Wahlkampf in Italien: Berlusconi wirft EZB Versagen vor

REUTERS2012 wurde die Europäische Zentralbank für Italien zum Retter in der Not. Doch Spitzenkandidat Silvio Berlusconi scheint dafür nicht besonders dankbar zu sein: Die EZB habe versagt, tönt der Cavaliere im Wahlkampf - und kokettiert wieder mal mit dem Euro-Austritt seines Landes.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-884350.html
  1. #1

    Leider wird er bleiben -

    sonst wäre Berlusconi glatt der Sieg zu wünschen.
  2. #2

    Normalerweise (so die Theorie und wäre es auch richtig) übernehmen Wechselkurse die Funktion zum Ausgleich unterschiedlicher wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit zwischen Volkswirtschaften. Im Raum der Gemeinschaftswährung übernehmen dann die Lohnstückkosten diese Funktion.

    Es bedarf also keiner nebulöser "Reformen" sondern schlicht die ensprechende Anpassung des Lohnniveaus. Das könnte man z.B. über den Hebel staatlich festgelegter Mindestlöhne erreichen.

    Dann ist es auch Wurscht wer Italien oder sonst ein Land regiert, wie die Steuermoral ist, ob Bausünder amnestiert werden oder nicht, oder ob Verstorbene Rente beziehen.

    Wenn das so einfach ist, warum wird das denn dann nicht so angegangen? Ganz einfach: Weil Deutschland dann sein Wachstumsmodell verlieren würde.
  3. #3

    'Der Berlusconi gibt einem mal wieder gute Gelegenheit, die EU, den €uro, und alles was damit nur irgendwie zusammenhängt, abgrundtief zu hassen. Danke Silvio, danke Helmut Kohl, danke EU!
  4. #4

    Italien - Berlusconi

    Wir sollten die Italiener frei entscheiden lassen, und danach unsere Konsequenzen ziehen... Der Streit der Euro-Laender wird nicht aufhoeren solange einige wenige Laender immer wieder zur Kasse gebeten werden koennen.
    Die Deutschen Steuergelder sind gewuenscht, mehr nicht. Karl
  5. #5

    Wilde Parties

    ...waeren garantiert, vorrausgesetzt man hat die richtige Oberweite. Waere doch wirklich interessant, was mit Europa geschaehe wenn eine solche Witzfigur (nebst Kabinett) tatsaechlich nochmal Italien regieren sollte.
  6. #6

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    Zitat von meistro Beitrag anzeigen
    'Der Berlusconi gibt einem mal wieder gute Gelegenheit, die EU, den €uro, und alles was damit nur irgendwie zusammenhängt, abgrundtief zu hassen. Danke Silvio, danke Helmut Kohl, danke EU!
    Ihr Urteil zu relativ komplexen Vorgängen wie etwa der europäischen Nachkriegsgeschichte beruht also auf den Äusserungen eines senilen italienischen Bocks ?
  7. #7

    Querdenker sagt:

    wenn der lachsack präsident wird und auf die Idee kommen sollte doch Geld zu fordern das er bisher immer ablehnte, soll eher das gesamte verfluchte System verrecken.
  8. #8

    Die EZB hilft ueberhaupt niemanden

    Zitat von analysatorveritas Beitrag anzeigen
    Nein, von einem Versagen der EZB im Falle Italiens kann man wirklich nicht sprechen, eher das Gegenteil. Ohne die umfassenden Hilfen der EZB wäre die Südzone und auch Italien schon lässt weg vom Fenster. Wer im Euroclub bestehen will, braucht eine andere Wettbewerbs- und Leistungskultur. Als Ministerpräsident konnte er ja in seiner Amtszeit dafür ja sorgen, also darf er sich jetzt nicht beklagen und die Schuld anderen zuweisen. Zuerst vor der eigenen Türe kehren.

    Dazu einige wichtige und interessante Hintergrundinformationen:
    Renationalisierung: Zocken mit der Dicken Bertha - Europas Schuldenkrise - FAZ
    Gastbeitrag: Die Eurokrise ist noch nicht gelöst - Europas Schuldenkrise - FAZ
    Es ist das stille Schweigen der Bundesregierung und der anderen wenigen im Euroland die selbst ohne grosse Ueberschuldung siind, welche der EZB erlaubten die Gelder ihrer Steuerzahler fuer die Lotterverwaltungrn im Sueden aufs Spiel zu setzen.
    Herr Berlusconi kann leicht lachen - der Schuldenschnitt fuer Italien zeichnet sich bereits ab.
    Sollte er wenn auch im Halbscherz den Austritt aus dem Euro in Aussicht stellen, dann waere die Kanzlerin gut beraten mit einem klaren und zweifellosem JA zuzustimmen.
  9. #9

    Vielleicht doch nicht so einfach

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Normalerweise (so die Theorie und wäre es auch richtig) übernehmen Wechselkurse die Funktion zum Ausgleich unterschiedlicher wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit zwischen Volkswirtschaften. Im Raum der Gemeinschaftswährung übernehmen dann die Lohnstückkosten diese Funktion.

    Es bedarf also keiner .....
    Und weil es Italien ausserdem auch nicht helfen würde. Seine Lohnstückkosten werden gegenüber China, Brasilien oder Malaysia deswegen nämlich nicht günstiger.