Titelentzug vor Gericht: Schavan hat Klage eingereicht

DPAAnnette Schavan hatte den Schritt Minuten nach ihrem Doktorentzug angekündigt, jetzt reichten ihre Anwälte Klage ein: Damit wehrt sich die Ex-Bildungsministerin juristisch gegen die Aberkennung ihres Uni-Abschlusses. Bis zu einem Urteil wird es lange dauern.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-884435.html
  1. #1

    Verfahren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Annette Schavan hatte den Schritt Minuten nach ihrem Doktorentzug angekündigt, jetzt reichten ihre Anwälte Klage ein: Damit wehrt sich die Ex-Bildungsministerin juristisch gegen die Aberkennung ihres Uni-Abschlusses. Bis zu einem Urteil wird es lange dauern.

    Schavan reichte Klage gegen Entzug des Doktortitels ein - SPIEGEL ONLINE
    Was für einen Zweck soll das haben? Das Gericht kann und wird nur die Rechtmäßigkeit des Verfahrens beurteilen, das zur Aberkennung führte - nicht die Doktorarbeit.
  2. #2

    200.000 €

    versüßen die Wartezeit, danach gibts dann ordentlich Pension.
  3. #3

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Annette Schavan hatte den Schritt Minuten nach ihrem Doktorentzug angekündigt, jetzt reichten ihre Anwälte Klage ein: Damit wehrt sich die Ex-Bildungsministerin juristisch gegen die Aberkennung ihres Uni-Abschlusses. Bis zu einem Urteil wird es lange dauern.

    Schavan reichte Klage gegen Entzug des Doktortitels ein - SPIEGEL ONLINE
    Was für eine frustrierte Frau. Sie hätte von Anfang an souveräner mit dieser Thematik umgehen können. Wieso bezahlen diese Plagiatoren überhaupt Medienberater, wenn diese ihren Job nicht erledigen. Sie hätte von Anfang die Sympathien auf ihre Seite ziehen können aber man versteckt sich lieber hinter Aussagen wie "ich weise die Vorwürfe entschieden zurück."
  4. #4

    rechtstaatlichkeit

    Zitat von MHD77 Beitrag anzeigen
    Was für einen Zweck soll das haben? Das Gericht kann und wird nur die Rechtmäßigkeit des Verfahrens beurteilen, das zur Aberkennung führte - nicht die Doktorarbeit.
    es ist ein gutes rechtsataatliches prinzip, dass jeder verwaltungsakt eines hoheitsträgers gerichtlich überprüfbar ist.
    Sachlich sehe ich für mme. Schavan schwarz, nicht nur inhaltlich (wo Sie recht haben, das wird gar nicht das thema sein vor gericht), sondern auch verfahrenstechnisch, v.a. vor dem hintergrund der staatlichen garantie der hochschulautonomie.

    zweck? - mme. Schavan versucht offenbar verzweifelt, eine oder mehrere ihrer lebenslügen aufrechtzuerhalten.
    Ich prophezeihe ihr einen massiven psychologisch-gesundheitlichen absturz nach dem verfahren.
  5. #5

    es ist...

    ... einfach armselig ...
    und damit meine ich das verhalten diese person genauso wie die tatsache, dass die medien ihr nach wie vor eine plattform bieten.
  6. #6

    Wer lesen kann ...

    ... und sich die Mühe macht, die zitierten Textstellen in der Presse nachzulesen, wird diesen Schritt kaum verstehen. Denn es ist offensichtlich, dasz hier abgeknäult wurde. Ich habe auch den Verdacht, dasz ein wesentlicher Teil des Abgschriebenen nicht verstanden wurde und deshalb beim Nacherzählen sprachlich nicht verändert wurde, was bei leichter verständlichen Inhalten ja gemacht wurde, wohl um Spuren zu verwischen.
  7. #7

    Das ist,

    nach der derzeit bestehenden Faktenlage, ganz schön dreist.

    Aber sie hat das, was sie noch nicht konnte, offenbar bei den Spezies in B-W gelernt. Dort ist das Gang und Gäbe sich so dreist zu verhalten, siehe auch die jüngsten Geschehnisse um Mappus und seine Vetterleswirtschaft, die jetzt abgelöst wird von der anderen Vetterleswirtschaft der CDU-BW.
  8. #8

    Einsicht würde mehr helfen

    ...allen Beteiligten in der Wissenschaft und auch ihr selbst.
  9. #9

    Diese Klage ist gut.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Annette Schavan hatte den Schritt Minuten nach ihrem Doktorentzug angekündigt, jetzt reichten ihre Anwälte Klage ein: Damit wehrt sich die Ex-Bildungsministerin juristisch gegen die Aberkennung ihres Uni-Abschlusses. Bis zu einem Urteil wird es lange dauern.

    Schavan reichte Klage gegen Entzug des Doktortitels ein - SPIEGEL ONLINE
    Es ist richtig, dass Frau Schavan diese Klage eingereicht hat. Zum einen, weil wir glücklicherweise in einem Staat leben, wo man Verwaltungsakte usw. juristisch hinterfragen kann. Dies ist das Recht von jedem Bürger, sei er gegen S21 oder einen Entscheid einer Kommission der Uni Düsseldorf. Jeder, der diese Klage kritisiert, sollte sich dies immer vor Augen halten. Es ist ihr und unser aller gutes Recht, den Rechtsweg zu beschreiten. Wer durch Häme oder Vorverurteilung dieses Recht kleinreden will oder ihm einen negativen Beigeschmack verpassen will, entlarvt sich nur selber als jemand, der es mit dem demokratischen Rechtsstaat nicht so genau nehmen will, wenn ihm die Richtung nicht passt. Aber merke: Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden, und Rechtstaat ist immer der Rechtstaat, den wir auch Menschen mit ganz anderen Ansichten und Meinungen als die eigenen zubilligen.

    Zum zweiten ist es dringend an der Zeit, dubiose Strukturen wie in der Uni Düsseldorf einmal juristisch zu beleuchten. Einer erstellt ein Gutachten, ist dann gleichzeitig der Vorsitzende der Kommission die den Fall verhandelt und entscheidet. Vor Gericht wäre es so, als wenn einer Gutachter, Ankläger, Richter und Henker in einer Person wäre - vor solchen Strukturen kann es einem nur gruseln, - zumal hier eine Entscheidung der Uni selbst bei gleichzeitig hohem journalistischen und politischen Sperrfeuer (z.B. regierenden Partei der Landesregierung) zur Debatte stand.

    Ein faires Verfahren hat jeder verdient, auch Frau Schavan. Bislang habe ich starke Zweifel daran. Um nicht missverstanden zu werden: wer bei der Dr.-Arbeit betrügt, soll den akademischen Grad entzogen bekommen. Dies muss aber auf einem besseren Niveau als die offensichtlich zu beanstandende Dr.-Arbeit geschehen: transparent, fair, rechtstaatlich und verhältnismäßig. Ich bin gespannt.