Neuer Niedersachsen-Premier Weil: Der Anti-Schröder startet durch

dapdStephan Weil ist Niedersachsens neuer Ministerpräsident, der SPD-Mann will das Land pragmatisch führen - damit setzt er sich von den Vorgängern aus seiner Partei ab. Doch leicht wird das Regieren angesichts der Mammutaufgaben nicht.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-884355.html
  1. #1

    Endlich

    mal ein Ministerpräsident, der gern im Verborgenen seine Arbeit macht, ohne großes Brimborium, ruhig aber bestimmt, gelassen aber zielorientiert - die Zeit der großen Selbstverliebten, der großen sich zur Schau Steller ist hoffentlich vorbei. Bleibt zu hoffen, dass Weil ähnlich unaufgeregt und gradlinig zum Wohle der Menschen arbeitet wie er es in seinem schon Wahlkampf bewiesen hat.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Stephan Weil ist Niedersachsens neuer Ministerpräsident, der SPD-Mann will das Land pragmatisch führen - damit setzt er sich von den Vorgängern aus seiner Partei ab. Doch leicht wird das Regieren angesichts der Mammutaufgaben nicht.

    Niedersachsens neuer Ministerpräsident Weil: Der Anti-Schröder - SPIEGEL ONLINE
    Ein pragmatischer Arbeiter ist doch nicht verkehrt. Man wird ihn in fünf Jahren an seiner Bilanz messen. Der Spielraum ist für jeden Ministerpräsidenten recht eng. Einerseits möchte man wichtige Investitionen tätigen, aber gleichzeitig soll die Schuldenbemse eingehalten werden. Vor diesem Balanceakt steht auch Weil.
  3. #3

    Armes Niedersachsen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr Bildungschancen: Rot-Grün will, dass es gerechter zugeht im Land. Die neue Regierung möchte mehr Kita-Plätze schaffen, ein Ende der Diskriminierung der Gesamtschulen. Sie sollen da entstehen, wo Eltern und Schulträger es wünschen.
    D.h. keine Chancengleicheit, sondern eine Angleichung der Ergebnisse auf dem niedrigsten Niveau. Typisch Rot-Grün eben.


    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Agrarwende: SPD und Grüne wollen weg von der Massentierhaltung, hin zu bäuerlich geprägten Höfen mit mehr Ökolandbau und Tierschutz.
    Wie manchen wir einen politisch unkorrekten Wirtschaftszweig kaputt, der dem Land viel Geld und viele Arbeitsplätze beschwert. Auch typisch Rot-Grün.


    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Gorleben-Frage: Weils rot-grüne Regierung stellt sich gegen ein neues Atomendlagersuchgesetz, bei dem der Salzstock Gorleben Teil des Verfahrens bleibt
    Das St.Florians-Prinzip in Reinkultur, oder zu gesagt, dass typsiche grüne 'Dagegen!'.
  4. #4

    Rolle rückwärts

    Weils Wende ist eine Rolle rückwärts in die 70er Jahre. Mehr Gesamtschulen, mehr Schulden, weniger Infrastruktur. Ein schlechter Tag für Niedersachsen.
  5. #5

    Weil

    Die Infrastruktur wird unter dieser Regierung weiter vernach-
    lässigt, mehr Gängelung von oben (zB mehr Blitzer schon angekündigt), dafür weniger Kameras an problematischen
    Stellen-für Otto-Normalverbraucher nur Nachteile!
  6. #6

    Ab in die Zukunft

    Zitat von shareman Beitrag anzeigen
    Weils Wende ist eine Rolle rückwärts in die 70er Jahre. Mehr Gesamtschulen, mehr Schulden, weniger Infrastruktur. Ein schlechter Tag für Niedersachsen.
    Es schadet nichts, etwas rückwärtsgewandt zu sein. Seit den 70er Jahren hat der Neoliberalismus das Denken erobert, die Gesellschaft hat sich entsolidarisiert - bedauerlicherweise auch mit Unterstützung der SPD.

    Doch es besteht Hoffnung, die SPD und die Grünen können neu anfangen und Zeichen setzen, dass die ewige Marktgläubigkeit und das Fördern von "Leistungseliten" nicht das beste Konzept sind. Wir können dankbar sein, dass es knapp für die SPD gereicht hat, jedes nicht CDU/CSU regierte Land ist eine Chance für die Menschen. Hoffen wir, dass die Chancen genutzt werden!
  7. #7

    Von den Falschen lernen

    Niedersachsen schickt sich nun an, es dem benachbarten Verliererbundesland mit jahrzehntelanger SPD Regierung gleich zu tun. Ausgerechnet die Rezepte Bremens sollen die Heilung bringen. Das Ergebnis wird ernüchternd sein: Letzter Platz in allen Kategorien. Bildung runter, Schulden, Arbeitslosigkeit und Kriminalität hoch. Ist das Ignoranz? Ideologische Verblendung? Diese von Sozialromantik und Naivität beseelte Dämlichkeit hat einen hohen Preis. Warum nicht an den Besten orientieren? Sachsen und Bayern,
  8. #8

    Endlich

    ein Ende des kollektiven Hände-in-den-Schoß-legens.
    Die Nordseewerke sind insolvent - schwarz-gelb tut nichts.
    Das Schulsystem ist nach unten durchlässiger als nach oben - schwarz-gelb tut nichts.
    Es fehlen tausende Kita-Plätze - schwarz-gelb tut nichts.

    Wenn Weil hält, was er verspricht, kann es nur besser werden.

    Und an Rupert: Ist es denn so schwer, sich an die einfachsten Regelungen (Geschwindigkeitsbegrenzungen) zu halten?
  9. #9

    Und wieder ein Beamter!

    In Deutschland ist wohl kein Parlament und keine Regierung denkbar, die nicht vom öffentlichen Dienst beherrscht werden. Das Volk, der sogenannte Souverän, wurde von den im Parlamentarischen Rat versammelten Beamten so gründlich gefleddert, dass von seiner Souveränität nichts geblieben ist. Das einzige, was sich unter solchen Bedingungen noch positiv entwickeln kann, sind die Gehälter und Pensionen der Beamten. Nach einem Jahr im Amt wird Herr Weil feststellen, dass leider nicht genug Geld in der Kasse ist, um die versprochenen Reformen zu finanzieren. Herr Weil wird nicht unglücklich darüber sein. Einige geruhsame Jahre als Ministerpräsident sind als Abschluss einer Beamtenkarriere doch auch eine schöne Zeit und reichen als Regierungsziel völlig aus.