Streit um Stuttgart 21: Verkehrspolitiker lassen Termin mit Bahn platzen

ddpIm Streit um Stuttgart 21 fühlen sich führende Verkehrspolitiker von Bahn-Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht brüskiert. Statt einer Einladung des Verkehrsausschusses zu folgen, hatte Felcht den Abgeordneten einen Gesprächstermin im Bahntower angeboten. Den sagten die Parlamentarier nun ab.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-884757.html
  1. #70

    Missverständnis wohl aufgelöst

    Zitat von spon-facebook-1049022215 Beitrag anzeigen
    Wer eine Vorladung des US-Kongresses mißachtet, kommt ins Kittchen, wer einer Einladung des Bundestages nicht nachkommt, lacht diesen auch noch aus.
    Dabei handelt es sich um den Aufsichtsratsvorsitzenden eines Bundesunternehmens. Inzwischen muss ihm aber jemand verständlich gemacht haben, dass die Einladenden nicht irgendwelche Leute sind, die ihm den Buckel runterrutschen können, sondern die Eigentümer des Unternehmens, deren Interessen er gegenüber dem Vorstand zu vertreten hat.
  2. #71

    Na ja, Hofreiter als Vorturner und

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Dabei handelt es sich um den Aufsichtsratsvorsitzenden eines Bundesunternehmens. Inzwischen muss ihm aber jemand verständlich gemacht haben, dass die Einladenden nicht irgendwelche Leute sind, die ihm den Buckel runterrutschen können, sondern die Eigentümer des Unternehmens, deren Interessen er gegenüber dem Vorstand zu vertreten hat.
    seine Mitstreiter als Eigentümer der Bahn zu bezeichnen, das hat schon was.
    Danach ist analog der der Landtag in BW Teileigentümer von EnBW ?

    Und Kretschmann und Schmid haben die noch nicht einmal gefragt, als sie den Aufsichtsrat neu besetzten ?
  3. #72

    Kostenalternative

    Zitat von DonCarlos Beitrag anzeigen
    Doch leider funktioniert genau dieser eine Bahnhof nur, wenn der Rest drum herum gebaut wird. Also werden diese 7 + X Milliarden nur für diesen einen Bahnhof ausgegeben.
    Egal ob die Bahn das Gelände zurück kauft oder pachtet - 2 Mrd. € sind futsch wenn S21 gestoppt wird. Dazu 2 Mrd. Euro für Kopfbahnhof und Renovierung der heutigen Zufahrtgleise und Brücken macht also 4 Mrd. € alternativ.
    Will man zusätzlich K21 bauen also 2 zusätzliche Gleise bis zur neuen Brücke nach Bad Cannstatt und Weiterführung bis östlich Obertürkheim plus Tunnel (wohl auch unterm Neckar) bis ind die Fildern sind nochmals 2 Mrd. fällig. Macht 6 Mrd. wenn S21 gestoppt wird.

    Zitat von DonCarlos Beitrag anzeigen
    Es gibt in Stuttgart bereits einen gut funktionierenden Abstellbahnhof, der über fünf separate Gleise mit dem Kopfbahnhof verbunden ist. 500 Meter nach der Ausfahrt aus dem Kopfbahnhof ist schon die Einfahrt in den Abstellbahnhof.
    Der jetzige Kopfbahnhof ist gemäß K21 Ideen auch nicht mehr in Weiternutzung. Wenn doch ist er auch mit überalterten Gleisen und Weichen und Untergrund versehen und komplett zu renovieren.

    Zitat von DonCarlos Beitrag anzeigen
    Der Flughafen ist mit der S-Bahn erreichbar. Selbst die DB AG möchte dort oben laut Stresstest keinen einzigen richtigen ICE halten lassen.
    Das ist tatsächlich stichhaltiig. Aber auch im Filderdialog wurde nicht eine Variante S21 ohne ICE / IC Halt und Verbindung Fildertunnel mit S-Bahnnetz angesprochen. Es gab aber im S21 Konzept auch die Idee zwischen Scharnhausen und Denkendorf einen Verknüpfungsbahnhof zu errichten. Wäre machbar wenn gleichzeitig die S-Bahn einen Ring über Wendlingen erhalten würde. Mir ist aber völlig unklar weshalb die Region Stuttgart ihr S-Bahnnetz am Flughafen als Sackgasse enden läßt. Würde man das angehen wäre der Extrabahnhof am Flughafen entbehrlich.
  4. #73

    Wie immer haltlose Behauptungen von rfLÜGENifno

    Zitat von rkinfo Beitrag anzeigen
    Egal ob die Bahn das Gelände zurück kauft oder pachtet - 2 Mrd. € sind futsch wenn S21 gestoppt wird.
    Woher haben Sie diese Zahl? Kostenschätzung wie ein Herr Schmiedel von der SPD "pi-mal-Daumen"? Von der DB AG? Sorry, traue ich auch nicht.

    Zitat von rkinfo Beitrag anzeigen
    Dazu 2 Mrd. Euro für Kopfbahnhof und Renovierung der heutigen Zufahrtgleise und Brücken macht also 4 Mrd. € alternativ.
    Woher dieser Wert für die Sanierung? In der Schlichtung waren es nach Angaben der DB AG 300 Millionen für die Sanierung in den nächsten 50 Jahren!

    Zitat von rkinfo Beitrag anzeigen
    Will man zusätzlich K21 bauen also 2 zusätzliche Gleise bis zur neuen Brücke nach Bad Cannstatt und Weiterführung bis östlich Obertürkheim plus Tunnel (wohl auch unterm Neckar) bis ind die Fildern sind nochmals 2 Mrd. fällig. Macht 6 Mrd. wenn S21 gestoppt wird.
    Die Kosten für die Brücke und Tunnel nach Bad Cannstatt dürfen Sie entweder bei den Ausstiegskosten oder bei den Kosten für die Alternative einrechnen. Aber nicht zwei mal.

    Ihre Tunnelkosten für den recht einfachen Tunnel bei der Deponie Einöd, wo es keinen quellfähigen Gipskeuper gibt, sind exorbitant.

    Nur 6 Milliarden für eine voll ausgebauten Kopfbahnhof mit sehr viel Risikopuffer Ihrerseits ist immer noch billiger als 7 Milliarden. Nah, macht es langsam Klick?

    Zitat von rkinfo Beitrag anzeigen
    Der jetzige Kopfbahnhof ist gemäß K21 Ideen auch nicht mehr in Weiternutzung. Wenn doch ist er auch mit überalterten Gleisen und Weichen und Untergrund versehen und komplett zu renovieren.
    So zu zwei Dritteln liegen da jetzt durch die Umbauarbeiten neue Weichen und Gleise im Vorfeld. "Untergrund" ist bei Gleisen Schotter.

    Zitat von rkinfo Beitrag anzeigen
    Das ist tatsächlich stichhaltiig. Aber auch im Filderdialog wurde nicht eine Variante S21 ohne ICE / IC Halt und Verbindung Fildertunnel mit S-Bahnnetz angesprochen.
    Zitat von rkinfo Beitrag anzeigen
    Die Bürgerlösung beim Filderdialog war ein einfacher Flughafenbahnhof direkt an der Strecke. Ein Ausgebauter Regionalbahnhof Stuttgart-Vaihingen unter Weiternutzung der Gäubahn.

    Die überteuerte Lösung der DB AG "Filderbahnhof Plus" fand weit weniger Zustimmung.
    Mir ist aber völlig unklar weshalb die Region Stuttgart ihr S-Bahnnetz am Flughafen als Sackgasse enden läßt. Würde man das angehen wäre der Extrabahnhof am Flughafen entbehrlich.
    Weil der Weiterbau einfach extrem teuer wäre. Schon der Weiterbau der S2 nach Neuhausen soll 80 Millionen kosten für 4 Kilometer.
  5. #74

    Eigentumsfrage

    Zitat von knieselstein Beitrag anzeigen
    seine Mitstreiter als Eigentümer der Bahn zu bezeichnen, das hat schon was.
    Danach ist analog der der Landtag in BW Teileigentümer von EnBW ?
    Sie werden sich wundern, genau so ist es, allerdings in Vertretung des wirklichen Eigentümers, die Bürger Baden-Württembergs.

    Und Kretschmann und Schmid haben die noch nicht einmal gefragt, als sie den Aufsichtsrat neu besetzten ?
    Es ist Usus, dass darüber die Regierungsparteien entscheiden. Einem Votum des Landtags müssten sie sich jedoch beugen. Ein entsprechender Antrag der Opposition ist allerdings nicht sehr erfolgversprechend, da sich Mehrheitsverhältnisse innerhalb einer Legislaturperiode selten ändern.
  6. #75

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Sie werden sich wundern, genau so ist es, allerdings in Vertretung des wirklichen Eigentümers, die Bürger Baden-Württembergs.
    Nein. Es ist das Land Baden-Württemberg. Dies ist von den Bürgern verschieden und wird so behandelt. Vor allem haben die Bürger keinerlei Rechte am Eigentum des Landes.
  7. #76

    Zitat von moistvonlipwik Beitrag anzeigen
    Nein. Es ist das Land Baden-Württemberg. Dies ist von den Bürgern verschieden und wird so behandelt. Vor allem haben die Bürger keinerlei Rechte am Eigentum des Landes.
    Die Monarchie endete in Baden-Württemberg mit Ende des I. Weltkriegs 1918.
  8. #77

    ab nach Bratislava

    Ich würde gerne die ganze Bande der kleinen Buben in einem Zug ohne Halt nach Bratislava schicken, und nur bei Wasser und Brot. Da können sie diskutieren und sich die Köpfe einschlagen. Und wenn sie je wieder zurück kommen, dann weiß keiner mehr, was Stuttgart 21 ist.
  9. #78

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Die Monarchie endete in Baden-Württemberg mit Ende des I. Weltkriegs 1918.
    Es ist auch in der Republik so: das Eigentum des Staates ist nicht Eigentum der Bürger - die Bürger haben also keinerlei Rechte daran.
    Wenn Sie es nicht glauben, fragen Sie Ihren Anwalt.