Künstlerinnen-Aktion: Rumalbern mit Gummis

Dirk FellenbergMit Kieferschmerzen zum Abschluss: Für ihre Masterarbeit kauten und kauten zwei Hamburger Kunststudentinnen und bestickerten ihre Arme mit hunderten Klebetatoos - mit 4000 Kaugummis wohnten sie fünf Tage hinter einer Schaufensterscheibe. Verrückt oder genial?

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...-a-883222.html
  1. #10

    Die werten Mitforisten dürfen gerne mal ihre eigenen Gesellenstücke zeigen. Danke.
  2. #11

    Ich weiß nicht, ob man dies so abwerten sollte. Wie jedes Buch, jede Handlung, ... hat auch jede Kunst einen Stammbaum und untereinander Verwandtschaften. Ich habe im Zuge der Kommentarliste mich mal mit den Mädels beschäftigt. Wenn ich die "17"-Performance richtig verstanden habe, ging es darum über Alltagshandlungen auf das ebenfalls alltägliche Phänomen Burn-Out hinzudeuten. In ihrer eigenen Linientreue und ästhetischen Forschung, scheint mir dann diese Kau-Aktion darauf ausgerichtet zu sein, einen simplen Alltagsgegenstand, eine Situation oder Handlung (Eben Kaugummis unter Klassenzimmerstühle) nur so weit zu überhöhen, um sie wieder in den Fokus zu rutschen. Vielleicht mag es ja Alltagsphänomene romantisieren, aber lässt es nicht letztlich zu, über sie zu staunen? Auch über das kindliche Spiel dahinter ... und über die Wichtigkeit dessen, fern aller großspurigen Sinnfragen? ... Keine Ahnung. Meine Meinung. Aber wenn Kunst Gegenwartsgeist einfängt, um in die Zukunft zu weisen, dürfen wir uns vielleicht über eine Zukunft des Spiels freuen, die das Alltägliche wunderbar genug findet, um sich von aufblähenden, selbstüberhöhenden Verhalten zu distanzieren. ... Ob es das nun schon gab oder nicht, schlau war oder bescheuert ... ich finde die Aktion witzig und irgendwie hat jawohl dieses Schichten von Masse auch noch was zu sagen ...