Bürgerrechte: BKA-Vizechef lehnt Privatsphäre im Netz ab

CorbisPrivatsphäre nur offline: Der Vizepräsident des Bundeskriminalamts sieht Bürgerrechte im Netz als nur bedingt gültig. Wer das Internet nutze, bewege sich im öffentlichen Raum und handele nicht privat. Nach dieser Logik dürften Ermittler jeden Nutzer jederzeit überwachen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-884580.html
  1. #1

    ??

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Privatsphäre nur offline: Der Vizepräsident des Bundeskriminalamts sieht Bürgerrechte im Netz als nur bedingt gültig. Wer das Internet nutze, bewege sich im öffentlichen Raum und handele nicht privat. Nach dieser Logik dürften Ermittler jeden Nutzer jederzeit überwachen.

    Datenschutz: BKA-Vizechef lehnt Privatsphäre im Netz ab - SPIEGEL ONLINE
    typisch...naja gut nur das das BKA oder deutsche behoerden soviel Ahnung vom Internet haben wie eine Kuh vom Space travel.
  2. #2

    optional

    2011 sagte Randi Zuckerberg (damals noch Facebook-Managerin): "Anonymität im Internet muss verschwinden".
    Aber doch in einem ganz anderen Kontext und aus einer ganz anderen Motivation heraus! *kopfschüttel*
  3. #3

    Ja elektronische Fußfessel für alle!

    Vielleicht sollten wir Geld sammeln und all denen die meinen es gäbe kein Recht auf Privatsphäre, Schnüffler und Paparazzi hinterher laufen lassen und die gesammelte Infos auf Flugblättern ausgedruckt hier und da verteilen.
    Das Google, Facebook und Co sich wünschen, wir würden, im Netz immer und überall die Hosen runter lassen, kann ich mir bestens vorstellen. Einbrecher wünschen sich sicher auch die Leute würden Fenster und Türen offen stehen lassen.

    Wenn man das so verfolgt und sieht welche Kräfte da am werkeln sind, beginne ich dran zu glauben, dass man in 10 - 15 Jahren das Internet vergessen kann. Dann ist es zu einem riesigen Überwachungsapparat verkommen und man tut dann gut daran sich möglichst fern davon zu halten. Aber was soll's, früher ist es auch ohne gegangen und es wird bei Bedarf auch wieder ohne gehen.
  4. #4

    Wollt ihr mein Geld?

    Keine Anonymität, kein Internet, kein Geld.
    So einfach ist das.
  5. #5

    BKA mal wieder

    Es ist bedrückend, wie gerade Beamte in diesem sensiblen Bereich mit den Bürgerrechten umgehen. Der Bürger wird gleichsam grundsätzlich als prä-kriminell betrachtet. Das Internet hat zur Belebung der Meinungsfreiheit (Art. 5 GG) die nötige Infrastrukur bereit gestellt und der vorausschauende Gesetzgeber hat das auch erkannt. Im Telemediengesetz ist die von facebook/Google ignorierte Pflicht zur Stellung der Diensteanbieter eines pseudonymen Zugangs verankert.

    Warum wohl?
    Damit jemand der starke Blähungen hat, in einem Forum nach Hilfsmitteln fragen kann. Aber auch, damit ein Guttenberg nicht jeden Ansatz seine "Doktorarbeit" zu untersuchen von vornherein torpedieren kann. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes und sensibles Recht des Bürgers GEGEN den Staat. Der Staat der die Freiheit des Internets beschneiden will, weil die Bürger zu kritisch diskutieren, ist kein Rechtsstaat mehr, sondern ein Polizeistaat. In China (und bei facebook) wird der Klarnamenszwang mit dem Schutz vor sexuellen Straftaten gegen Kinder begründet.

    Begründungen für Unfreiheit lassen sich beliebig aus dem Hut ziehen. Freiheit selbst ist nicht begründbar, sie ist ein Menschenrecht. Dazu gehört auch die Freiheit, das Internet pseudonym zu nutzen.

    Und wenn ein BKA-Vizechef dies (§ 13 VI TMG) aushöhlen will, dann stellt er sich gegen Gesetz und Verfassung.
  6. #6

    Verfassungsfeinde

    ... überall, dieser Maurer muss sofort vom Amt enthoben werden.
  7. #7

    Na ja, irgendwo hat er Recht

    Wenn man sich die Facebook oder Twitter- User ansieht, so geben die millionenfach ihre privaten Daten heraus, ohne daß dies zwingend notwendig wäre.
    Wer mit seinen persönlichen Daten derart hantiert hat jeden Anspruch auf Anonymität selber aufgegeben. Seine Daten befinden sich bereits im Netz.

    Auch diese Payback- Knaller und diverse andere angebliche Gewinnspiele haben nur den einen Zweck, Daten zu gewinnen. Dies dürfte doch mittlerweile allgemein bekannt sein.
    Wer dennoch an solchen Dingen teilnimmt, kann kaum mehr Anonymität für sich fordern
  8. #8

    Im Gegenzug

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Privatsphäre nur offline: Der Vizepräsident des Bundeskriminalamts sieht Bürgerrechte im Netz als nur bedingt gültig. Wer das Internet nutze, bewege sich im öffentlichen Raum und handele nicht privat. Nach dieser Logik dürften Ermittler jeden Nutzer jederzeit überwachen.

    Datenschutz: BKA-Vizechef lehnt Privatsphäre im Netz ab - SPIEGEL ONLINE
    ... möchte ich die IQs, die Bezüge. die Parteizugehörigleit und die Automarke der jeweiligen BKA-Leute wissen.

    Das sind schliesslich Staatsdiener, keine Privat-Leute !
  9. #9

    optional

    Im BKA scheint es einen Tummelplatz für eine bestimmte Form von Geisteskranken oder Geisteskrankheit zu geben. So eine Art Stockholm-Syndrom des Beamtenapparates. Diese Menschen identifizieren sich 10%ig mit ihrem Brötchengeber und verlieren völlig aus den Augen, daß das Grundgesetz nicht nur auf Papier gedruckt ist, sondern eine lebende Realität dieses Staatsgebildes sein sollte, und zwar für alle!
    Wie sagte einst Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann, CSU:"Ich kann doch nicht ständig mit dem Grundgesetzt unterm Arm herumlaufen."
    Ich hoffe, das war jetzt korrekt zitiert..
    Ist eigentlich gar nicht so schwer, nicht wahr, Frau Schavan? Wogegen Klagen Sie jetzt eigentlich?
    Ok. ist ein anderer thread.