Landnahme in China: Tod des brennenden Mannes

Wu JiangDurch die Urbanisierung verlieren Millionen Chinesen ihr Land - und wehren sich immer erbitterter: Ein Mann übergießt sich mit Benzin, um den Abrisstrupp zu stoppen. Ein Polizist erschießt ihn. Nun will der Staat ein ganzes Viertel mundtot machen. Eine Alltagsgeschichte aus Panjin, China.

Landnahme in China - SPIEGEL ONLINE
  1. #60

    Träumen Sie weiter , seneca!

    Zitat von seneca55 Beitrag anzeigen
    ...
    Vielleicht wird es in der VRChina in den nächsten 5 Jahren zu einem großen befürchteten Volksaufstand kommen, wenn die Devise "Alle können reich werden" zwar nicht eintritt oder nur per exorbitanter Korruption - wie gelebt -sich bewahrheitet.
    Dann könnte sich ein 2. Taiping-Aufstand ....usw usw..
    Das wünschen sich sicher viele, aber, glauben Sie mir, die Wahrscheinlichkeit, daß es dazu kommt, bewegt sich m nicht nachweisbaren Bereich.
  2. #61

    China hat vor allem das Problem

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    ...


    Überall auf der Welt kann natürlich der Staat dem Gemeinwohl zunutze Land wieder zurückfordern , ansonsten gäbe es längst keine Infrastruktur mehr , kein Kohlebergbau wäre möglich gewesen und und und!

    Strittig ist immer nur die Höhe der Entschädigung.....
    daß eine enorme Zahl von Umsiedlungen erforderlich ist.

    Sei es aus Gründen der Urbanisierung, die Bauern solle zu Städtern werden,

    sei es aus Gründen von Baumaßnahmen, und zwar sowohl privatwirtschaftlicher Natur als auch aus öffentlichem Interesse, Flughäfen, Bahntrassen, Autobahnen seien da nur als griffige Beispiel genannt.

    Nun haben sich in der Vergangenheit einige Entscheider den Erpressungsversuchen Einzelner gebeugt und teilweise exorbitante Entschädigungen gezahlt (Suchbegriff dazu "Nagelhäuser"), was wiederum die, die sich mit weniger zufrieden gegeben haben, sauer gefahren hat.

    Sowas verdirbt die Verhandlungskultur, und so kommt es immer wieder zu heftigen Streitigkeiten zwischen "vertriebenen" Immobilienbesitzern und den Behörden.

    Wobei jeder, der China kennt, weiß, wie schnell und wie gewalttätig solche Streitigkeiten in diesem Land eskalieren können.
  3. #62

    Als, ich, für meinen Teil, mache mich nicht rar,

    Zitat von geri&freki Beitrag anzeigen
    Die Anhänger des chinesischen Planungs- und Umweltrechtes machen sich heute in diesem Forum aber ziemlich rar! Sonst verweisen sie doch gerne mit leuchtenden Augen und erhobenem Zeigefinger auf dieses Vorbild, wenn von Großprojekten hier bei uns - etwa Stuttgart 21 - die Rede ist.
    Oder sind sie bereits alle in ihr Traumland mit den vielen schönen neuen Gewerbegebieten, Autobahnen und Großflughäfen ausgewandert?
    geri oder freki.

    Ich werde rar gemacht.

    Sie verstehen?
  4. #63

    Ah ja, konrad, das wissen Sie genau, ja?

    Zitat von konrad.m Beitrag anzeigen
    .....
    Ein Mensch in China ist nur eine Nummer. Sie werden gefangen gehalten, gefoltert, umgebracht, und für alles findet sich eine Legitimierung.
    Ist schon 'ne schlimme Ecke hier.

    Komisch nur, daß die Nummern eigentlich zum überwiegenden Teil einen recht zufriedenen Eindruck macht.

    Übrigens: Chodorkowski - na ja....
  5. #64

    Diese Lust am Untergang!

    Keine Meteoriten, keine Sintflut, aber in China geht die Welt unter... jeden Tag aufs Neue und der Westen schaut zu, schaudernd, der sündige Konsumer mit schlechtem Gewissen und natürlich mit dieser omnipotenten Perspektive des historischen Allwissenden, der genau im Bilde ist und weiß, was die Führungsrige in Peking liest und mal wieder unkt, dass die Revolution dort bald losschlagen wird. Danke! Einfach nur gute Unterhaltung!
  6. #65

    Warum diese Verharmlosung?

    Auch wenn nach "Chinesischem Recht" ( was nach unseren Maßstäben meist schreiendes Unrecht ist ) das Land dem Staat gehört, also den Parteibonzen, korrupten Beamten und tyrannischen Ausfühungsorganen staatlicher Gewalt, muß sich der Spiegel nicht dessen Vokabular bedienen.

    Was die Chinesische ( Irre- )Führung als Landnahme verharmlost, ist und bleibt Raub, der Begriff Zwangsenteignung ist mir noch zu lasch.

    Ob Sie Ihre Chinesischen Korrespondenten schützen wollen oder sich es mit für künftige Pressegenehmigungen in China nicht verscherzen wollen ist mir dabei schnuppe!

    Sie schreiben ja auch "Holocaust" und nutzen nicht die Verniedlichungen rechtsradikaler Gruppierungen.