Erstmals konkretes Angebot: Türkischer Verleger bietet für "FR"

DPABisher war es nur eine Absichtserklärung, nun hat der türkische Verleger Burak Akbay sein Angebot zum Kauf der "Frankfurter Rundschau" konkretisiert. Gleichzeitig prüft das Bundeskartellamt eine mögliche Übernahme durch die "FAZ".

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-884320.html
  1. #1

    Menschliches Wunder und politische Feigheit

    Als FR-Leser muss ich sagen, es grenzt an ein menschliches Wunder, dass eine dermaßen geschundene Belegschaft nach wie vor eine so gute Zeitung macht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf dem freien Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nochmal so motivierte, und ja, auch talentierte Journalisten bekommt. Insofern war es wohl ein unternehmerischer Fehlgriff der Gesellschafter, die Insolvenz herbeizuführen und Verhandlungen unter Druck zu führen.

    Und vergessen wir einen Akteur in der Sache nicht, die SPD. Wie wollen die Genossen es denn bitte dem Wähler verkaufen, dass sie im eigenen Betrieb die Belegschaft so auf die Straße setzen? Das findet nach meinem Dafürhalten noch viel zu wenig Aufmerksamkeit. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, Herrn Steinbrück auf dem Rücken "meiner" FR und Ihrer Mitarbeiter ins Kanzleramt zu wählen.