Fleischskandal-Talk bei Plasberg: Wurst aus vergammelten Schweinsköpfen

DPAEmpören kann sich Ilse Aigner wie aus dem Effeff. Eine "Sauerei", dieser Pferdefleisch-Skandal, so die Ministerin im ARD-Talk Plasberg. Wie man der der Fleisch-Mafia zu Leibe rückt, diese Frage überfordert jedoch die Politik seit Jahren. Dem Verbraucher bleiben nur immer neue Schilderungen des Ekels.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/pfer...-a-884166.html
  1. #210

    Mal abwarten, ....

    Zitat von Schnatternatter Beitrag anzeigen
    Wenn der freie Markt ungehinderten Betrug ermöglicht, dann muss er eingeschränkt werden!
    Der freie Markt ist jawohl hoffentlich keine göttliche Plage!
    .!
    ...wenn die Wasserversorgung EU-weit privatisiert werden wird !
    Da geht es um das elementarste Lebensmittel. Da werden die Profithaie
    Gnadenlos zuschlagen.
  2. #211

    Pferde laut Gesetz sind warmblütige Schlachttiere, wie Mauslesel, Maultiere und Hunde.

    1947 begann ich eine Metzgerlehre. Zu diesem Zeitpunkt war -schwarz- schlachten an der Tagesordnung. Nach der Währungsunion1948 lief alles wie vor dem Krieg. Jede Stadt jeder Stadtteil und fast jedes Dorf hatte seine Metzgereien. ein Beispiel in Stgt.-Feuerbach waren es 33 selbständige Metzgereien. Ich kann mich noch erinnern als im Sommer die Kundschaft frisch gewolftes Hackfleisch abholen konnte, denn die meisten hatten ja zu diesem Zeitpunkt noch keinen Kühlschrank, aber dann konnte man ja Kühlschränke kaufen und siehe da clevere Tante-Emma-Kaufmann nahm Frischfleisch in sein Sortiment auf.
    Die Umsatzgeschwindigkeit bei Fleisch und Wurst ist größer als beim Persil.
    Mit Waschmittel und sonstigen Artikel verdiente sich der Kaufmann sein Geld, und konnte damit die Fleischangebote günstiger anbieten als der Metzger an der Ecke, damals begann das erste Metzgersterben und dann kam noch eine Erfindung dazu, mit dem sogenannten Sterildarm. Wir Metzger produzierten damals mehrmals wöchentlich Wurstsorten frisch, denn wir verwendeten ja die frischen Schlachtdärme unserer geschlachteten Tiere.
    Mit den Kunstdärme begann man kostengünstiger in Herstellung und Vertrieb diese Wurstwaren herzustellen.
    Neue, damals auch notwendige Vorschriften bezüglich Transport und Hygiene machten den kleinen Metzger zu schaffen.
    Die Vorschriften wurden natürlich auch im Schlachthof angewandt, deshalb das Sterben dieser kommunalen Einrichtungen.
    Es wurden große Schlachtstätten für riesengroße Regionen gebaut.
    Konzentration wurde damals begonnen und nun kommt noch hinzu Personalmangel, denn die kleinen Metzger brauchten keinen Lehrling mehr.
    Henry Ford hat mit dem Fließband eine neue Epoche eingeläutet:
    Keine Fachleute nur angelernte mit einem angelernten bestimmten Schnitt bei der Zerlegung
    vom Fleisch und seinen Knochen.
    Diese Band Arbeit spart Zeit, Wege, Transport usw. und ist eine 100% Konzentration
    für kostengünstige Produktion.
    Bei diesen Zerlegungsarbeiten fallen natürlich nicht nur Edelstücke Filets usw. an.
    Diese Abschnitte oder auch Zuschnitte genannt, kommen zu weiter-Verarbeitung in die Fleischwerke. Saisonbedingt lassen sich manche Teile erst zu einem späteren Zeitpunkt verarbeiten.
    Was nun? Frosten in Beutel einschweißen usw. Und jetzt ab in den Tiefkühlbereich dort kann
    man den günstigen Zeitpunkt bis zur Verarbeitung abwarten oder noch preislich einen besseren Ertrag zu erzielen.
    In einem Europa kommen viele Kilometer zusammen, das wird sich nicht ändern.
    Neue Vorschriften die nur noch Konzerne bewältigen können, aber Vorsicht der Sachbearbeiter
    dort ist ein Mensch, der hoffentlich keine Fehler macht.

    w.fuchs
  3. #212

    Zitat von wernerz Beitrag anzeigen
    Bestimmt gibt es unter den Bäckern, wie überall, auch schwarze Schafe. Wir haben z. B. schon die Erfahrung gemacht, dass Brötchen, die wir nach dem Kauf frisch eingefroren hatten, nach dem Auftauen bzw. Aufwärmen zerbröselten, ein Indiz dafür, dass die Ware, als sie im Laden verkauft wurde, bereits schon einmal halbfertig eingefroren war. Damit schiesst sich jedoch der Bäcker selbst ins Knie und ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine grosse Anzahl solcher Betriebe gibt,welche sich und ihrem Ruf selbst das Wasser abgraben.
    Auch aus Baeckern werden derzeit leider nur noch Verkaeufer der vorgefertigten Ware.Beobacbten Sie,welcher Baecker morgens in aller herrgottsfruehe noch den Teig anruehrt um seine Broetchen zu backen.Es ist leider wirklich so,dass die meisten Backstuben nur noch zum Aufbacken der vorgefertigten,eingefrorenen Ware dient.
  4. #213

    Kennen sie nur ihren Klischeedeutschen?

    Zitat von tritop111 Beitrag anzeigen
    Mir gehts finanziell auch nicht gerade prächtig, aber ich muß doch nicht jeden Tag Fleisch und Wurst essen! Und ich behaupte, dass den meisten Menschen, die am Existenzminimum leben, ihre Essensqualität völlig schnuppe ist. Da geht die meiste Kohle in neue Smartphones, Flachbildschirme und anderen Unsinn.
    Woher wissen sie das? Es gibt viele ältere Menschen, die mit solchem technichen Zeug nichts am Hut haben und trotzdem Probleme haben mit ihrem Einkommen. Viele Leute müssen sich eine neue Waschmaschine oder Herd vom Munde absparen. Denen graust es, wenn im Haushalt etwas kaputtgeht. Auch der Flachbildfernseher muss zusammengespart werden. Übrigens gibt es keine Röhrenfernseher mehr im Handel und der Flachbildschirm ist schon lange kein Luxusgut mehr.
  5. #214

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Empören kann sich Ilse Aigner wie aus dem Effeff. Eine "Sauerei", dieser Pferdefleisch-Skandal, so die Ministerin im ARD-Talk Plasberg. Wie man der der Fleisch-Mafia zu Leibe rückt, diese Frage überfordert jedoch die Politik seit Jahren. Dem Verbraucher bleiben nur immer neue Schilderungen des Ekels.

    Pferdefleischskandal: TV-Talk bei Plasberg - SPIEGEL ONLINE
  6. #215

    Es gibt keinen Standarddeutschen.

    Zitat von tritop111 Beitrag anzeigen
    Finde ich gar nicht schäbig. Wenn ich mal in den bekannten Billig-Discountern einkaufen gehe, tummeln sich da vorwiegend Fernabderbildung-Leute, die mit den neuesten Handys telefonieren, gestylte Fingernägel haben usw., denen die Qualität der Lebensmittel aber völlig egal zu sein scheint. Das ist meine Erfahrung, die viele in meinem Umfeld mit mir teilen.
    Sicher. Diese Leute gibt es. Aber wenn sie genauer hinschauen beschreiben sie nur eine Gruppe von Verbrauchern. Ich gehe nur zum Discounter einkaufen und alle Attribute, die sie aufzählen treffen auf mich nicht zu. Ich möchte nur nicht, saß alle Leute in einen Topf geworfen werden und mit einem Etikett versehen werden. Dazu sind selbst die Leute, die bei Aldi und Lidl einkaufen zu unterschiedlich. Die Gründe sparsam (geizig?) sein zu müssen sind verschieden.
  7. #216

    Agrarsubventionen

    Es sollte irgendwann gelingen, die pervertierenden Agrarsubventionen abzuschaffen, damit der Ramsch gar nicht erst hergestellt werden kann.
  8. #217

    Zitat von walterli Beitrag anzeigen
    Es sollte irgendwann gelingen, die pervertierenden Agrarsubventionen abzuschaffen, damit der Ramsch gar nicht erst hergestellt werden kann.
    Wie sollte dies gelingen,wenn es doch ein Standbein der derzeitigen Politik zu Gunsten der Lebensmittelindustrie ist.Landgrabbing ist doch zur Zeit hoch im Kurs.Um genau dort Subventionen abzugreifen und eine neue Staette der Massenproduktion zu errichten mit aller Chemie die dazugehoert,dem Rauben des Wassers der Region und der Ausbeutung von billigen Arbeitskraeften.Dem Rauben des Landes ganzer Regionen und dem Ende der jeweiligen Landwirtschaft der kleinen Bauern.
  9. #218

    Die Selbermach-Billiger-Lüge

    Die Selbermach-Billiger-Lüge wurde auch in dieser Sendung wieder mal aufgewärmt. Um den Zuschauer zu täuschen wurde nicht nur die Arbeitszeit beim Selbermachen nicht eingerechnet (immerhin erwähnt aber offenbar zu doof zum Ausrechnen). Auch wurde die Energie nicht gegengerechnet. Die zum Kochen und die zum Saubermachen von Töpfen.

    Außerdem wurde unterschlagen, daß viele der Zutaten, die aufgelistet wurden, nicht in Tagesmenge gekauft werden können. Und sich nicht alles ewig hält, bis man den Krempel Wochen später mal wieder braucht.
  10. #219

    Die Selbermach-Billiger-Lüge

    Die Selbermach-Billiger-Lüge wurde auch in dieser Sendung wieder mal aufgewärmt. Um den Zuschauer zu täuschen wurde nicht nur die Arbeitszeit beim Selbermachen nicht eingerechnet (immerhin erwähnt aber offenbar zu doof zum Ausrechnen). Auch wurde die Energie nicht gegengerechnet. Die zum Kochen und die zum Saubermachen von Töpfen.

    Außerdem wurde unterschlagen, daß viele der Zutaten, die aufgelistet wurden, nicht in Tagesmenge gekauft werden können. Und sich nicht alles ewig hält, bis man den Krempel Wochen später mal wieder braucht.