Amsterdams Grachten: Happy Birthday, Kanalsystem!

TMNSeit 400 Jahren durchziehen die weltberühmten Grachten die Innenstadt von Amsterdam. Das Kanalsystem ist Touristenmagnet, begehrte Wohnlage und Fahrradfriedhof - wie die Arbeiter das damals gebaut haben, gibt Forschern bis heute Rätsel auf.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...-a-884295.html
  1. #1

    Wie tief sind Grachten?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit 400 Jahren durchziehen die weltberühmten Grachten die Innenstadt von Amsterdam. Das Kanalsystem ist Touristenmagnet, begehrte Wohnlage und Fahrradfriedhof - wie die Arbeiter das damals gebaut haben, gibt Forschern bis heute Rätsel auf.

    Amsterdam: 400 Jahre Grachten - SPIEGEL ONLINE
    Nach Aussage unseres Stadtführers, eines Schwaben, der aber schon "seit fünf Fahrrädern" in Amsterdam lebt, sind die Grachten drei Meter tief, "ein Meter Schlamm, ein Meter Fahrräder und ein Meter Wasser".
  2. #2

    Für mich lag der Reiz dieser wunderbaren Stadt vornehmlich schon immer darin, dass sie ihre Schönheit - ohne groß aufzutragen - bescheiden zur Schau stellt. Sie wirkt organisch, harmonisch und offen für jedermann.

    Erstaunlich, dass die Menschen es damals anscheinend besser verstanden haben Städte zeitlos zu planen. Wenn man sich heutige Vorzeigebauten und diverse Planstädtchen so anschaut, dann überkommt mich zumindest meist ein: "Das hätte man auch besser machen können", ohne gleich Unsummen dafür ausgeben zu müssen.
  3. #3

    Zitat von J.M.Mierscheid Beitrag anzeigen
    Für mich lag der Reiz dieser wunderbaren Stadt vornehmlich schon immer darin, dass sie ihre Schönheit - ohne groß aufzutragen - bescheiden zur Schau stellt. Sie wirkt organisch, harmonisch und offen für jedermann.

    Erstaunlich, dass die Menschen es damals anscheinend besser verstanden haben Städte zeitlos zu planen. Wenn man sich heutige Vorzeigebauten und diverse Planstädtchen so anschaut, dann überkommt mich zumindest meist ein: "Das hätte man auch besser machen können", ohne gleich Unsummen dafür ausgeben zu müssen.
    Aber wenn man in Amsterdam wohnen will, werdens leicht Unsummen. Wartezeit auf eine Sozialwohnung: 10-12 Jahre. Aber zur Wartezeit anmelden kann man sich nur, wenn man schon in Amsterdam wohnt und unter 34.000 Euro pro J. verdient. Allein oder zu zweit bekommt man dann max. 59qm Wohnflaeche, zu dritt und zu viert max. 79 qm. Und es gibt eigentlich keinen "freien" Wohnungsmarkt: fast alles ausserhalb des Sozialwohnungsbereichs laeuft ueber Makler. Dort findet man ertraegliche Mietwohnungen nicht unter 1000 Euro fuer vielleicht 50qm. Kaufpreise entsprechend, i.d.R. nicht Ertraegliches unter ca. 200.000 Euro fuer 50qm. und das obwohl grad die Preise gefallen sind wg. der Krise...
  4. #4

    Wunderschöne Erinnerungen

    habe ich an Amsterdam, als ich noch "Gastarbeiter" in NL war. Gern würde ich mal wieder sehen, was sich so verändert hat oder so geblieben ist.
  5. #5

    Zitat von miauwww Beitrag anzeigen
    Aber wenn man in Amsterdam wohnen will, werdens leicht Unsummen. Wartezeit auf eine Sozialwohnung: 10-12 Jahre. Aber zur Wartezeit anmelden kann man sich nur, wenn man schon in Amsterdam wohnt und unter 34.000 Euro pro J. verdient. Allein oder zu zweit bekommt man dann max. 59qm Wohnflaeche, zu dritt und zu viert max. 79 qm. Und es gibt eigentlich keinen "freien" Wohnungsmarkt: fast alles ausserhalb des Sozialwohnungsbereichs laeuft ueber Makler. Dort findet man ertraegliche Mietwohnungen nicht unter 1000 Euro fuer vielleicht 50qm. Kaufpreise entsprechend, i.d.R. nicht Ertraegliches unter ca. 200.000 Euro fuer 50qm. und das obwohl grad die Preise gefallen sind wg. der Krise...
    Wohnraum in den NL zu kaufen ist, egal wo, extremst teuer. Man schaue sich mal die Preise für Resthöfe ohne viel Land drumherum auf dem platten Land an. Die Preise sind meist doppelt so hoch, manchmal noch mehr, als in D.
  6. #6

    Zitat von J.M.Mierscheid Beitrag anzeigen
    Erstaunlich, dass die Menschen es damals anscheinend besser verstanden haben Städte zeitlos zu planen. Wenn man sich heutige Vorzeigebauten und diverse Planstädtchen so anschaut, dann überkommt mich zumindest meist ein: "Das hätte man auch besser machen können", ohne gleich Unsummen dafür ausgeben zu müssen.
    Na ja, alte Städte waren auch für viel weniger Menschen konzipiert, weil es damals noch nicht so viele Menschen gab und die Mehrheit auf dem Land als Knecht/Magd in der Scheune auf Stroh geschlafen hat. Da kann man dann auch schon mal schnuckelig, kleinteilig und harmonisch bauen.

    Bei der zunehmenden Urbanisierung in Europa und weltweit können sie sich in Zukunft schon mal auf ganz andere städtebauliche Grausamkeiten einstellen. Am Hochhaus führt bei diesen Menschenmassen in den Städten kein Weg vorbei. Hochhäuser können zwar auch gut aussehen aber für gute Architektur muss man halt bezahlen, das lohnt dann wiederum nur bei hochpreisigen Objekten mit Zielgruppe Gutverdiener.
  7. #7

    Komisch

    Zitat von polpot Beitrag anzeigen
    habe ich an Amsterdam, als ich noch "Gastarbeiter" in NL war. Gern würde ich mal wieder sehen, was sich so verändert hat oder so geblieben ist.
    Ich war schon mehrfach in Amsterdam, habe aber irgendwie keine Erinnerungen ;-)
  8. #8

    Amsterdam...

    Amsterdam - die groote stad,
    is geboud op palen.
    Als die stad eens ommeviel
    wie zou dat betalen?
    (A'dam, diese große Stadt ist auf Pfählen gebaut. Sollte sie einmal umfallen, wer könnte das bezahlen?)
    Aber man muss ja nicht unebdingt am Grachtengürtel wohnen, um die Stadt zu genießen. Viertel wie Watergraafsmeer (Nähe Amstelstation) bieten immer noch bezahlbaren Wohnraum in der Stadt an.
  9. #9

    aber warum will man denn in Amsterdam wohnen?

    Nach 3 Jahren A´dam bin ich nun wieder in meiner Geburtsstadt Hamburg. Schön wieder Zuhause zu sein!