Umstrittene Abfindung: Schweizer Pharmaboss verzichtet auf 72 Millionen Franken

REUTERSEs wäre die höchste Abfindung in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte gewesen: 72 Millionen Franken sollte der scheidende Novartis-Chef Daniel Vasella kassieren, wenn er nicht bei der Konkurrenz anheuert. Nun hat der Konzern den Vertrag annulliert. Der öffentliche Druck war zu groß geworden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-884302.html
  1. #10

    Zitat von mainzelmännchen 1 Beitrag anzeigen
    ...werden die Gesellschaften noch viele Jahre zu knabbern haben, man sollte sie in ihren Luxusheimen besuchen, zum Kaffetrinken mit Schoggi.
    Oder auf ein frisches Sternburger.
  2. #11

    Alle Gewonnen

    Na dann haben doch alle gewonnen!

    Die Gegner haben ihren Willen durchgesetzt, Novatis hat die Hälfte seines Portobudgeds für den nächsten Jannuar "eingespart", Vasella muss sich nicht überlegen an wen er spendet und die, die das Geld vielleicht benötigt haben...
    Nein moment, die bekommen ja nichts, Mist, da hat die "Moral" mal wieder gegen die Vernunft gesiegt.
    Wenn Novatis das Geld einfach gespendet hätte wären die Lobeshymnen ausgebrochen, selber Effekt, ganz andere Reaktion.
    Die Dummheit der Menschen ist eben einfach grenzenlos!
  3. #12

    Die schweiz auf dem Wege in den Sozialismus! Der Mann ist sein Geld wert - sonst hätte er niemals so viel angeboten bekommen - schließlich bekommt jeder das, was er verdient... zumindest hört man das in D. seit Jahrzehnten.
  4. #13

    ....

    Niemand hier würde freiwillig auf dieses Geld verzichten, NIEMAND. Also bitte schreibt doch nicht alle so einen Blödsinn.
  5. #14

    Natürlich wird

    Zitat von geroi.truda Beitrag anzeigen
    Wenn die Hauptversammlung - die Eigentümer des Unternehmens und damit auch dieser Gelder - darüber abstimmt, ist das überhaupt kein Problem. Ganz anderes dagegen die absurd hohe Bezahlung von Berufsfußballspielern, die zu einem ganz erheblichen Teil aus Steuergeldern (nämlich den GEZ-"Gebühren") finanziert wird, weil die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten diesen Betrieb durch Lizenzvergütungen aufrechterhalten - diese stellt einen echten Skandal dar (zumal die meisten dieser Leute auch für EUR 2.500 im Monat kicken würden, da das immer noch deutlich mehr ist als sie als Lagerarbeiter o.ä. verdienen würden).
    immer das Beispiel von Profifußballern gebracht, deren Einkommen auch zu hoch sind. Aber im Gegensatz zu vielen Bankern und Managern, die ohne mit der Wimper zu zucken Leute auf die Straße setzen und Milliarden verbrennen, machen die Sportler vielen Menschen zumindest etwas Freude.

    Ich bin ebenso erzürnt über die Tatsache, dass ich für die Luxuspensionen korrupter Politiker arbeiten gehen soll, wie für die unhaltbaren Gehälter deutscher Bischöfe. Das ganze System ist asozial.In Deutschland, der Schweiz und anderswo.
  6. #15

    schon passiert

    Zitat von fidelc. Beitrag anzeigen
    nie ein Aktionär auf die Idee, Vorstand und Aufsichtsrat wegen Veruntreuung anzuzeigen?Wahrscheinlich ist es Schweigegeld.
    Hat Novartis Beruhigungspillen im Angebot?Die kann man bei solchen Meldung gebrauchen.
    Ist gerade heute passiert - ein Zürcher Staatsanwalt hat in Basel Anzeige erstattet.
  7. #16

    Vertrag ist Vertrag.

    Gierig sind hier lediglich die Aktionäre, die auf der Welle der Volksempörung die Chance gesehen haben, die 58 Mio Euro nicht abgeben zu müssen, sondern im Unternehmen zu behalten - und damit als Dividende vorzutragen. Vasellas Ankündigung (wenn leider womöglich auch erst nach öffentlicher Empörung), das Geld NICHT selbst zu behalten, sondern zu spenden, wäre die ehrenvollste UND gemeinnützigste Lösung gewesen. Nur hätten davon eben die Aktionäre nix gahabt. Einfach ärgerlich. Da hat das Volk sich wohl am Ende doch verar...en lassen...
  8. #17

    ist doch sache der untehmenseigentümer ob sie soviel geld zahlen wollen.
    bei novartis gab es im übrigen von den eigentümern -zumindest von einigen aktionären -gegenwind gegen diese summe, die der verwaltungrat beschlossen hat.
    vasella wollte die summe im übrigen spenden, als bitte hier keine raffzahn-diskussion.
  9. #18

    Freude

    Da freuen sich die Hilfsorganisationen aber, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wurde.
  10. #19

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    Niemand hier würde freiwillig auf dieses Geld verzichten, NIEMAND. Also bitte schreibt doch nicht alle so einen Blödsinn.
    Also wenn ich vorher bei der Firma gut verdient hätte, dann hätte ich das Geld sofort gespendet. Natürlich Medienwirksam und wäre der Held der Gesellschaft. Das die Gewinne eventuell auf dem Rücken der anderen erwirtschaftet wurden, ist dann schnell vergessen. Ein Pharmariese macht Gewinne nicht durch gemeinnützige Arbeit.

    Man sollte mal überlegen, ob jemand überhaupt einen Betrag X wert sein kann. Die Leier der gerechten Bezahlung kommt dann immer als Argument.