die Zukunft

CorbisDer demografische Wandel bereitet deutschen Onkologen Sorgen. Eine Studie zeigt jetzt: Bis 2020 wird es nicht nur mehr Krebsdiagnosen geben, sondern auch weniger Spezialisten. Ältere Patienten und regionale Unterschiede drohen zum Problem zu werden.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-884702.html
  1. #1

    Ältere Patienten werden...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der demografische Wandel bereitet deutschen Onkologen Sorgen. Eine Studie zeigt jetzt: Bis 2020 wird es nicht nur mehr Krebsdiagnosen geben, sondern auch weniger Spezialisten. Ältere Patienten und regionale Unterschiede drohen zum Problem zu werden.

    Studie: Krebsmediziner sorgen sich um mehr Patienten bei Ärztemangel - SPIEGEL ONLINE
    zum Kostenproblem?Weniger Spezialisten =mehr Verdienst.Auch der beste Spezialist wird uns nicht zum ewigen Leben verhelfen können.
    Gerade in den letzten Lebensjahren kann man bei den "Älteren " am meisten abkassieren.Ein Jahr länger leben ,dank massiver Chemo ?
    Dankeschön.Dann lieber Sterbehilfe.
  2. #2

    ...

    Es mag unmenschlich klingen, aber an Irgendetwas muß man am Ende sterben und leider erreicht nicht jeder ein telomerbegrenzes Alter. Wenn das "Problem" vor allem "über 80" auftritt, wie der Artikel suggerieren könnte, dann muß man vielleicht darüber nachdenken, wieviel Lebensverlöngerung man selbst in dem Alter haben möchte, denn eins ist klar, die Krebstherapie dauert gewöhnlich Jahre und macht einen fertig. Solle man da wirklich zu Lasten der Jüngeren das Maximum herausholen wollen ? Naja, vielleicht findet sich ja auch endlich ein grundlegender Ansatz gegen diese fiese Krankheit. Aber selbst wenn ... dann verlagert sich das Problem woanders hin. Wer mal im Altenheim gesehen hat, wie dort die letzten Monate und Jahre verwaltet werden (Personalengpässe), ...
  3. #3

    Was für eine sinnlose Statistik...

    Natürlich gibt es mehr Krebsfälle, wenn es mehr alte Menschen gibt.
    Krebs ist u.a. verursacht durch "Kopierfehler" der DNA (und höheres Alter = mehr "Kopien" = höhere Fehlerrate) und Umwelteinflüsse (und höheres Alter = man ist diesen länger ausgesetzt).
    Und ja, es gibt konkrete Krebsarten/ -ursachen, die man weitgehend verhindern kann. z.B. den Lungenkrebs durch Asbestfasern durch ein entsprechendes Verwendungsverbot. Aber beim großen Rest?

    Wir sollten also eine ehrliche und offene Diskussion darüber führen, ob Krebs ab einem bestimmten Alter überhaupt noch als Krankheit gewertet wird, oder als natürliche Entwicklung, eine natürliche Degeneration, die nicht erfolgreich und längerfristig therapiert werden kann.
    Denn eines ist klar: Wir alle werden sterben. Und Krebs ist nur einer der vielen natürlichen Todesursachen, die mit höherem Alter zwingend auftritt. Und wenn man überlegt, welchen Aufwand man betreibt umd nachher in vielen Krebsarten doch keinen nachhaltigen Erfolg zu haben, sollte man überlegen, ob man den Patienten nicht lieber die Wahrheit sagt (die da heißt: "Wir können das nicht heilen") damit er die verbleibende Zeit so intensiv wie möglich genießen kann.

    Aber ich glaube, dazu verdienen zu viele Menschen im medizinisch-industriellen Komplex mit der Angst vor dem antürlichsten der Welt - dem Tod - zu viel geld. Egalb ob Ärzte, Kliniken, Pharmaunternehmen, Forschungsinstitute,... Und da will doch keiner auf Geld verzichten.
  4. #4

    Zitat von juergw. Beitrag anzeigen
    zum Kostenproblem?Weniger Spezialisten =mehr Verdienst.Auch der beste Spezialist wird uns nicht zum ewigen Leben verhelfen können.
    Gerade in den letzten Lebensjahren kann man bei den "Älteren " am meisten abkassieren.Ein Jahr länger leben ,dank massiver Chemo ?
    Dankeschön.Dann lieber Sterbehilfe.
    In welchem Jahrtausend sind Sie denn steckengeblieben ? Nicht jede Chemo ist massiv. Nicht jeder Krebs braucht Chemotherapie. Und die Onkolologen und Hämatologen sind eben auch bei der Nachsorge wichtig. Hier geht es auch nicht um das ewige Leben.
    Ein Gedankenspiel: Sie haben eine Tochter, die schwanger ist im 2. Monat und Sie selbst bekommen die Diagnose Krebs, Lebenserwartung 6 Monate. Sie haben sich so auf Ihr Enkelkind gefreut. Und Nu ? Mit Chemotherapie Verlängerung der Lebenserwartung 12 Monate. Vielleicht entscheiden Sie sich trotzdem gegen die Chemo. Ihr gutes Recht, aber es gibt eben auch andere die diesen Moment eben noch erleben möchten. Die haben dann keine Möglichkeit zu wählen. Und diesen Scheiß mit dem Abkassieren kann ich nicht mehr hören. Setzen Sie sich mal zum Spass zu einem Onkologen 4 Wochen in die Praxis und klären Sie Menschen über ihre unheilbare Krankheit auf. Sagen Sie Eltern, dass ihr Kind sterben wird und verlieren Sie Pat. die ihnen ans Herz gewachsen sind. Und dann können Sie ja noch mal über angemessene Gehälter diskutieren.
  5. #5

    Zitat von Chris_7 Beitrag anzeigen
    Natürlich gibt es mehr Krebsfälle, wenn es mehr alte Menschen gibt.
    Krebs ist u.a. verursacht durch "Kopierfehler" der DNA (und höheres Alter = mehr "Kopien" = höhere Fehlerrate) und Umwelteinflüsse (und höheres Alter = man ist diesen länger ausgesetzt).
    Und ja, es gibt konkrete Krebsarten/ -ursachen, die man weitgehend verhindern kann. z.B. den Lungenkrebs durch Asbestfasern durch ein .....
    Langsam bekomme ich das kalte Grauen in diesem Land. Wie man so technokratisch den Tod von Menschen beschreiben kann. Wann ist den das ablebenswerte Alter. Ist es bei Menschen, die soclh einen Mist wie schreiben vielleicht schon bei 50 und nicht erst bei 80 ? Wer entscheidet das denn ihrer Meinung nach ? Und haben sie schon mal darüber nachgedacht, dass es nicht immer um Heilung geht, sondern auch um Lebensqualität. Linderung von Schmerzen und Leid.
  6. #6

    Nicht nur die Ärzte...

    Zitat von Chris_7 Beitrag anzeigen
    Natürlich gibt es mehr Krebsfälle, wenn es mehr alte Menschen gibt.
    Krebs ist u.a. verursacht durch "Kopierfehler" der DNA (und höheres Alter = mehr "Kopien" = höhere Fehlerrate) und Umwelteinflüsse (und höheres Alter = man ist diesen länger ausgesetzt).
    Und ja, es gibt konkrete Krebsarten/ -ursachen, die man weitgehend verhindern kann. z.B. den Lungenkrebs durch Asbestfasern durch ein .....
    Es liegt nicht nur daran, dass "viele hier Geld verdienen", sondern auch einfach daran, dass "wir" nicht mehr gewöhnt sind, dass "man nichts mehr machen kann". Die Medizin hat die Erwartungshaltung geweckt, dass immer noch irgendeine Lösung gefunden wird.

    Der Arzt früherer Zeiten konnte noch sagen: "Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen". Aber das dürfte er heute zu keinem Patienten mehr sagen...

    Ergo tun alle so, als gäbe es immer noch eine Möglichkeit, egal wie alt oder krank jemand ist. Und dann behandelt man lieber, als die Wahrheit zu sagen.
  7. #7

    Wer soll es bezahlen?

    Zitat von CancunMM Beitrag anzeigen
    Langsam bekomme ich das kalte Grauen in diesem Land. Wie man so technokratisch den Tod von Menschen beschreiben kann. Wann ist den das ablebenswerte Alter. Ist es bei Menschen, die soclh einen Mist wie schreiben vielleicht schon bei 50 und nicht erst bei 80 ? Wer entscheidet das denn ihrer Meinung nach ? Und haben sie schon mal darüber nachgedacht, dass es nicht immer um Heilung geht, sondern auch um Lebensqualität. Linderung von Schmerzen und Leid.
    Sorry, aber alle Mittel sind nun mal endlich. Es geht dann letztlich um die Frage: Wer bekommt was? Lieber der 85-Jährige oder lieber der 20-Jährige?

    Es mag uns nicht gefallen, aber um die Frage (und die Antwort) darauf kommen wir nicht herum. Es wird nie genug Mittel geben, um alles - was theoretisch möglich ist - zu tun. Nie...
  8. #8

    Das ist schon ein guter Gedanke,

    sich nicht nur um die steigende Zahl der Krebspatienten aufgrund des demografischen Wandels zu kümmern, sondern ebenso die alternde Schar der Ärzte zu bedenken. Ist zwar Sache des Staates, aber unsere Politiker sorgen sich eher um ihre Wähler als um Patienten. Ich drücke allen die Daumen, die an diesem Projekt arbeiten !
  9. #9

    Zitat von ruhepuls Beitrag anzeigen
    Sorry, aber alle Mittel sind nun mal endlich. Es geht dann letztlich um die Frage: Wer bekommt was? Lieber der 85-Jährige oder lieber der 20-Jährige?

    Es mag uns nicht gefallen, aber um die Frage (und die Antwort) darauf kommen wir nicht herum. Es wird nie genug Mittel geben, um alles - was theoretisch möglich ist - zu tun. Nie...
    Ja und ? Das wird doch auch heute gemacht. Vor jeder eingreifenden Therapie wird im Tumorboard, mit Pat. und Angehörigen besprochen was sinnvoll und was nicht sinnvoll ist. Aber wer gibt ihnen das Recht zu richten ? Und warum nach dem Alter ? Warum nicht nach dem Beruf, dem Geschlecht, der Nationalität, der Religion ? Hat ein 35-jähriger mit einem Leberzellkarzinom nach Hepatitis C-Infektion und Alkoholabusus eher das Recht auf eine neue Leber als ein 65-jähriger mit einer Stoffwechselerkrankung die ebenfalls seine Leber zerstört hat ? Natürlich muss in einer Gesellschaft darüber diskutiert werden, aber ich möchte in keiner Gesellschaft leben, die mehrheitlich so denkt wie Sie.