Schikanierte Leiharbeiter: Amazon feuert weiteren Dienstleister

DPADer Skandal um schikanierte Leiharbeiter setzt Amazon zu: Der weltgrößte Online-Händler hat einem Dienstleister gekündigt, der zum Teil die Unterbringung des Personals managte. Es ist bereits der zweite Partner in zwei Tagen, vom dem sich der Konzern trennt.

Amazon kündigt weiterem Dienstleister - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Sozial ist, was Arbeit schafft

    Der Slogan der CDU - sozial ist, was Arbeit schafft - hat sich doch hier in schönster Weise verwirklicht. Arbeitslager sind demnach sozial, wenn man dieser Logik folgt. Da nützt auch das Geschrei unserer Arbeitsministerin hinterher wenig. Die Denke stimmt nicht!
    Um endlich frei wählen zu können, wo und wie wir arbeiten wollen, müssen wir in Richtung bedingungsloses Grundeinkommen arbeiten.
  2. #2

    Wahlkampfthema

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Skandal um schikanierte Leiharbeiter setzt Amazon zu: Der weltgrößte Online-Händler hat einem Dienstleister gekündigt, der zum Teil die Unterbringung des Personals managte. Es ist bereits der zweite Partner in zwei Tagen, vom dem sich der Konzern trennt.
    Es ist ja schön das Amazon reagiert und versucht die Zustände zu ändern, aber eigentlich vermisse ich den Aufschrei der Medien.
    Arbeitslager, in denen so gut wie rechtlose Leiharbeiter, von Nazi-Truppen schikaniert werden? Und das lassen unsere Gesetze (wieder) zu?
    Die Verantwortung dafür liegt ganz klar bei der Politik!
  3. #3

    Der Geläuterte

    Oh, Amazon macht einen auf eisernen Besen. Diese Dienstleiter sind so austauschbar wie deren Mitarbeiter und auch eine Amazone sollte wissen, daß es nichts bringt einer Hydra den Kopf abzuschlagen. In ein paar Wochen ist Gras drübergewachsen und die Leute bestellen munter weiter, das Weihnachtsgeschäft 2013 ist somit gerettet...
  4. #4

    Welcher überzeugter Rechtsradikaler lässt sich schon von einem Sicherheitsdienst der sich H.E.S.S. nennt einstellen?
    Wenn das Doppel-S wenigstens noch in Runen.........

    ;-)
  5. #5

    Dann melden diese Buden eben mal flott Insolvenz an und

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Skandal um schikanierte Leiharbeiter setzt Amazon zu: Der weltgrößte Online-Händler hat einem Dienstleister gekündigt, der zum Teil die Unterbringung des Personals managte. Es ist bereits der zweite Partner in zwei Tagen, vom dem sich der Konzern trennt.

    Amazon kündigt weiterem Dienstleister - SPIEGEL ONLINE
    unter dem Namen der Ollen wird ne neue Bude grgründet.
    Alle Leutchen werden übernommen und der Kreis schließt sich.
    Man wird nur zukünftig vorsichtiger agieren und alles ist in Butter.
    So ist jedem geholfen:
    Amazon, Leihrarbeitern und Ihren "Arbeitgebern".
    Win-Win situation eben.
  6. #6

    Wo die Deutschen kuschen und devot jeden Ausbetungsjob annehmen, räumen die Spanier auf, decken Missstände auf, lassen sich nicht alles gefallen. Sehr lustig, wenn es nicht so traurig wäre.

    Ich glaube nämlich nicht, dass es ohne die Spanier zu diesem Eklat gekommen wäre. Es ist doch der Politik erfolgreich gelungen, die Beschäftigten in diesem Land dahingehend hirnzuwaschen, dass jeder Job besser sei als keiner. Wegen der "Würde", welch ein Widerspruch, welch ein Schmarrn. Oder sie in Angst und Schrecken zu versetzen, weil ihnen bei jedem Widerstand die Bezüge gekürzt werden.

    Na ja, die Spanier kennen aus ihrem Land halt (noch) nicht das Zwangsbeschäftigungsprogramm ALGII/Hartz-IV. Wird lustig, wenn es Merkel & Co. gelingt, dieses System, wie geplant, auch in die südeutopäischen Länder zu "exportieren", wo die Menschen eine ganz andere Mentalität haben als die (bisher jedenfalls so) braven und "pflichtbewussten" Deutschen, welche offenbar immer noch daran glauben, dass wenn sie immer mehr ausgebeutet werden, dann irgendwann der ganz große Wohlstand einbricht. ;-) Tut es ja auch, aber leider leider nur für die Unternehmen! Wer hätte das gedacht!
    :->>
  7. #7

    Warum sollen Leihharbeiter weniger bekommen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Skandal um schikanierte Leiharbeiter setzt Amazon zu: Der weltgrößte Online-Händler hat einem Dienstleister gekündigt, der zum Teil die Unterbringung des Personals managte. Es ist bereits der zweite Partner in zwei Tagen, vom dem sich der Konzern trennt.

    Amazon kündigt weiterem Dienstleister - SPIEGEL ONLINE
    Es ist zwar richtig, dass die Wirtschaft Instrumente wie Leiharbeit u. ä. braucht um auf Auftragsspitzen reagieren zu können.
    Aber warum Leiharbeiter dann weniger verdienen als fest angestellte ist nicht logisch! Eher müssten diese Aushilfen besser bezahlt werden weil sie ja "Helfer in höchster Not" einspringen.
    Die Politik duldet aus welchen Gründen auch immer, die jetzige Situation der Leiharbeiter und "Werksvertragler" als Sklaven! Die Politik –und auch die Gewerkschaften- sollten dafür Sorge tragen, dass per Gesetz geregelt wird, dass „Leiharbeiter“ und Werksvertragler“ dieselbe Entlohnung bekommen wie der Festangestellte. Zudem muss sicher gestellt werden, dass die sogenannten Leiharbeitsfirmen dafür zu sorgen haben, dass die ausgeliehen Mitarbeiter wie normale Arbeiter untergebracht und versorgt werden!
    Alles andere ist Sklavenhandel und somit verboten!!
  8. #8

    Zitat von rhodensteiner Beitrag anzeigen
    Es ist ja schön das Amazon reagiert und versucht die Zustände zu ändern, aber eigentlich vermisse ich den Aufschrei der Medien.
    Arbeitslager, in denen so gut wie rechtlose Leiharbeiter, von Nazi-Truppen schikaniert werden? Und das lassen unsere Gesetze (wieder) zu?
    Die Verantwortung dafür liegt ganz klar bei der Politik!
    In diesem Land gibt es schon lange beinahe nur noch eine obrigkeitshörige angepasste Presse.
    Gestern hier auf SPON: 4 Posts von mir zensiert, weil ich den globalen Libor-Skandal (Deutsche Bank) beim Namen nannte.
  9. #9

    Amazon - Geschäftsmodell Ausbeutung der Mitarbeiter?

    Die Darstellungen der Geschäftsführung von Amazon Deutschland sind leider unglaubwürdig. Der Geschäftsführer Ralf Kleber behauptet in Interviews:
    Wir sind kontinuierlich mit den Mitarbeitern (auch Leiharbeiter und Leiharbeitsunternehmen?) Im Dialog. Etwaige Klagen über respektlosen Umgang, hohen Druck und kurzfristige Schichtplanung sind Argumente der Vergangenheit. Alles ist / wird gut.
    Die massiven Vorwürfen gegen das Unternehmen in den letzten Tagen zeigen das wahre Geschäftsmodell von Amazon. In der Vergangenheit gab es ja auch sehr starke Kritik am Umgang mit Mitarbeitern bei Amazon in den USA. Auch hier wurden insbesondere Leiharbeiter unter unmenschlichen Bedingungen beschäftigt. So zum Beispiel
    in un klimatisierten Lagerhallen bei Temperaturen von über 35°. Die Mitarbeiter durften weder die Türen öffnen noch Getränke mit an ihren Arbeitsplatz nehmen. Nachdem viele
    Mitarbeiter zusammenbrachen durften noch nicht einmal die Krankenwagen auf das Gelände von Amazon fahren. Erst nach massiver Kritik in US Medien wurden diese unhaltbaren Zustände geändert.
    Amazon reagiert leider nur auf massiven Druck der Öffentlichkeit. Man kann nur hoffen das sich für die Mitarbeiter (Leiharbeiter) in nächster Zeit zum positiven ändert.
    Sonst sollte die Öffentlichkeit Druck auf das Unternehmen ausüben. Im Sinne von Stefan Hessel :
    ------- EMPÖRT EUCH -------.