Bundespräsident zu Europa: Gaucks schwierigste Rede

dapdJoachim Gauck ist der beliebteste deutsche Politiker - dabei hat der Bundespräsident bisher kaum inhaltliche Akzente gesetzt. Das soll sich nun mit seiner großen Europa-Rede in Schloss Bellevue ändern. Die Erwartungen sind hoch - aber er darf sich auch nicht zu weit vorwagen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-883416.html
  1. #130

    Ob schwierig oder nicht,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck ist der beliebteste deutsche Politiker - dabei hat der Bundespräsident bisher kaum inhaltliche Akzente gesetzt. Das soll sich nun mit seiner großen Europa-Rede in Schloss Bellevue ändern. Die Erwartungen sind hoch - aber er darf sich auch nicht zu weit vorwagen.

    Bundespräsident Joachim Gauck vor seiner großen Europa-Rede - SPIEGEL ONLINE
    ich höre ihm ohnehin nicht zu.
    Er hat schon in den 90-igern das Vertrauen vieler Menschen verspielt.
    Glaubwürdigkeit kann ich jedenfalls nicht entdecken.
  2. #131

    Ach!

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Ich vermute einmal, Sie sind nicht allzu häufig im SPON-Forum?
    Der bei einigen Benutzern scheinbar tief verwurzelte Hass auf Europa kommt reflexhaft bei jedem Europa betreffenden Thema hervor.
    Entsprechend sehen die Einträge im Forum aus. Ist zum Glück nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung.
    Auch die Entwicklung der gängigen Forens-Meinung über Hr. Gauck ist interessant. Vor seiner Wahl zum Präsidenten war er in fast allen Beiträgen ein Heilsbringer, die allein seelig machende Lösung für dieses Amt.
    Nun jedoch...
    Aber irgendwie scheint dieses ewige Miesmachen und Nörgeln in der deutschen Mentalität, insbesonders in der Mentalität einiger SPON-Foristen, zu liegen.
    Nun ja, ich freue mich über (leider nur sporadisch) auftretende Beiträge wie den Ihren. Die üblichen EU-Hass-Beiträge und Alle-Politiker-sind-....-Beiträge pflege ich mittlerweile zu überlesen.
    Sie differenzieren noch nicht einmal zwischen EU und Europa - zur Erinnerung, ein Kontinent, der noch da sein wird, wenn sämtliche europhilen Wohlstandsvernichter und Speichellecker das Zeitliche gesegnet haben, natürlich nicht ohne vorher noch "das konnten wir ja nicht wissen und haben es so auch nicht gewollt" zu stammeln, hat ja Tradition - und maßen sich an, ein Urteil über Kritiker zu äußern. Nur noch peinlich, aber eben auch sehr bezeichnend. Zur Erinnerung, gestern hat sich die Verhaftung der Geschwister Scholl und Chrisoph Probst zum 70sten Mal gejährt - Sie hätten die Gruppe damals sicher auch diffamiert, weil sie gegen das bestehende Regime aktiv waren. Wunderbar. So sehen Meinungsvielfalt und -Freiheit aus, Andersdenkende diffamieren. Sie sollten sich was schämen! Aber ein Blick ins Geschichtsbuch genügt, da liest man auch von der damaligen Arroganz der selbsternannten Eliten, die der Diktatur Vorschub geleistet haben. Manche Deutschen lernen anscheinend nie dazu!

    Nun, das wird Sie jetzt bestimmt traurig stimmen, die Kritiker sitzen nicht nur in D:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrich...eu-referendum/

    http://deutsche-wirtschafts-nachrich...tt-aus-der-eu/

    Prognose: Dänen gegen Euro - Nachrichten DIE WELT - DIE WELT

    usw. usw. ... Na ja, die Geschichte wird uns einholen - so oder so.
  3. #132

    Beleibter als? Nie und nimmer

    Zitat von mlbn Beitrag anzeigen
    ist der beliebteste Politiker? Ich dachte der macht nur den Grüßaugust.
    Einspruch Euer Ehren!!!
    Muttis Liebling, unser allseits umtriebige Umweltminister, ist mit deutlichem Vorsprung beleibter als der ErsatzBundespräsident.
    Oder habe ich jetzt was verwechselt?...:-)
  4. #133

    Wenn Herr Gauck

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck ist der beliebteste deutsche Politiker - dabei hat der Bundespräsident bisher kaum inhaltliche Akzente gesetzt. Das soll sich nun mit seiner großen Europa-Rede in Schloss Bellevue ändern. Die Erwartungen sind hoch - aber er darf sich auch nicht zu weit vorwagen.

    Bundespräsident Joachim Gauck vor seiner großen Europa-Rede - SPIEGEL ONLINE
    den Schwerpunkt seiner Rede auf die bekannten Allgemeinplätze wie europäische Integration, europäische Solidarität, Zukunftsperspektive Vereinigte Staaten von Europa, Friedenseinrichtung EU, gemeinsame Verantwortung, Vergemeinschaftung von Schulden, Aufgabe von Teilen der Souveränität u.ä. setzt, dann kann er sich diesen Sermon nach meinem Dafürhalten gerne sparen.

    Eine derartige Rede, die die Regierung in Sachen Europa vielleicht nach von rechts überholen will, brauche ich nicht. Mir reicht schon die ständige Kniefälligkeit vor Europa - eine besondere Spezialität der etablierten Parteien und der deutschen Regierung.

    Sollte der BP für ein Europa der Vaterländer plädieren, auf die Gefahren eines übermächtigen und zunehmend undemokratischen Verwaltungsmolochs hinweisen sowie die absolute Nichtbeteiligung der Bürger/-innen kritisieren, dann könnte ich mich in dieser Rede wohl wiederfinden.

    Wird diese Rede nur eine Art Retourkutsche auf die berechtigten Warnungen und Forderungen von Herrn Cameron, was ich beinahe argwöhne bei der deutschen 101-Prozentigkeit, dann ist diese Rede für mich keinen Pfifferling wert und nur eine eindimensionale Gefälligkeits-Show für "Europa über alles".

    Für die einfachen Bürger hat diese EU bisher kaum etwas gebracht - nur ständig neue kleinkarierte Regelungen zwecks Drangsalierung der Bürger, Teuerungen wie nie zuvor sowie den Verlust der Hälfte meines Einkommens durch die Euroeinführung.
    Und nicht zu vergessen: die EU ist inzwischen eine überzogene Versorgungseinrichtung für 56.000 Beamte und Angestellte geworden, wo der Durchschnittswert des Einkommens bezogen auf alle Brüsseler bei 7.000 (siebentausend) Euro liegt. Eine betreffende Untersuchung wurde kürzlich von der französischen Zeitung "Liberation" veröffentlicht.

    Kommentare dazu von zwei griechischen Europaabgeordneten - Nea Dimokratia und Pasok (Megatv vom 16.02.2013):
    ....Es ist unmöglich, wenn ganz Europa von der Krise heimgesucht wird, dass eine graue, undurchsichtige und unkontrollierte Bürokratie königliche Privilegien genießt, die der europäische Steuerzahler bezahlt.
    In einer Zeit der harten Einschränkung für viele europäische Länder sind diese Privilegien übertrieben und herausfordernd. Sie entfremden die europäischen Bürger für die europäische Idee, anstatt sie zusammenzuführen......

    Vielleicht sollte Herr Gauck auch über diese unguten Zustände in Europa-Club auch einige Worte verlieren.
  5. #134

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Das "dachten Sie bisher immer"?? - "Die meisten"?? - Da bitte ich Sie, sich einfach mal an die Wiedervereinigung zurück zu erinnern. Dort wurde die "deutsche Identität" der Deutschen sichtbar, die vorher unter zwei verschiedenen politischen Systemen, in zwei verschiedenen Wirtschaftsvereinigungen und in geneinander gerichteten hochgerüsteten Militärblöcken gelebt hatten. Die von Ihnen nicht bemerkte deutsche Identität hat damals ein historisches Wunder vollbracht: einen friedlichen Wiederzusammenschluss zweier getrennter Landesteile.
    Stimmt. Übrigens: Sie müssen Sarkasmus hier kennzeichen. Die meisten im Spon-Forum erkennen den nämlich erfahrungsgemäß nicht. Danke für den Vergleich. Ich erinnere mich wirklich gut an die "Wir-sind-ein-Volk" - "Wir-auch" - Karrikatur. Und ich erinnere mich an die Soli-Diskussion in Bayern, die bis heute andauert. Die europäische Einigung verlief dagegen bislang erheblich freiwilliger und friedlicher als die deutsche (Zwangs-)Wiedervereinigung und v.a. die damit verbundene West-Ost-Geldtransfers.

    Entsprechend interessant, dass der Aufschrei heute so groß ist. Wenn man sich überlegt, dass es kein Problem war ein komplett am Boden liegendes Ostblock-Land wie die DDR in der Größenordnung abzufangen, ist es fast lächerlich, dass über eine Land wie Griechenland, im Vergleich eine Wirtschaftsmacht und mit weniger Einwohnern als Bayern, eine derartiger Zinober gemacht wurde.
  6. #135

    lesen und interpretieren

    Zitat von habnixsagnix Beitrag anzeigen
    Lesen bildet, geehrte(r) Mitforist(in)
    Wurde hier schon einmal verlinkt:
    Kirchentag 1988 Akten aus dem Archiv der .....
    Im STASI-Bericht zum Operativen Vorgang "OV Larve", welche Leute wie Sie schnell in IM Larve ummünzen, entweder weil sie keine Ahnung haben, was der Unterschied zwischen einem operativen Vorgang der Stasi und einer inoffiziellen Mitarbeit in der Stasi ist, oder, noch schlimmer und perfide, vorsätzlich wider besseren Wissens.

    Also, nicht für Ungut, und ich bin nicht total unkritisch zu Gauck, aber es wird mir dann doch etwas zu viel aus der exPDS-Ecke gestänkert und da liegt doch der Verdacht nahe, es könnte mehr mit nicht verwundenen Verletzungen durch seine (im Vergleich zum jetzigen doch recht obsessiven Jahn) doch differenzierte Arbeit mit der Gauck-Behörde und seiner Arbeit dort zusammenhängen.
  7. #136

    Zitat von #2011-0001 Beitrag anzeigen
    Die europäische Einigung verlief dagegen bislang erheblich freiwilliger und friedlicher als die deutsche (Zwangs-)Wiedervereinigung und v.a. die damit verbundene West-Ost-Geldtransfers.

    Entsprechend interessant, dass der Aufschrei heute so groß ist. Wenn man sich überlegt, dass es kein Problem war ein komplett am Boden liegendes Ostblock-Land wie die DDR in der Größenordnung abzufangen, ist es fast lächerlich, dass über eine Land wie Griechenland, im Vergleich eine Wirtschaftsmacht und mit weniger Einwohnern als Bayern, eine derartiger Zinober gemacht wurde.
    Es war ein Erklärungsversuch für das Vorhandensein deutscher Identität.

    Nun noch ein Erklärungsversuch zum Vergleich zur europäischen "Einigung": der Wiederanschluss von Ostdeutschland bescherte damals Tausenden altes/neues Eigentum an Grund und Boden und Immobilien, bis hin zu Firmen, Patenten, Handelsbeziehungen, Kundenkarteien usw. und Fördergelder, die in Privateigentum einflossen. Und zwar legalisiert innerhalb eines wiederverenigten Staates. - Anders gegenüber Griechenland&Co. Dort müssen die Eigentumsrechte für Geld, Konten, Immobilien, Bodenschätzen usw. immer wieder neu zugeordnet werden, und zwar an Privatpersonen, Banken, Versicherungen oder den Staat.
  8. #137

    Merkels 3.Präsident in dieser Schwelb-Legislaturperiode

    2009-10 Köhler
    2010-12 Wulff
    2012-13 Gauck
    und jetzt noch "die Rede zur EU?", obwohl Merkel-Schäuble
    EURO-Land vom Mekka der Korruption gerade zum Preussen-Paradies pressen und umgestalten?
    Das kann nur böse für den Bundespräsidenten enden.
  9. #138

    wer hat SPON...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck ist der beliebteste deutsche Politiker - dabei hat der Bundespräsident bisher kaum inhaltliche Akzente gesetzt. [/url]
    ... denn diesen Floh ins Ohr gesetzt?

    Und wie "groß" diese Rede wird, oder ob es die übliche nichtssagende EUrophoriker Propaganda wird weiß man erst hinterher.

    Ich tippe auf letzteres!
    Man wird sehen oder hören! Für Vorschusslorbeeren gibt es weiß Gott keinen Grund
  10. #139

    ein kleiner aber feiner Unterschied

    Zitat von #2011-0001 Beitrag anzeigen
    Entsprechend interessant, dass der Aufschrei heute so groß ist. Wenn man sich überlegt, dass es kein Problem war ein komplett am Boden liegendes Ostblock-Land wie die DDR in der Größenordnung abzufangen, ist es fast lächerlich, dass über eine Land wie Griechenland, im Vergleich eine Wirtschaftsmacht und mit weniger Einwohnern als Bayern, eine derartiger Zinober gemacht wurde.
    ist da schon!
    Beim Aufbau Ostdeutschlands gab es begründete Hoffnung dass es hilft, und zumindest in großen Teilen den Menschen zu gute kommt. Zugegeben die "Reibungsverluste waren enorm, zumal die Politik trotz jahrzehntelanger Wiedervereinigungsrhetorik unvorbereitet und konzeptlos agierte.
    Griechenland ist aber ein Fass ohne Boden, ohne funktionierende Verwaltung, beherrscht von wenigen Familienclans und Oligarchen die das Land immer weiter aussaugen. Die Abermilliarden kommen den Menschen dort überhaupt nicht zu gute, sie halten nur das Marode EURO System noch aufrecht!

    Notabene, noch viel weniger Bedeutung hat Zypern, dort werden aber mit Sicherheit auch die Schwarzgeldbanken und russische Schwarzgeldmilliarden gerettet.