Deutscher Afghanistan-Roman: Das Klischee wird am Hindukusch verteidigt

dapdTaliban und Bundeswehr, Verrat und Familienfehden: Linus Reichlins großes Afghanistanbuch "Das Leuchten in der Ferne" hätte der große Gegenwartsroman des Frühjahrs werden können. Doch der Schriftsteller verstrickt sich in Abenteuerklischees nach à la Karl May.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-883368.html
  1. #1

    Nur so nebenbei

    hat der Roman schon vom Titel her das Thema vefehlt. Die Freiheit der BRD wird nicht am Hindkusch sondern in Neukölln, Duisburg-Maxloh, Offenbach und sonstwo verteidigt. Die Niederlage ist ziemlich wahrscheinlich ....
  2. #2

    Ich kann das Buch "Generation Einsatz" empfehlen. Darin finden sich mehrere Erfahrungsberichte von Fallschirmjägern. Besonders Bewegend fand ich den Bericht von einem Verwundeten, der neuen Mut und neue Freude am Leben findet.
  3. #3

    Wie heißt er denn nun?

    6 mal heißt der Protagonist MArtens, 4 mal MErtens. Wie ich so eine Schluserei liebe, wertes Spon.
  4. #4

    Tradition der Groschenromane

    Zitat von littlegirl Beitrag anzeigen
    hat der Roman schon vom Titel her das Thema vefehlt. Die Freiheit der BRD wird nicht am Hindkusch sondern in Neukölln, Duisburg-Maxloh, Offenbach und sonstwo verteidigt. Die Niederlage ist ziemlich wahrscheinlich ....
    Und, ja, ich denke Sie haben recht. Insb. mit dem Satz Drei!
    Jedenfalls stehen alle unabhaengigen Frontberichte, abzueglich der Frontpropagnden, auf Verteidigungsniederlagen. Schon weil auch Verteidigungshandlungen streng untersagt sind!
  5. #5

    Die Tage des Kalifats

    Ganz so schlimm wie der Kritiker fand ich das Buch nicht, aber es ist ja alles Geschmackssache. Empfehlen kann ich auch "Die Tage des Kalifats" von Thomas Josef Wehlim, da geht es um die ersten Monate in Afghanistan nach 9/11, das ist sehr kühl und beeindruckend erzählt, eine Frau die zwischen alle Fronten (Taliban, US Special Forces) gerät. Ist aber meines Wissens nie vom Spiegel etc. besprochen worden.