Italien, Spanien, Zypern: Comeback der Euro-Krise

dapdDie Euro-Krise wurde lange erfolgreich verdrängt - doch nun könnte sie schneller zurückkommen als gedacht. Spanien steht vor einer riesigen Immobilienpleite, in Italien droht die Rückkehr von Silvio Berlusconi, und Zypern braucht dringend Milliardenhilfe für seine maroden Banken.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-884629.html
  1. #180

    Zypern, so ein Ding

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise wurde lange erfolgreich verdrängt - doch nun könnte sie schneller zurückkommen als gedacht. Spanien steht vor einer riesigen Immobilienpleite, in Italien droht die Rückkehr von Silvio Berlusconi, und Zypern braucht dringend Milliardenhilfe für seine maroden Banken.

    [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/italie
    Kann Spon einfach auch einmal darüber berichten, wie es zusammen spielt, dass zwei hochverschuldete Wirtschaftszwerge über die EZB, Target-2 und den ESM_Vertrag Deutschland aussaugen und selbst auf gigantischen Bodenschätzen sitzen. Das wäre einer Diskussion wahrhaft wert.
    Und was immer gesagt wird, Geldwäscherei für die Russen? Die Oligarchen, die Russland ausgeraubt haben, sind keine Russen. Oligarchen haben keine Nationalität. Es ist wieder mal die Internationale Finanzmafia, die dahinter steckt.
  2. #181

    @ joanno Antwort

    Zitat von joanno_j Beitrag anzeigen
    Mich würde nur interesieren, ob Sie Nord- oder Suedeuropaeer sind und wie Sie die Italiener so gut kennen.
    Dass in Suedeuropa vielas falsch läuft, ist mir klar. Nord-Europa hat aber ihr Anteil dazu.
    Schauen Sie in die Import/Export Statistik von Suedeuropa und DEU der letzten 20 Jahren. Viel wurde dabei mit Kredite importiert.
    Ich bin Mitteleuropaerer und lebe und arbeite seit Jahrzehnten in diesem Saustall. Wenn das Aufstellen einer Hundehuette im Wert von knapp ueber 500Euro compreso IVA auf Gemeindegrund circa 5 Abteilungen dieser Gemeinde mit jeweils Akademikerchef und seiner Unterschrift benoetigt, wenn einem das libretto sanitario aberkannt wird, weil man 15 Jahre lang keinen Arzt benoetigt hat, obwohl man monatlich weit ueber 50% Sozialabgaben und Steuern abliefert, und die Krankenkasse (mutua) das natuerlich nicht online ueberpruefen kann, und man zwei Tage braucht, es wiederzhbekommen, dann sind wir in Italien.

    Das Land, in dem die Zitronen verfaulen! Nur ein schlechter Staat braucht viele Gesetze, oder so aehnlich sagten die alten ROemer.
  3. #182

    @heidi

    Zitat von heidi1-preiss Beitrag anzeigen
    "wir haben uns geirr", so könnte man zusammenfassen, was der IWF in seinem Wirtschaftsausblick verkündet. Berechnungen hätten ergeben, dass die Spar- und Kürzungspolitik auf die IWS und EU stur setzen, zu einem bis zu dreimal stärkeren Wirtschaftseinbruch führte, als angenommen. Der IWF muss also eingestehen: "Den Gürtel enger schnallen" führt zum Ersticken, nicht zur Erholung.
    Das kann schon sein, Monti hat allerdings nicht gespart, er hat nur die Steuern erhoeht, und zwar in der Weise, dass das untere Einkommensdrittel fast alles finanziert hat. Dass der Konsum deshalb eingebrochen ist, ist ja doch selbstverstaendlich. Ich glaube jedenfalls, dass Berlusca (wenigstens ein Sexperte) bei weiten nicht so gehasst wird wie Monti (nur ein Bankenexperte, von der realen Wirtschaft hat er wohl keine Ahnung= professorino).

    Gott bewahre uns vorm Bersani (dottore in filosofia-ein ausgebildeter Lehrer also), da ist doch ein Komiker wie Grillo ja noch besser. Der hoert ja hoffentlich auf seine Wirtschaftsprofessoren.
  4. #183

    [b]@jj.ll.[/b]

    Zitat von jj.ll. Beitrag anzeigen
    da ist doch ein Komiker wie Grillo ja noch besser. Der hoert ja hoffentlich auf seine Wirtschaftsprofessoren.
    Eine ganz persönliche Frage:
    Wie lange geben Sie dem Euro noch?
  5. #184

    @ freesprit

    Zitat von freesprit Beitrag anzeigen
    Eine ganz persönliche Frage:
    Wie lange geben Sie dem Euro noch?
    Oft ist es nicht politischer Wille, der zu radikalen Veraenderungen fuehrt, sondern einfach wirtschaftliche Notwendigkeiten. Italien hat zwei Moeglichkeiten, naemlich im Euro zu bleiben und als Konsequenz zu akzeptieren, dass die traditionelle Konsumgueterindustrie kurz- bis (laengstens) mittelfristig stirbt und dass auf Jahre hinaus soziales Elend und soziale Unruhen an der Tagesordung sein werden. Oder aber Italien steigt, in welcher Form auch immer, aus dem Euro aus und wird nach deutlicher Abwertung der Lira seinen Konkurrenten China, Indien und anderen gegenueber wieder wettbewerbsfaehiger.

    Meiner Meinung nach haette die Politik jetzt noch die Moeglichkeit zu entscheiden, in einem bis zwei Jahren wird es wohl keiner Entscheidung mehr beduerfen, die Maerkte werden sich selbst regulieren.
  6. #185

    Die Krise war nie weg.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise wurde lange erfolgreich verdrängt - doch nun könnte sie schneller zurückkommen als gedacht. Spanien steht vor einer riesigen Immobilienpleite, in Italien droht die Rückkehr von Silvio Berlusconi, und Zypern braucht dringend Milliardenhilfe für seine maroden Banken.

    [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/italie
    Wenn Schwarzgelbrotgrün nicht gestoppt wird, droht uns ein Riesendesaster. Deshalb müssen wir Wähler für eine echte Wende kämpfen. Die dazu fähigen Politiker gibt es auch. Sie werden nur von der Einheitspresse und dem Dummfunk bewusst ignoriert. Daher: Informationen im Internet einholen!