Schikanierte Leiharbeiter: Amazon feuert weiteren Dienstleister

DPADer Skandal um schikanierte Leiharbeiter setzt Amazon zu: Der weltgrößte Online-Händler hat einem Dienstleister gekündigt, der zum Teil die Unterbringung des Personals managte. Es ist bereits der zweite Partner in zwei Tagen, vom dem sich der Konzern trennt.

Amazon kündigt weiterem Dienstleister - SPIEGEL ONLINE
  1. #70

    Hetzjagd als Reaktion!

    Der Fall sollte einzeln bewertet werden und die Recherche hätte Sachlichkeit verdient. Schwarze Schafe gibt es überall, aber entzieht man dann gleich allen Arbeitgebern die Unternehmereigenschaft?

    Die Zeitarbeit hat im Fall Amazon nichts anderes gemacht, als die Saison zu überbrücken. Erstaunlich ist, dass wir tausende Hilfsarbeiterarbeitsplätze in Deutschland durch Amazon haben, cirka 1 Million Arbeitslose, die diese Arbeiten ausführen könnten, aber wir hunderte Menschen aus der EU herankarren, die diese Arbeiten verrichten.

    Da kann man sich doch wirklich fragen, wo man den Hebel ansetzen müsste. Ich gehe auch davon aus, dass 98% der bei Amazon eingesetzten Zeitarbeiter unter dem Strich zufrieden waren, sicherlich gerne länger gearbeitet hätten und gerne wieder kommen würden.
    Die Hetzjagd auf Amazon ist völlig daneben und eine dumme Reaktion. Das stelle ich gleich mit der Untersuchung der Linken zum Thema Arbeitszeit.
    Ohne geht alles auch. Ohne heißt 5 Millionen Arbeitslose und keine offenen Stellen. Das ist die nackte Wahrheit.
  2. #71

    Huch

    Zitat von machdichnackig Beitrag anzeigen
    Ich gehe auch davon aus, dass 98% der bei Amazon eingesetzten Zeitarbeiter unter dem Strich zufrieden waren, sicherlich gerne länger gearbeitet hätten und gerne wieder kommen würden.
    Sie glauben, Spanier stehen auf Ausbeutung und auf nächtliche Schlafzimmerdurchsuchungen durch Glatzen?
  3. #72

    Das System Amazon braucht die deutschen Arbeitsgesetze

    Zitat von Butenkieler Beitrag anzeigen
    ist auf die Dauer gesehen wirtschaftlich und günstiger als menschliche Arbeitskräfte. In einem guten Warenwirtschaftssystem könnten so diese Mengen an Personal eingespart werden. Ich verstehe Amazon nicht, warum die Firmenführung noch an dieser alten Lagerführung weiter festhält. Dann gäbe es diese Diskussuin nicht, weil kein menschliches Personal mehr da wäre.
    Eine vollautomatisierte Warenwirtschaft rechnet sich nur, wenn Sie das System über das Jahr einigermaßen kontinuierlich auslasten. Genau das ist bei Amazon nicht der Fall.
    Deshalb kommen die ausbeuterischen deutschen Arbeitsgesetze und die Zuschüsse durch die Arbeitsagentur bei vorher als arbeitslos registrierten Menschen der Firma Amazon sehr entgegen.
  4. #73

    Zitat von h_harz Beitrag anzeigen
    Soweit mir bekannt ist, haben Anhänger der rechten Gesinnung eher die Angewohnheit, durch Abkürzungen bzw. Zahlenspiele zu verschleiern,
    siehe "88".
    Ich halte die Annahme, dass diese Firma H.E.S.S heißt um damit auf einen Uralt Nazi hinzudeuten für baren Unsinn.
    "Zahlenspiele" wie 18 oder 88 sollen nicht verschleiern, sondern trotz Verbot von Nationalsoziallistischen Symbolen eben doch grad die Einstellung kundtun.
    Die Braunen halten sich damit für clever: "Ätsch, DAS könnt ihr nicht verbieten".
    Die ganz Schlauen geben sich eben ganz dolle Namen, die man nicht verbieten kann....der Applaus in der rechten Szene ist ihnen gewiss.

    Aber Hensel hat gaaaanz sicher nicht bedacht, was diese Namenszusammenstellung (Hensels European Security Service) suggeriert, und auch in der Firma selbst, mit Kontakten von führenden Mitarbeitern zur kriminellen rechten Szene, ist das ganz bestimmt nicht aufgefallen.

    ...und Storch Heinar ist einfach nur praktische Mode....
  5. #74

    Unsre tägliche Arbeit gib uns heute

    Zitat von plastikjute Beitrag anzeigen
    Was für ein herrliches Land ... für Abzocker wie Amazon.
    Naja nun - gibt ja immerhin genügend "total arg legale" Beihilfe Gesetzeslücke: Amazon beschäftigt massenhaft Arbeitslose ohne Vergütung - SPIEGEL ONLINE
  6. #75

    Amazon

    Freunde, wir lassen uns zuviel gefallen!!
    Da hilft nur noch:
    Kindle auf den Müll,
    Amazon und alles was dazugehört kündigen,
    Euren Abgeordneten anspitzen, damit er sich für gleichen Lohn für gleiche Arbeit einsetzt,
    alle Subventionen, auch Versteckte, genauestens überprüfen.
  7. #76

    Einheitlicher Lohn im gesamten Konzern

    Zitat von perkmann Beitrag anzeigen
    Es ist zwar richtig, dass die Wirtschaft Instrumente wie Leiharbeit u. ä. braucht um auf Auftragsspitzen reagieren zu können.
    Aber warum Leiharbeiter dann weniger verdienen als fest angestellte ist nicht logisch! Eher müssten diese Aushilfen besser bezahlt werden weil sie ja "Helfer in höchster .....
    Es geht nicht allein um die Frage, ob Leiharbeitnehmer den gleichen Lohn wie die Stammbesatzung bekommen sollen. Es geht auch darum, dass die gleiche Arbeit bundesweit gleich bezahlt wird.
    Die Mitarbeiter in Bad Hersfeld bekommen z. B. knapp über 2 EUR pro Stunde mehr als in der neuen Niederlassung Koblenz. Nur sind die Lebenshaltungskosten laut den Statistikern an Rhein und Mosel höher als in Osthessen.