Rüstungslieferungen an Libyen: Waffen für Gaddafis Erben

REUTERSDas Land hat Geld, sein Militär Nachholbedarf: Libyen ist für Waffenschmieden ein Paradies. Gut im Geschäft sind Frankreich und Italien. Nun zieht Großbritannien nach - und schickt ein ganzes Kriegsschiff voller Rüstungsgüter.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-884070.html
  1. #40

    So wird Lenin verständlich.

    Stammte nicht von Lenin der Spruch, dass die kapitalisten so gierig wären, dass sie die Bolschwiki noch den Nagel zu ihrem Sarg und den Strick für ihren Galgen verkaufen würden? Wie recht er doch hatte. darum sollte man auch die großen Waffenhändlernationen die von ihnen angezettelten und finanzierten Kriege selbst ausfechten lassen. Deutschland hat nicht in Libyen, Mali oder Syrien verloren. Deutsche Soldaten brauchen kein Feld der Ehre, auf dem sie mit britischen Waffen hingestreckt werden.
  2. #41

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    kommt wieder um vor Gefühlsduseligkeit
    Alle anderen verdienen Geld und wir haben ein reines Gewissen.

    Das macht nur nicht satt
    Aber es hält am Leben, weil damit unsere Soldaten nicht von im eigenen Land produzierten Waffen in den Staub geschickt werden. Im Übrigen ist mit Friedensgütern viel besser und längerfristig Geschäft zu machen. Zum einen kann man alle Seiten verkaufen, ohne dass man die Folgen (s.o.) fürchten muss, mit den erzeugten Produkten kann man erneut Handel treiben und man muss nicht damit rechnen, von den Kriegsgewinnern, sollte man die falsche SEite unterstützt haben, aus dem Land geworfen zu werden. Sind Sie übrigens auch gegen das Embargo gegen den Iran, oder ist ihre Gefühlsdusseligkeit doch zu groß? Nicht vergessen, davon wird man nicht satt.
  3. #42

    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    Willkommen in der Realität.
    Es gibt nun einmal auch heute,2013 noch Menschen denen Religion und deren Gesetze sehr wichtig sind und von Demokratie und Säkularusmis nicht viel halten.
    Meinen Sie die, die ohne jede Moral und unter Mißachtung internationaler Vereinbarungen Kriegsgerät in Krisengebiete liefern? Demokratie und Kapitalismus sind eben nicht vereinbar.
  4. #43

    Welch kluge Argumentation

    Zitat von notty Beitrag anzeigen
    Diejenigen, die das propagieren, z.B. Beamte, Lehrer, (Ein-)Bildungsbuerger...diejenigen, die bereits sehr warm sitzen....kurz...Gruenwaehler etc. scheren sich bekanntlich nicht um dieee Arbeiterklasse....
    Insbesondere wenn man bedenkt, wie sorgsam CDU/FDP mit der "Arbeiterklasse" umgeht. Vor allem wenn sie Hotels besitzen oder eine Bank. Dann werden sie sogar zur Geburtstagsparty bei der Kanzlerin eingeladen. Ach, Sie waren das noch nie? Dann sind Sie sicher auch so ein Beamter, Lehrer, (Ein)bildungsbürger und Grünwähler. Die Argumentationsketten mancher Foristen hier werden auch immer ähnlicher der WeltOnline.
  5. #44

    Ein wenig die Realität betrachtet

    Zitat von auweia Beitrag anzeigen
    Die neue libysche Regierung (sowie unsere Natopartner) werden uns die Enthaltung im UN-Sicherheitsrat noch länger nachtragen. Deutsche Firmen bleiben bei diesem Geschäft (und auch bei anderen im zivilen und Energiebereich) außen vor. Ist das die Friedensdividende?
    und man erkennt, dass Deutschland der Exportkönig unter den europäischen Nationen schlechthin ist. So ist Deutschland gerade im Bereich erneuerbarer Energien weltwweit Markführer. Auch im Kfz-Bereich kann niemand mit Deutschland konkurrieren, ausser vielleicht, wenn auch knapp, Japan. Aber die waren auch nicht in Libyen. Irgendwie haben Sie da offensicht mal ohne Zahlen zu kennen argumentiert.
  6. #45

    Es gibt aber zum Glück nur wenige wie Sie

    Zitat von lifeguard Beitrag anzeigen
    psst nicht so laut.

    es gibt im netz und hier im forum noch immer genügend leute, die an einen heldenhaften grünen widerstand glauben, der zum 20. mal seit 2011 tripolis und benghasi befreit hat.

    *ironie aus*
    ..... die glauben ,das dort die Demokratie an die Macht gebombt wurde.
    Was denken Sie warum es fast keine Artikel zu diesen "Jubelfeiern" gab.
    Dieselben Gruppen die am Freitag feierten, haben den Angriff auf das US-Konsulat in Bengazi am 11.9.2012 geführt.
    Ansar Al-Scharia und Libyscher Schild waren die wichtigsten, mit den USA verbündeten Kämpfer beim Sturz Gaddafis. Nach der Ermordung Gaddafis bekam diese Gruppe die Verantwortung für die Sicherheit in Ostlibyen, einschließlich von Bengasi.

    Der getötete US-Botschafter Stevens beschrieb in seiner letzten diplomatischen Depesche an das Washingtoner Außenministerium vom 9.9. ein angespanntes Treffen zwischen US-Sicherheitsbeamten und einem Anführer des Libyschen Schildes, Wissam Bin Hamid, in Bengasi. Dieser drohte, den US-Diplomaten komplett den Sicherheitsschutz zu entziehen, wenn nicht der Kandidat der libyschen Muslim-Bruderschaft bei der kommenden Wahl Premierminister würde. Bin Hamid hatte im Irak und in Afghanistan gegen US-Truppen gekämpft, bevor er im Raum Bengasi-Derna in Ostlibyen zum „Verbündeten“ der USA beim Sturz und der Ermordung Gaddafis wurde.
    On the day of his death, US ambassador to Libya warned that he was in danger — RT

    In einem Bericht aus der Library of Congress vom August 2012 mit dem Titel "Al-Kaida in Libyen: ein Profil" hieß es, Hamid gelte weithin als der eigentliche Anführer von Al-Kaida in Libyen. Trotzdem übertrug man seiner Miliz Libyscher Schild die Sicherheit für das US- Konsulat in Bengasi. Vermutlich wurden der Gruppe wahrscheinlich in dem Treffen vom 9.9. die Reisepläne von Botschafter Stevens mitgeteilt, der am nächsten Tag in Bengasi eintraf.

    Nachdem die Rebellen 2011 Bengasi eingenommen hatten, war Abdel Hakim Belhadsch, der frühere Emir der Libyschen Islamischen Kampfgruppe, zum verantwortlichen Sicherheitschef für Tripolis ernannt worden, dem der 20.000 Mann starke Militärrat von Tripolis unterstellt war. Er hatte in Afghanistan gegen die Amerikaner gekämpft und war Mitglied der Taliban gewesen, bevor man ihn nach Libyen auslieferte.
    Gadaffis größter Fehler war, diese Leute freizulassen.
    Terroristen ändern sich nie.