Start-up-Wunder Israel: Goldgräberstimmung in Tel Aviv

Lissy KaufmannWelcher Ort der Welt ist für junge Gründer am besten geeignet? Das Silicon Valley. Und dann? Tel Aviv! Die israelische Mittelmeer-Metropole zählt ein Start-up nach dem nächsten. Auch ausländische Investoren interessieren sich für die kreative Szene - und wollen das Geheimnis der Stadt lüften.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-882653.html
  1. #1

    Diese Aussage ist der reine Wahnsinn. Leute, eine Armee ist zum Zerstören da, nicht zum Erschaffen. Auf jeden Fall ist es interessant, dass genau wie im Silicon Valley, auch hier eine örtliche Nachbarschaft zu einer sehr starken Militär und Waffenbranche die High-Tech Branche in einer Art symbiotischem Austausch zu befruchten und inspirieren scheint.
  2. #2

    Zitat von tebessi Beitrag anzeigen
    Woher kommt dieser Optimismus, denn die Realität hinter dem Stacheldraht sieht ganz düster aus. In Israel herrscht doch Krieg, Rassismus und Diskriminierung. Wer möchte schon in so einem Land investieren und freiwillig leben?
    Die Startups in Tel Aviv könnten vielleicht etwas Sinnvolleres tun als Spielproramme entwickeln und den Kopf in den Sand stecken. Wie wäre es mit Apps zur Erweiterung des Friedensbewusstseins?
    Es lässt sich durchaus nachvollziehen, dass es zu massiven Frustrationsschüben führen kann, wenn bösartige Vorurteile und Ignoranz sich mit der Realität so gar nicht in Übereinstimmung bringen lassen.
  3. #3

    Dynamische Stadt

    Gräberstimmung in Tel Aviv? Was für ein Unfug. Eine sehr lebensfrohe, offene und dynamische Stadt. Das Land hat sicher so einige Probleme, aber es ist wirklich beeindruckend, was die Menschen unter den Bedingungen aufgebaut haben. Von der Risikofreude, dem Optimismus und dem Selbstbewusstsein der Menschen dort können Europäer einiges lernen,
  4. #4

    Tel Aviv

    Tel AViv ist nicht Israel. Genaugenommen ist es sogar fast so etwas wie ein autonomer Staat im Staat. Wer von Tel Aviv nur 20 km landeinwärts fährt, merkt fast körperlich die Änderung von Mentalität und Stimmungslage.
    Darum: schnell wieder umdrehen und zurück zum hedonistischen, jungen, wilden Tel AViv an den Strand.
    Für mich absolut nachvollziehbar, dass hier die Kreativität zuhause ist.
  5. #5

    Passt wohl nicht in Ihr Schwarz-Weiß-Bild von Israel?

    Zitat von tebessi Beitrag anzeigen
    Woher kommt dieser Optimismus, denn die Realität hinter dem Stacheldraht sieht ganz düster aus. In Israel herrscht doch Krieg, Rassismus und Diskriminierung. Wer möchte schon in so einem Land investieren und freiwillig leben?
    Die Startups in Tel Aviv könnten vielleicht etwas Sinnvolleres tun als Spielproramme entwickeln und den Kopf in den Sand stecken. Wie wäre es mit Apps zur Erweiterung des Friedensbewusstseins?
    Ein App zur Erweiterung des Friedensbewusstseins, tolle Idee! Und den dann bitte kostenlos den ach so friedliebenden islamischen Nachbarländern zur Verfügung stellen :-) Vielleicht klappt's dann ja mal mit der Akzeptanz des Staates Israel. Wenn man Israel schon mal bereist hat, kann man sich das Start-up-Wunder sehr gut erklären. Schade, dass solche positiven Nachrichten nicht auch mal aus den Ländern des "arabischen Frühlings" kommen. Oh, ich vergaß ... dort kennen die meisten ja nur ein ganz bestimmtes Buch...
  6. #6

    Woher wissen Sie, dass in Israel

    Zitat von tebessi Beitrag anzeigen
    Woher kommt dieser Optimismus, denn die Realität hinter dem Stacheldraht sieht ganz düster aus. In Israel herrscht doch Krieg, Rassismus und Diskriminierung. Wer möchte schon in so einem Land investieren und freiwillig leben?
    Die Startups in Tel Aviv könnten vielleicht etwas Sinnvolleres tun als Spielproramme entwickeln und den Kopf in den Sand stecken. Wie wäre es mit Apps zur Erweiterung des Friedensbewusstseins?
    "Krieg, Rassismus und Diskriminierung" herrschen? Vielleicht doch nicht? Sie sollten sich über das Land genauer informieren, wobei beispielweise SPIEGEL (bis auf den heutigen Artikel) eher eine Ergänzung, als Hauptinformationsquelle sei sollte. Krieg herrscht tatsächlich: in den meisten Nachbarländern. Rassismus, Diskriminierung? Ebenfalls. Oder wie erklären Sie sich die Tatsache, dass muslimische Einwanderer einen lebensgefährlichen Wandertripp über den Sinai in Kauf nehmen? Um diskriminiert zu werden? Sie wusste nicht,was sie erwartet,weil sie den Spiegel nicht lesen? Glauben Sie mir, die arabischen Zeitschriften sind (man glaubt es kaum!) noch tendenziöser. Und warum weigern sich diese Zugereiste das Land wieder zu verlassen, trotz Ausreiseprämien?
  7. #7

    Haifa ist weiter entfernt, als 20

    Zitat von großonkel Beitrag anzeigen
    Tel AViv ist nicht Israel. Genaugenommen ist es sogar fast so etwas wie ein autonomer Staat im Staat. Wer von Tel Aviv nur 20 km landeinwärts fährt, merkt fast körperlich die Änderung von Mentalität und Stimmungslage.
    Darum: schnell wieder umdrehen und zurück zum hedonistischen, jungen, wilden Tel AViv an den Strand.
    Für mich absolut nachvollziehbar, dass hier die Kreativität zuhause ist.
    Kilometer. Kein Mensch dort würde Haifa gegen Tel Aviv eintauschen. Übrigens: trotz "Krieg, Rassismus und Diskriminierung",die ein "Leser" erwähnte, sind 20-25% der Stundenten in Haifa Araber. Wiedas möglich ist? Spiegel fragen.
  8. #8

    optional

    Ich hab nach mein Studium Deutschland verlassen um hier in Tel Aviv für ein Start-up zu arbeiten. Es ist echt spannend was hier in diese Industrie geht. Ich arbeite für ein soziales Netzwerk für Fussballfans, www.ftbpro.com.
  9. #9

    Zitat von tebessi Beitrag anzeigen
    Woher kommt dieser Optimismus, denn die Realität hinter dem Stacheldraht sieht ganz düster aus. In Israel herrscht doch Krieg, Rassismus und Diskriminierung. Wer möchte schon in so einem Land investieren und freiwillig leben?
    Die Startups in Tel Aviv könnten vielleicht etwas Sinnvolleres tun als Spielproramme entwickeln und den Kopf in den Sand stecken. Wie wäre es mit Apps zur Erweiterung des Friedensbewusstseins?
    Hier spricht der echte Israel-Experte! Waren Sie in Ihrem Leben jemals in Isral und wenn ja, auch in Tel Aviv? Mehr als ein paar Stunden? In den letzten 5 Jahren? Ganz sicher nicht.
    Aber dennoch vielen Dank für Ihren Beitrag, der wahrscheinlich durchaus typisch für einen Großteil der von näheren Israel-Kenntnissen unbeleckten Deutschen ist. (Nichtsdestotrotz maßt man sich ja gern von der eigenen bequemen von-oben-herab-Warte ein klares und "fundiertes" Urteil gegenüber Israel an...)

    Fahren Sie mal selbst hin, dann finden Sie heraus,dass es in Israel tatsächlich eine sehr rege "bottom-up" Start-Up-Szene gibt. (Passt aber leider nicht ins Klischee der meisten.)
    Googlen Sie mal nach Silicon Wadi, dann werden Sie überrascht sein, dass sich in diesem Mini-Land das weltweit zweitgrößte High-Tech-Cluster - nach dem Silicon Valley - tummelt.
    Die Leute dort sind offen, kommunikativ, gut gebildet und unternehmerisch. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl passiert da sehr viel Innovatives, und das fast ohne exzessive staatliche Förderung, nach der hierzulande immer gern gerufen wird.
    (Denn echtes Unternehmertum und Abhängigkeit von staatlichen Fördertöpfen passen nicht wirklich zusammen.)