Zuckerberg, Milner und Brin: Web-Milliardäre stiften Preis für Bioforscher

REUTERSDer Nobelpreis bekommt neue Konkurrenz. Facebook-Milliardär Zuckerberg, Google-Gründer Brin, der Russe Juri Milner und andere Tech-Größen rücken die Biowissenschaften ins Rampenlicht. Sie haben einen mit je drei Millionen Dollar dotierten Preis gestiftet - und gleich elf Forscher auf einmal bedacht.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-884487.html
  1. #1

    Egomanie und Gigantomanie

    nehmen langsam überhand.
    Naja, sie können ja mit ihrem Geld machen was sie wollen. Aber anstatt zukunftsträchtige Forschungsprojekte zu fördern, oder z.B. sauberes Wasser für alle Menschen zu initiieren, werden Forscher die schon ein sicheres Einkommen haben, mit einer dicken Belohnung beschenkt.
    Aus meiner Sicht wächst damit die Gefahr des Betruges und der Skrupellosigkeit in den Wissenschaften, weil es sich jetzt auch noch monetär lohnt.
    Die Spender sollten sich mal ein Beispiel an der Bill und Melinda Gates-Foundation nehmen. Kein grosses Aufheben um all die Forschungsfinanzierungen weltweit um Kindern zu helfen.
  2. #2

    Na also, geht doch…

    … etwas Sinnvolles mit dem vielen Geld anzufangen. Sollte Beispiel machen, allerdings bleibt zu hoffen, dass das Gremium zur Auswahl der Preisträger unabhängig ist und über eine entsprechende wissenschaftliche Expertise verfügt.
  3. #3

    Bravo, das finde ich ja so was von gut, dass endlich.......

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Nobelpreis bekommt neue Konkurrenz. Facebook-Milliardär Zuckerberg, Google-Gründer Brin, der Russe Juri Milner und andere Tech-Größen rücken die Biowissenschaften ins Rampenlicht. Sie haben einen mit je drei Millionen Dollar dotierten Preis gestiftet - und gleich elf Forscher auf einmal bedacht.

    Zuckerberg, Milner und Brin: Millionen-Preis für Bioforscher gestiftet - SPIEGEL ONLINE
    ......dass endlich diesen antiquarischen und verstaubten Altprofessoren des Nobelpreiskomitees der Boden entzogen wird.
    Mit dem Tempo der elektronischen Entwicklungen können oben besagte und betagte ja nicht mehr mithalten, aber genau dieses Tempo brauchen wir jetzt für alle Entwicklungsbereiche. Und eben gerade für BIO!!!

    Das haben die WEB Milliardäre an erster Stelle erkannt. WEB ist die Epochale Erfindung für die schnelle Entwicklung der Menschheit. Nur mit WEB konnte man die Plagiatsbetrüger entlarven und überführen.
    Dieser Preis der WEB Milliardäre wird die Forscher beschleungigen, und das tut der ganzen Welt gut.
    Und das geht ganz ohne Korruption und Verscheisserung. Einfach nur ehrlich zu, da wird Leistung honoriert.
  4. #4

    Zitat von matjeshering Beitrag anzeigen
    Aus meiner Sicht wächst damit die Gefahr des Betruges und der Skrupellosigkeit in den Wissenschaften, weil es sich jetzt auch noch monetär lohnt.
    Eine wichtige Feststellug und ausreichend begründet. Jedoch muss ich mich wirklich fragen, ob die Forscher dieses Geld nicht für weitere Forschung investieren statt in ihre Taschen zu stecken. Häufig sind die richtg hohen Preisgelder so ausgestaltet, dass sie nicht zu 100 Prozent am Privatkonto landen, sondern in der Forschung eingesetzt werden. Jedoch mag es da auch Ausnahmen geben.

    Nun zur Drittmittelfinanzierung (mittlerweile üblich an deutschen Unis): Natürlich besteht die Gefahr, dass man betrügt, denn der Publikationsdruck und der Druck "die Welt neu zu erfinden" sind immens. Wer bekommt schon Geld, wenn er nur das Rad neu erfindet? Hier ist in der Tat wohl ein Bogen überspannt worden - ich rechne fest damit, dass noch einige Professoren oder wissenschaftliches Personal des Betrugs überführt werden. Das liegt aber auch an dem Rückzug der staatlichen Gelder aus der Forschung. Scheinbar sind die Pensionszahlungen an ehemalige Lehrer bereits genug "Forschungsausgaben".
  5. #5

    Stiftung als Marketing-Instrument ....

    .... wenn man "gute Presse" braucht.

    Und zumindest Google und Facebook benötigen gute Presse, laufen doch ständig neue rechtliche Verfahren von Aufsichtsbehörden wegen Verletzungen von Bürgerrechten (das sind Sie und ich) gegen sie.
    Nicht ohne Grund sondern mit sehr guten Gründen.
  6. #6

    Na, toll...

    Anstatt das Geld in sinnvolle, nachhaltige Organisationen zu spenden, einfach ein paar Wissenschaftlern die Kohle rüberschieben... Narren. Die Welt braucht momentan viel mehr, als irgendwelche Forschungen. Wir haben erstmal genug geforscht, jetzt ist es an der Zeit, sich endlich mal besser um die Erde zu kümmern!
  7. #7

    Ohne uns

    Die haben erkannt, dass die Biotechnologie noch viel Potenzial besitzt, unser Leben grundlegend zum Besseren zu verändern. Aber die Revolution werden wir in Deutschland wohl nur aus der Ferne verfolgen, wie immer kritisch und skeptisch und warnend. Gentechnik - so steht es im gerade unterzeichneten rot-grünen Koalitionsvertrag für Niedersachsen - ist nichts für Schüler. Entsprechende Lerninhalte fliegen jetzt aus den Schulen des Landes, da sie "Akzeptanzbeschaffung" für eine Risikotechnologie sind. Es reicht offenbar nicht, nur die Forschung auf diesem Gebiet zu beschädigen - jetzt muss auch noch die Lehre verboten werden. Deutschen Schülern muss es in Zukunft reichen, von den "Experten" der NGOs darüber "aufgeklärt" zu werden, dass Gene und Atome gefährlich sind; mehr zu wissen oder sich ein eigenes Bild zu machen, ist nicht vorgesehen und wird aktiv verhindert. Ins Bild passt, dass über diesen Skandal in keinem großen Medium berichtet wurde. Aber vielleicht nimmt sich die SPIEGEL-Rwedaktion doch noch des Themas an? Bislang sind meine Kommentare mit Hinweisen zu diesem Skandal samt und sonders nicht veröffentlicht worden.
  8. #8

    blubb

    Zitat von matjeshering Beitrag anzeigen
    nehmen langsam überhand.
    Naja, sie können ja mit ihrem Geld machen was sie wollen. Aber anstatt zukunftsträchtige Forschungsprojekte zu fördern, oder z.B. sauberes Wasser für alle Menschen zu initiieren,.....
    Anscheinend haben Sie kaum eine Ahnung, wie es im wissenschaftlichem Leben aussieht. Ob 3 Mio. US-Dollar zu hoch sind oder nicht, darüber lässt sich streiten. Aber generell wird in unserer Gesellschaft viel zu viel Beachtung auf Nichtigkeiten und Substanzlosigkeit gelegt. Die Menschen, die dafür verantwortlich sind, dass die zivilisatorische Entwicklung fortschreitet, werden nur sehr wenig oder gar nicht gewürdigt, wie ihr Post beweist. Die meisten Forscher und Wissenschaftler arbeiten in staatlichen Instituten und haben in der Regel ein entsprechend kleines Salär. Sie wären verwundert, wie wenig in einigen Bereichen gezahlt wird, obwohl die Leute ordentlich promoviert haben. Und das in Bereichen, in denen man nicht so ohne weiteres abschreiben kann, weil man die neuen Aussagen/Theorien/Hypothesen mit Messungen bestätigen oder wiederlegen muss. Dafür wird einem dann der Doktortitel verliehen. Die paar Wissenschaftler, die über ihre eigenen Institute verfügen und ensprechende Ressourcen mobilisieren können, verschwinden im Promillebereich der Forschenden. Sie wissen doch überhaupt nicht, ob die Forschungsgebiete der ausgezeichneten Wissenschaftler zukunftsträchtig sind, oder nicht. Es ist Forschung. Da können, nein, da müssen auch mal Dead Ends drin sein. Gebiete oder Bereiche, die sich als Irrweg erweisen. Wenn wir vorher wissen würden, wo wir hinkommen werden, dann bräuchten wir nicht mehr zu forschen. Sollen sich, Ihrer Meinung nach, alle Forschungsauszeichnungen nur noch auf sauberes Trinkwasser und Kinderhilfe konzentrieren? Was ist mit Tissue Engineering? Um Organspenden überflüssig zu machen. Oder medizinische Forschung um Tierversuche überflüssig zu machen? Oder die Manipulation von Mikroorganismen, um Medikamente günstiger herstellen zu können. So geschehen bei Insullin. Das kommt nicht mehr aus der Bauchspeicheldrüse von geschlachteten Rindern, sondern aus dem Bioreaktor. Hergestellt von der manipulierten Bierhefe "Saccharomyces cerevisiae". Und der Nobelpreis hat auch keine Skrupellosigkeit und Korruption forciert. Vielleicht einmal vom Friedensnobelpreis abgesehen, aber der hat ja, mit dem Wirtschaftsnobelpreis, nichts mit den ursprünglich von Alfred Nobel ins Leben gerufenen Preis zu tun.
  9. #9

    Zitat von splizzroc Beitrag anzeigen
    Anstatt das Geld in sinnvolle, nachhaltige Organisationen zu spenden, einfach ein paar Wissenschaftlern die Kohle rüberschieben...
    Die von Ihnen angedachten Organisationen sind allesamt korrupt, machthungrig, unethisch und kurzlebig. Weshalb Sie wohl auch darauf verzichtet haben, sie überhaupt erst zu nennen. Fühlen Sie sich eingeladen, das Gegenteil zu beweisen. Sie haben erst einmal genug angerichtet, jetzt ist es an der Zeit, mehr nachzudenken!