Schwules Liebesdrama : Zugedröhnt in Westerland

Salzgeber & Co. Medien GmbHEin ehrgeiziger Azubi findet auf Sylt die Liebe und verliert dabei fast alles andere. Tim Staffels Kinofilm "Westerland" präsentiert die Glamour-Insel als schroff-hässliche Winterwelt, in der Gefühle nur schwer gedeihen.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/fi...-a-884324.html
  1. #1

    schickimicki auf sylt

    es gibt keine schickimickimassen auf sylt.gerade im winter
    wimmelt es von total normalen leuten und trist ist es auch
    nicht.
  2. #2

    Fallen ihnen...

    ... Tatsächlich keine Unterschiede auf? Diese Geschichte konnte man wohl ohne Weiteres in hetero erzählen. Abgesehen davon: wenn nur neue Geschichten geschrieben werden sollten, wären unsere Bücherregale ziemlich übersichtlich, oder?
  3. #3

    Zitat von boya12 Beitrag anzeigen
    es gibt keine schickimickimassen auf sylt.gerade im winter
    wimmelt es von total normalen leuten und trist ist es auch
    nicht.
    Es gibt kaum etwas Schöneres als Sylt im Februar, wenn die Insel leer und ruhig ist, die In- und Szenelokale geschlossen, der Himmel grau, der Wind eiskalt, die See ungemütlich und die Dünen weiss von Schnee oder Raureif. Und man zusammen mit einer Gruppe Seehunde am Strand sitzen kann.

    Diese Insel hat nichts mit dem Sylt der Sommer-Hauptsaison zu tun.
  4. #4

    Tristesse ja/nein...?

    Das liegt wohl immer im Auge des Betrachters. Was der eine als "wilde Schönheit" ansieht, ist dem anderen nur "ungeordnetes Gestrüpp". Melancholie und verträumte, unverfälschte Natur sind etwas Schönes, Beeindruckendes. Offenbar denkt der Autor ja auch nicht im schnöden Schwarz-Weiß-Schema, denn dieser offensichtlich nachdenkliche und dramatische Film hinterlässt bei ihm einen tiefen Eindruck (also positiv) und keine Ablehnung, nur weil es nicht um die heile Welt geht. Die Frage ist doch: Spricht das Thema den Menschen an, weckt es Gefühle, Empathie? Genauso ist es mit der Landschaft. Sterilität hat noch niemanden wohl wirklich beeindruckt. Die Schönheit liegt immer im jeweiligen Augenblick und den Gefühlen, die wir damit verbinden.
  5. #5

    Hölle

    im Sommer - wenn es denn einen gibt - ist Sylt sicherlich einer der besseren Orte.

    Im Winter, und das ist da oben nun mal leider 11Monate der Fall, ist Sylt neinfach nur die Hölle.

    Aber wenn die Sonne scheint, ist es fast überall schön, also hat Sylt dahingehend keinen Bonus.
  6. #6

    einer der filme, den ich auf der berlinale 2012 vorzeitig verlassen habe. langatmig und eklig, weil der typ mitnichten magersüchtig, sondern bulimisch ist und gefühlte 90 prozent des filmes in dolby surround und nahaufnahme gekotzt wird. wer einen wirklich grandiosen film zum thema co-abhängigkeit sehen will, dem sei "keep the lights on" von ira sachs empfohlen. auch mit schwuler thematik und nebenbei zu recht gewinner des teddy awards 2012.