Stasi-Vorwürfe gegen Schmidt-Schaller: ZDF hält an "Soko Leipzig"-Star fest

DPAIm Fernsehen spielt Andreas Schmidt-Schaller einen Hauptkommissar, im wahren Leben war der "Soko Leipzig"-Star früher ein Stasi-Mitarbeiter. Die DDR-Opfer-Hilfe fordert nun die Absetzung der Krimireihe. Das ZDF will jedoch an Star und Serie festhalten.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/sed-...-a-884375.html
  1. #1

    was der clown denn?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Fernsehen spielt Andreas Schmidt-Schaller einen Hauptkommissar, im wahren Leben war der "Soko Leipzig"-Star früher ein Stasi-Mitarbeiter. Die DDR-Opfer-Hilfe fordert nun die Absetzung der Krimireihe. Das ZDF will jedoch an Star und Serie festhalten.

    SED-Opferverband will Soko Leipzig absetzen lassen - SPIEGEL ONLINE
    ich meine nicht schmidt-schaller, ich meine den "opfer-verbands-vize"!
    in einem land, das selbst übelste nazi-schauspieler/regiesseure u.a. nach kurzer schamfrist wieder beschäftigte, sollte eine nunmehr 40 jahre zurückreichende "im -tätigkeit" nicht einmal eine erwähnung wert sein.
    von den aktuellen verwicklungen von spitzeln und mitarbeitern aus den reihen des verfassungsschutzes und anderen geheimdiensten in die nsu-morde ganz zu schweigen!
  2. #2

    Es gab in der DDR keine Kunsthochschule, kein Theater oder sonstige Kultureinrichtung ohne IM´s. Das war allgemein bekannt und nichts besonderes. Der "Widerstand" beschränkte sich in diesem Bereich ohnehin auf Ausreiseanträge, also nichts Staatsgefährdendes.
  3. #3

    Scheinhelliger Westen

    Während Teile des Verfgassungsschutz die NUS-Morde gedeckt haben, dem braunen Herren Gelder in riesigen Mengen zugesteckt haben, um angebliche Interna zu erfahren, hecheln unsere westlichen Medien in großer Aufmachung hinter irgendwelchen Stasi-Machenschaften hinterher, ohne dass es eine Differenzierung gibt. Sollen doch die Besserwisser aus dem Westen einmal in dem engmaschigen Netz eines totalitären Staates gelebt haben, dann würden sie nicht so leichtfertig über andere urteilen.
    Wo sind denn eigentlich die sog. Aufklärer, die in den eigenen westlichen Reihen nachden Stasi-Spitzeln suchen? Was ist mit Strauss, Mischnik, Wehner etc. etc.?
  4. #4

    So, jemand der mal IM war...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Fernsehen spielt Andreas Schmidt-Schaller einen Hauptkommissar, im wahren Leben war der "Soko Leipzig"-Star früher ein Stasi-Mitarbeiter. Die DDR-Opfer-Hilfe fordert nun die Absetzung der Krimireihe. Das ZDF will jedoch an Star und Serie festhalten.

    SED-Opferverband will Soko Leipzig absetzen lassen - SPIEGEL ONLINE
    ...soll also nicht mehr arbeiten dürfen? Jedenfalls nicht als Schauspieler. Aber dürfte er Pizza ausfahren? Oder kommt dann auch ein "Opfer-Verband"? Und keiner sollte mehr Pizza von ihm annehmen?

    Hey, der hat vor 42 Jahren die Zusammenarbeit aufgekündigt. Wie lächerlich ist das denn? Allein schon die Wortwahl "an vorderster Front"...

    Wenn der Mann in der Politik wäre oder ein hohes Amt in der öffentlichen Verwaltung innehätte, aber Schauspieler? Lasst ihn spielen und gut ist!
  5. #5

    Entschuldigung annehmen

    In Anbetracht der Tatsache, dass Schmidt-Schaller sich entschuldigt hat für seine 4jährigen Dienste als IM, sollte man es auch dabei belassen. Die Forderung, die Soko Leipzig deshalb abzusetzen, finde ich recht unpassend, zumal das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.
  6. #6

    Stasi-Vorwürfe gegen Schmidt-Schaller

    Herr Schmidt-Schaller, Sie sind entschuldigt.
    Ein Staat, der ohne Hirn und Verstand eine Wiedervereinigung durchzog, in Absprache mit den Machthabern, jetzt so tut als ob die Welt besser und gerechter wäre, hat kein Recht andere - auch in anderen Staaten lebende - zu diskreditieren. Und der Staat ist hier und heute auch in den öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten präsent. Dies nur zur Erinnerung.
  7. #7

    Zu den Akten!

    Dass jemand, der als Jugendlicher, von der Richtigkeit seiner Überzeugung getragen, dachte, er müsse auch den ”zuständigen Organen“ das geben, was diese verlangten, war zwar falsch, aber aus der Zeit und den Umständen heraus erklärlich. Dass er das nicht musste, sondern sich auch z.B. durch Dekonspiration als Spitzel selbst unbrauchbar hätte machen können, steht auf einem anderen Blatt. Wenn man jedoch einen derartig strengen Maßstab anlegt, dann muss man auch heutzutage diejenigen Funktionsträger aus Amt und Würden entfernen, die Neonazimorde durch Wegsehen und/oder aktive Vertuschung möglich machten, siehe NSU. Das letztere hatte immerhin den Tod von Menschen zur Folge – Schmidt-Schaller dagegen hat nur gequatscht und offenbar keinen Schaden angerichtet. Also: Zu den Akten damit und SchSch weiter in den Kampf um Recht und Gerechtigkeit in Leipzig! Und den Herren Schulze, Knabe, Jahn usw. sei Zurückhaltung und Nachdenken empfohlen, bevor sie sich öffentlich äußern und zitieren lassen.
  8. #8

    Hintergründe bedenken

    Es konnte sich jeder glücklich schätzen, der von der Stasi nicht ins Visier genommen wurde, sich daran zu beteiligen. In Anbetracht der großen Druckmittel, die die einsetzten, ist es menschlich, dass er so gehandelt hat. Der Staat hätte sonst auch seine komplette Familie ruinieren können. Und zwar nicht nur finanziell, auch gesellschaftlich.

    Was in den Artikel auch gehört hätte: in den Akten wurde doch angeblich vermerkt, dass Herr Schmidt-Schaller keine wirkliche Kooperation bzw. Engagement zu konkreter "Mitarbeit" gezeigt hat, woraufhin die Arbeit 1971 als wertlos eingestellt wurde. Wenn das so zutrifft, dann hat er sich menschlich nicht viel vorzuwerfen.
  9. #9

    Schon entschuldigt....

    Oberleutnant Grawe. Danke für all die Polizeirufe 110. Und die SOKO Leipzig sofort samt dem ZDF absetzen damit wir bei den Privaten entgültig verblöden. Also weitermachen, Trautzschke! Und SPON, was macht denn eigentlich der Generalleutnant Schalck- Golodkowski? Recherchiert mal und berichtet über all den Nomenklatura-Klüngel in Ost und West zur damaligen und zur heutigen Zeit. Passt nicht? Klar!