S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Propaganda der Tat

Gab es in Deutschland linksextremen Antisemitismus? Recherchen des Historikers Wolfgang Kraushaar legen den Schluss nahe. Die ersten, die nach dem Dritten Reich Juden terrorisierten, waren die Vorläufer der RAF.

Der vergessene Antisemitismus: Terror gegen Juden bei RAF-Vorläufern - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Die Extreme berühren sich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gab es in Deutschland linksextremen Antisemitismus? Recherchen des Historikers Wolfgang Kraushaar legen den Schluss nahe. Die ersten, die nach dem Dritten Reich Juden terrorisierten, waren die Vorläufer der RAF.

    Der vergessene Antisemitismus: Terror gegen Juden bei RAF-Vorläufern - SPIEGEL ONLINE
    Rechtsradikale und linke Faschisten sind einig im Hass auf Israel und die Juden. Vielleicht liegt es daran, dass die Juden seit Jahrhunderten immer die loyalsten Bürger gewesen sind. Das weckt die Wut der Versager.
  2. #2

    .

    es gibt sicherlich oft ein etwas diffuses Verhalten der Linken gegenüber dem Staat Israel, der bei schlichten Gemütern auf der Rechten, also Fleischhauer und CO - als Antisemitismus interpretiert wird. Andererseits sind die Menschenrechte etwas universelles und es sollte keinen Staat auf der Welt geben und schon gar nicht einen Staat, der sich als Opferstaat definiert (was er in Folge des Holocaust ja auch gewesen ist bei seiner Gründung) davon ausgenommen sein.
    In dem Sinne ist Kritik an Israel notwendig, hat aber mit Antisemitismus nichts zu tun. Im Gegenteil, Nibelungentreue gegenüber Israel gefährdet diesen Staat mittel- bzw. langfristig und ist daher viel gefährlicher für den Bestand.
  3. #3

    Nichts neues

    Wer der Ideologie der vermeintlichen Gleichheit und des anstrengungslosen Wohlstandes verfallen ist, der sucht natuerlich auch gerne nach Suendenboecken, die dann angeblich Schuld sind, dass die eigene Ideologie nicht funktioniert. Von daher ist eine antisemitische Einstellung unter Linken geradezu eine logische Folge
  4. #4

    vergleichbar?

    Warum schreibt man so eine Kolumne? cui boni? Das Buch ist schon älter und wo ist der aktuelle Bezug? Ist linksextremer Antisemitismus genauso häufig wie rechtsextremer Antisemitismus? Wohl eher nicht.

    Wolfgang Kraushaar hat auch über Geheimdienstliche Beteiligung bei den Studentenprotesten geschrieben. In Italien wurde Aldo Moro ermordet von Kommunisten. Später stellte sich heraus, dass es Verbindungen zu dem ital. Geheimdienst gab und die "Operation Gladio" der CIA fiel in dem Zusammenhang.

    Wo ist der Zusammenhang zwischem diesem Thema und linksextremistischem Antisemitismus? Keine Ahnung. Aber ich schmeisse das auch einfach mal so in den Raum.
    Natürlich bin ich immer noch überzeugt, dass rechtsextremer Antisemitismus das weit grösseres Problem ist in Deutschland.
  5. #5

    Zitat von Oskar ist der Beste Beitrag anzeigen
    es gibt sicherlich oft ein etwas diffuses Verhalten der Linken gegenüber dem Staat Israel, der bei schlichten Gemütern auf der Rechten, also Fleischhauer und CO - als Antisemitismus interpretiert wird. Andererseits sind die Menschenrechte etwas universelles und es sollte keinen Staat auf der Welt geben und schon gar nicht einen Staat, der sich als Opferstaat definiert (was er in Folge des Holocaust ja auch gewesen ist bei seiner Gründung) davon ausgenommen sein.
    In dem Sinne ist Kritik an Israel notwendig, hat aber mit Antisemitismus nichts zu tun. Im Gegenteil, Nibelungentreue gegenüber Israel gefährdet diesen Staat mittel- bzw. langfristig und ist daher viel gefährlicher für den Bestand.
    Guter Beitrag. Fleischhauer löst in seiner Betrachtung die politische Situation heraus, die in Palästina insbesondere vor, aber auch noch mit der Gründung Israels bestand. Und die Palästinenser und Linke einigte. Die Gewalt gegen Juden der Linken ist sicherlich, wie auch die der Rechten, nicht gut zu heissen, sondern zu verurteilen. Sie hat aber eben eine ganz andere Begründung. Die Gewalt von Rechts spricht das Menschliche ab, die Gewalt von Links richtet sich gegen die Unterdrückung. Man sollte nicht vergessen, das HaSchomer, Irgun tzvai Lehumi, Hagana und wie sie nicht alle heissen Terrororganisationen waren, die die Engländer aus dem ehemals osmanischer Regierung unterstellten Territorium vertrieben und damit die Gründung Israels erst ermöglichten. Das in den diversen Alijas vor der Gründung die jüdische Population durch den Weltkrieg und den Zionismus gesteigert wurde und sich schliesslich 1/3 der Bevölkerung die fruchtbareren 2/3 Palästinas unter den Nagel rissen. Golda Meirs Ausspruch des zuvor leeren Landes ist kaum haltbar. Man liest wenig über jüdischen Terror oder darüber, dass die Staatslenker Israels lange Zeit auf eine terroristische Karriere zurückblicken konnten. Weit weniger jedenfalls als dies im Fall Arafat durch Medien kommuniziert wurde.
  6. #6

    Zitat von Oskar ist der Beste Beitrag anzeigen
    es gibt sicherlich oft ein etwas diffuses Verhalten der Linken gegenüber dem Staat Israel, der bei schlichten Gemütern auf der Rechten, also Fleischhauer und CO - als Antisemitismus interpretiert wird.
    Bitte verbessern sie ihr Textverständnis, bevor sie ihr schlichtes Gemüt hier im Forum präsentieren.

    Was der Zusammenhang zwischen dem "bösen" Israel und einem Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in Berlin bzw. das jüdische Gemeindehaus in München ist, erschließt sich offenbar nur einem / iihrem verwirrten linken Geist.
  7. #7

    Verharmlosung

    Zitat von Oskar ist der Beste Beitrag anzeigen
    es gibt sicherlich oft ein etwas diffuses Verhalten der Linken gegenüber dem Staat Israel, der bei schlichten Gemütern auf der Rechten, also Fleischhauer und CO - als Antisemitismus interpretiert wird.
    Die Terroranschläge, Morde und Mordversuche von Seiten der linken Extremisten, die Steinhauer anspricht, sind Ihrer Ansicht nach "diffuses Verhalten", dass "nur von schlichten Gemütern" als "Antisemitismus interpretiert" wird?
    Diese Taten waren Ihrer Auffassung also nicht antisemtisch, sondern wurden nur so interpetiert?
    Das ist eine kaum zu fassende Verharmlosung.
  8. #8

    Zitat von Oskar ist der Beste Beitrag anzeigen
    es gibt sicherlich oft ein etwas diffuses Verhalten der Linken gegenüber dem Staat Israel, der bei schlichten Gemütern auf der Rechten, also Fleischhauer und CO - als Antisemitismus interpretiert wird.
    Es geht in dem Text um einen versuchten Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in Berlin durch Linke, einen weiteren Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindehaus in München, das Massaker unter israelischen Sportlern bei Olympia 1972 in München und die Entführung einer Air-France-Maschine durch ein deutsch-palästinensisches Terroristenteam, bei welchem deutsche Entführer eine Selektion in Juden und Nichtjuden durchführten. Was hat all das mit dem von Ihnen angesprochenen "diffusen Verhalten der Linken gegenüber dem Staat Israel" zu tun? Das waren ganz klar antisemitische Taten, die in einer Linie standen mit den Morden der Nazis. Dazu passt, dass die RAF genauso wie die Nazis schon in ihrer Sprache versuchten, Menschen zu entmenschlichen ("Schweine" etc. pp.).

    Zitat von Oskar ist der Beste Beitrag anzeigen
    Andererseits sind die Menschenrechte etwas universelles und es sollte keinen Staat auf der Welt geben und schon gar nicht einen Staat, der sich als Opferstaat definiert (was er in Folge des Holocaust ja auch gewesen ist bei seiner Gründung) davon ausgenommen sein.
    Israel hat sich nie als Opferstaat definiert und tut das bis heute nicht. Das bilden Sie sich ein. Die Menschenrechte gelten in Israel, ganz im Gegensatz zu den umliegenden arabischen Staaten.

    Zitat von Oskar ist der Beste Beitrag anzeigen
    In dem Sinne ist Kritik an Israel notwendig, hat aber mit Antisemitismus nichts zu tun. Im Gegenteil, Nibelungentreue gegenüber Israel gefährdet diesen Staat mittel- bzw. langfristig und ist daher viel gefährlicher für den Bestand.
    Nochmal: Es geht nicht um sachliche Kritik an Israel, die übrigens in Deutschland täglich zu Hauf geäußert wird - von wegen "Nibelungentreue" -, sondern es geht um antisemitische Verbrechen, verübt von Pseudo-Linken. Bleiben Sie beim Thema.
  9. #9

    Nichts wirklich neues

    Das politische Spektrum ist keine Linie, sondern ein Kreis. Gegenüber der Mitte berühren sich mordlustigen Horden roter und brauner Provenienz und sind nüchtern betrachtet auch nicht wirklich auseinanderzuhalten.
    Mörder ist Mörder - gleichgültig welcher Ideologie er anghängt.