Landnahme in China: Tod des brennenden Mannes

Wu JiangDurch die Urbanisierung verlieren Millionen Chinesen ihr Land - und wehren sich immer erbitterter: Ein Mann übergießt sich mit Benzin, um den Abrisstrupp zu stoppen. Ein Polizist erschießt ihn. Nun will der Staat ein ganzes Viertel mundtot machen. Eine Alltagsgeschichte aus Panjin, China.

Landnahme in China - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Durch die Urbanisierung verlieren Millionen Chinesen ihr Land - und wehren sich immer erbitterter: Ein Mann übergießt sich mit Benzin, um den Abrisstrupp zu stoppen. Ein Polizist erschießt ihn. Nun will der Staat ein ganzes Viertel mundtot machen. Eine Alltagsgeschichte aus Panjin, China.

    Landnahme in China - SPIEGEL ONLINE
    Diese Vorgänge sind übel, aber es als "Alltagsgeschichte" zu titulieren dass ein chinesischer Bürger aus Protest mit Benzin übergießt führt zu weit
  2. #2

    nicht nur in China

    Das Schicksal der Familie ist sicher tragisch. Aber auch in Deutschland sind Zwangsräumungen keine Kuschelstunde, da geht es oft auch mit Polizeigewalt heftig zur Sache. Und wenn ein Bauer in Deutschland auf einen Polizisten losgeht, muss er auch mit Gegenwehr rechnen.
    Der einzige Unterschied ist eigentlich, dass das Land im vorliegenden Fall per se dem Staat gehört, bei einer Zwangsräumung in Deutschland der Bank. In beiden Fällen sind die Betroffenen nicht die Eigentümer.
    Und genau daraus entsteht das Elend, nämlich dass Menschen ihre Zukunft auf etwas gründen, was ihnen jederzeit wieder weggenommen werden kann. In China wie in Deutschland.
  3. #3

    zynisch....

    kann man da nur noch antworten: Alle wissen es, keiner guckt hin oder sagt was. China taugt ja mit seinen Arbeitssklaven sooo toll für unseren Wohlstand. Unsere Politiker schwafeln von Wachstum...welches dennund wohin soll das alles wachsen?...Kauft keine chinesischen Produkte mehr, dazu gehören auch Smartphones....
  4. #4

    zynisch....

    kann man da nur noch antworten: Alle wissen es, keiner guckt hin oder sagt was. China taugt ja mit seinen Arbeitssklaven sooo toll für unseren Wohlstand. Unsere Politiker schwafeln von Wachstum...welches dennund wohin soll das alles wachsen?...Kauft keine chinesischen Produkte mehr, dazu gehören auch Smartphones....
  5. #5

    diese Überbevölkerung

    in China und der ungezügelte Kapitalismus sind unmenschlich. Wenn das hier die Polizei veranstalten würde, könnte sie sich anschliessend auf eine breite Welle von Hass einstellen. Und eine weitere Klagewelle, die Medien würden sich sicher nicht auf die Seite des Staates stellen. Und unsere Politiker werden sich wieder einmal nicht einmischn, keinen Kommentar abgeben und sich über die guten Geschäfte mit diesem Land freuen. Das Problem kann nur die CHinesische Bevölkerung lösen, mitg MIllionen Menschen einen Aufstand organisieren, der nicht mehr niedergeschlagen werden kann. Nur dann kann man diese Staatsmacht ad akta bringen. Hoffentlich erleben wir keine Diktatur mehr, das ist schlimmer als jeder 1Euro-Job.
  6. #6

    Wilkommen im Kapitalismuss ;)
  7. #7

    Passt doch

    Passt alles zu dem widerwärtigsten Unterdrückerregime, das es heute unter den großen Mächten gibt.
    Die einschlägigen Methoden des chinesischen Unterdrückerregimes sind ja bekannt: Brutale Polizeischläger rücken an, nehmen einfache Menschen und solche die minimale Rechte einfordern, in Gewahrsam (oder erschießen sie gleich). Es folgen Folter, Schläge, Hunger, Erniedrigungen, alles was der menschenverachtende Unterdrückungsapparat zu aufzubieten hat.

    Deswegen ist es auch richtig, dass wir hier, die wir im Westen alle diese Privilegien genießen, uns lauthals und immer wieder in diese Angelegenheiten einmischen und die Menschenrechte einfordern. Auch China wird irgendwann ein demokratisches Land werden. Ob das schnell geht oder noch Jahrzehnte dauert weiß Niemand. Es hängt auch davon ab, ob wir hier im Westen die dortigen Entrechteten und Gefolterten unterstützen, indem wir uns einmischen, auch wenn das China natürlich nicht gefällt. Bis jetzt hat noch jeder Freigekommene hocherfreut darüber berichtet, dass es ihm oder ihr eine große Hilfe und ein großer Trost in Monaten oder gar Jahren der Verzweiflung war, dass sich ausländische Stimmen "eingemischt" haben.
  8. #8

    Ich weiss nicht, was uns dieser Artikel sagen soll.

    Auf der einen Seite eine Familie, die vor zumindest schwerer Koerperverletzung nicht zurueckschreckt (jemand mit Benzin uebergiessen kann man auch als Mordversuch werten), auf der anderen Seite eine Staatsmacht, die auch nicht zimperlich ist, um ihre Intressen durchzusetzen. Koennte genauso im "golden" Westen passieren. Liest man sich z.B. die Berichte ueber verhaftete Kinder in den US durch, wird da auch ueber unangemessener Gewalt berichtet. Da wird auch nicht viel Federlesen gemacht und den Kleinen (speziel fuer Kinder hergestellte) Handschellen angelegt und dabei auch schon mal der eine oder andere Arm umgedreht um "Wiederstand" zu brechen.
  9. #9

    Wieso...

    wird im Artikel weiter unten von Enteignung gesprochen, wenn das Land tatsächlich, wie auch erwähnt, dem Staat gehört und die Bauern nur Pächter sind? Seit wann darf man mit Waffengewalt die Rückgabe einer Sache verweigern? Wäre das in Deutschland erlaubt?

    Ich finde die Entschädigung ja auch mickrig (hier in Deutschland bekomme ich keine Abfindung bei einer Zwangsräumung) und kann die Verzweiflung der Bauern durchaus nachvollziehen, wenn sie ihre Lebensgrundlage verlieren, aber sowas gibt es nicht nur in China? Oder wann kommen die Artikel zu ebenso als ungerecht erfahrenen Vorgängen in Deutschland?