Recruiting Trends 2013: Es lebe die gute alte Stellenanzeige

Jens-Ulrich Koch/dapdWer einen tollen Job will, muss die richtigen Leute kennen, Netzwerken heißt das Zauberwort. Doch eine neue Studie weckt Zweifel an der Wirksamkeit von "Vitamin B". Bei den tausend größten deutschen Unternehmen gehen acht von zehn Stellen an einen Bewerber, der sich auf eine Anzeige gemeldet hat.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-884126.html
  1. #1

    ja sicher...

    wenn die Stelle auch ausgeschrieben wird, oft sind Stellen nur intern (große Unternehmen) ausgeschrieben und ganz oft steht schon fest wer die Stelle bekommt. Um alles formal ablaufen zu lassen, wird dann eine Ausschreibung gemacht. An viele Stellen kommt man nicht mal dran als Aussenstehender. Allerdings sind im Augenblick recht viele Stellen zu finden. Das ist ja schon mal positiv für unser Land
  2. #2

    Na hoffentlich..

    Denn leider sind diejenigen die gerne reden nicht die, die auch gerne gut machen.
    All said.
  3. #3

    Da kann ich vielem nicht zustimmen

    Zustimmen kann ich der Aussage: "Bewerben bringt nichts"... wobei wenn man genug Bewerbungen geschrieben hat findet man schon irgendwann eine.
    Nicht zustimmen kann ich:
    1. Fachkräftemangel:
    Den gibt es nicht. Der wird nur oft genug wiederholt um zu ermöglichen das billige Arbeitnehmener aus dem Ausland zugelassen werden.
    2. Formularbewerbung.
    Ist zum Glück seid 2009 wieder auf dem Rückzug. Email von den meisten Firmen akzeptiert.
    Was bedeutet Formularbewerbung:
    Einen Aufwand für den Bewerber für jede Firme seinen eigenen Lebenslauf nochmal abzuschreiben.
    Für die Firmen 1.Klick sieben Aus 500 Berwerbungen für eine Stelle wird:
    lösche => über 28, schlechter als 1,1 , weniger als 1 Jahr Auslandserfahrung, weniger als 5 Jahre Berufserfahrung, weniger als 3 Fremdsprachen. Daraus folgt: nur noch 20 Bewerber pro Stelle. Und sofort wird angefangen über den Fachkräftemangel zu jammern.
  4. #4

    .. und 2 von 10 Stellen sind die..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer einen tollen Job will, muss die richtigen Leute kennen, Netzwerken heißt das Zauberwort. Doch eine neue Studie weckt Zweifel an der Wirksamkeit von "Vitamin B". Bei den tausend größten deutschen Unternehmen gehen acht von zehn Stellen an einen Bewerber, der sich auf eine Anzeige gemeldet hat.

    Recruiting Trends 2013: Wie Bewerber freie Stellen finden - SPIEGEL ONLINE
    .. Management Top Jobs, für die man eben doch Beziehungen braucht. Die anderen 8 sind für die middle, lower and underdogs.
  5. #5

    Ich auch nicht....

    Zitat von frank1980 Beitrag anzeigen
    Zustimmen kann ich der Aussage: "Bewerben bringt nichts"... wobei wenn man genug Bewerbungen geschrieben hat findet man schon irgendwann eine.
    Nicht zustimmen kann ich:
    1. Fachkräftemangel:......
    Wenn die Suche nach Fachkräften nur etwas Aufwand erfordern würde, wäre der Sittenverfall in der deutschen Arbeitswelt (und speziell dem MINT-Bereich) nicht ansatzweise so rasant wie er tatsächlich ist. Schade für die Schar an gutgläubigen jungen Leuten, die erst nach ihrer Ausbildung feststellen, das die Unternehmen nicht den Boden küssen auf dem sie laufen, obwohl Lehrer, Profs und Dozenten das doch immer behauptet haben. Das ist es auch egal ob die Bewerbung online ist, per Post oder im Social Network.
  6. #6

    Nichts Neues unter der Sonne

    Bei der Suche nach seinem Traumjob muss man dem Personaler bzw. suchendem Unternehmen drei Fragen beantworten: "Was kannst Du?" - "Wer bist Du?" - "Was willst Du?" Und die Antworten müssen glaubwürdig sein und zur angestrebten Aufgabe passen. Ein kompetenter Personalbeschaffer wird einen Teufel tun und sich auf gefällige Empfehlungen in den Social Media verlassen, in denen sich doch alle gegenseitig abfeiern. Ja - "das Einfache ist schwierig" gab der großartige Stratege Carl von Clausewitz einst zu bedenken. Und wer nicht in die Strümpfe kommt, hat seine Zukunft bald hinter sich. So einfach ist das und manchmal doch so schwer.
  7. #7

    Zitat von mueller-thurau Beitrag anzeigen
    Bei der Suche nach seinem Traumjob muss man dem Personaler bzw. suchendem Unternehmen drei Fragen beantworten: "Was kannst Du?" - "Wer bist Du?" - "Was willst Du?"
    Meinetwegen. Mache ich im Gegenzug dann aber genauso mit den Firmen: was bietet ihr mir, warum soll ich hier anfangen? Fahre ich sehr gut mit (Traumjob zu 100% vorhanden).

    Zitat von mueller-thurau Beitrag anzeigen
    Ein kompetenter Personalbeschaffer wird einen Teufel tun und sich auf gefällige Empfehlungen in den Social Media verlassen, in denen sich doch alle gegenseitig abfeiern.
    Zeugt nur von mangelnden Kenntnissen - wenn Sie Personaler sind dann empfehle ich sich etwas in den "neuen Medien" weiterzubilden.

    Wer beispielsweise einen Blog vorzuweisen hat mit dem er in seiner Fachrichtung sehr erfolgreich, um nicht zu sagen Prominent ist dann ist das ein tausendmal bessere und nachvollziehbarere Referenz als das meiste Andere.

    Sie verwechseln vielleicht irgendwelche private Facebook-Pinnwände mit professionellen Blogs und Social Media Aktivitäten.

    Wer im IT-Bereich einen deutschlandweiten oder weltweiten Blog hat der wirklich bekannt und erfolgreich ist (das ist zugegebenermaßen aufgrund des Angebots z.T. sehr schwer und zeugt dann wahrlich von großem Talent) hat damit eine Hammer-Referenz.

    Personaler die da dann lieber auf das Abi-Zeugnis von vor 10 Jahren starren leben wirklich hinterm Mond.

    Aber auch hier gilt: wer im IT-Bereich erfolgreich ist braucht sich nicht mit jedem abgeben - über die angeblichen Personaler hier auf SPON mit ihren Ansichten von Anno-Dazumal kann ich immer wieder nur herzlich lachen.

    Unvorstellbar dass solche Firmen überhaupt noch Leute finden, kein Wunder dass dort dann nur die letzten Pfeifen "recruited" werden.

    Zitat von mueller-thurau Beitrag anzeigen
    Und wer nicht in die Strümpfe kommt, hat seine Zukunft bald hinter sich. So einfach ist das und manchmal doch so schwer."
    Nehmen Sie sich doch am besten Mal Ihre klugen Phrasen selbst zu Herzen. Denn "in die Strümpfe" müssen offensichtlich Sie erstmal kommen, und die Zukunft haben offensichtlich Sie schon verpasst.
  8. #8

    Zitat von __Chris__ Beitrag anzeigen
    wenn die Stelle auch ausgeschrieben wird, oft sind Stellen nur intern (große Unternehmen) ausgeschrieben und ganz oft steht schon fest wer die Stelle bekommt. Um alles formal ablaufen zu lassen, wird dann eine Ausschreibung gemacht. An viele Stellen kommt man nicht mal dran als Aussenstehender.
    Wenn Stellen nur intern ausgeschrieben sind, dürften sie für den hier beschriebenen Zusammenhang irrelevant sein.
    Punkt 2 mit dem "formal korrekten Ablauf" bezieht sich wohl auf den öffentlichen Dienst. Die Privatwirtschaft ist daran nicht gebunden
    Sehr gern werden bei uns Empfehlungen von Mitartebitern gesehen,.. und auch prämiert
  9. #9

    Zitat von Wunderläufer Beitrag anzeigen
    Wenn Stellen nur intern ausgeschrieben sind, dürften sie für den hier beschriebenen Zusammenhang irrelevant sein.
    Punkt 2 mit dem "formal korrekten Ablauf" bezieht sich wohl auf den öffentlichen Dienst. Die Privatwirtschaft ist daran nicht gebunden
    Sehr gern werden bei uns Empfehlungen von Mitartebitern gesehen,.. und auch prämiert
    Große Unternehmen sind sehr wohl dazu gezwungen, Vakanzen auszuschreiben. Sonst gibt es dort Ärger mit dem Betriebsrat. Für den Mittelständler ist das natürlich kein Thema.