Kostensteigerung: Bahn will über Stuttgart 21 neu verhandeln

REUTERSIm Streit um Stuttgart 21 erhöht die Deutsche Bahn den Druck auf ihre Partner. Das Unternehmen hat die sogenannte Sprechklausel gezogen - und will nun neu über die Mehrkosten in Milliardenhöhe verhandeln.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-884129.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Streit um Stuttgart 21 erhöht die Deutsche Bahn den Druck auf ihre Partner. Das Unternehmen hat die sogenannte Sprechklausel gezogen - und will nun neu über die Mehrkosten in Milliardenhöhe verhandeln.

    Bahn will neu über Kosten für Stuttgart 21 verhandeln - SPIEGEL ONLINE
    Heilige Mutter Gottes - mittlerweile ist es mir egal was gebaut wird hauptsache es wird endlich etwas gebaut.
    Stuttgart ist noch immer einer der miserabelsten Großbahnhöfe in Deutschland und ich habe langsam die Schnauze voll von Demos, Späthippie-Sprechchören und Mahnwachen - ich kann es nimmer sehen
  2. #2

    Das Milliarden Grab

    Je schneller man das kleine Loch wieder zuschüttet, umso weniger Geld wurde verbrannt. Der Schlichter Geißler soll sich aus dem Thema heraushalten, zur Zeit seines Kasperletheaters war die Rede von viel weniger Millarden, er kann sich nun nicht hinstellen und sagen, dass nur Weiterbauen eine sinnvolle Möglichkeit sei. Mal sehen wie es weiter geht, es werden noch Wetten angenommen !
  3. #3

    Die Bahn will nicht verhandeln, sondern 1. ihre Pfründe retten und 2. dem Steuerzahler die Kosten aufs Auge drücken.
    Und auf diesem ganzen Elend hüpft noch ein vor Selbstverliebtheit trunkener Geisler und lacht uns alle aus.
  4. #4

    Heiner, Heiner

    "Ich finde, dafür muss das Geld da sein." Das ist ein echtes Bonmot von Heiner Geissler. Ich finde auch, dass für so manches in meinem Leben "das Geld da sein muss". Is aber nich. Kollektive Verschuldung bedeutet nicht, dass man auf einmal Geld hat. Wahnsinn, wie sich dieses Projekt langsam aber sicher immer weiter Richtung Irrationalität verschiebt...Und die Mehrosten, die der Bundesrechnungshof bereits 2008 feststellte, sind jetzt au feinmal Folgen des Schlichtungsspruchs von 2011. Is klar. Ist ja auch die Höhe von den Schlichtern, dass sie Änderungen verlangen, die dem Bau einen letzten Rest von Vernunft einhusten sollen. Da erpresst die Bahn doch gleich mal ein bisschen die Finanzierungspartner: Wenn Ihr nicht mit zahlt, bauen wir die nächsten 15 Jahre gar nichts mehr in Stuttgart. Herrliche Schlägerei auf dem Schulhof. Nur leider treten sie dabei auf meinem Butterbrot rum...
  5. #5

    Hochinteressant wie die Fakten verdreht werden.

    Die 1,2 Mrd Kostenrisiken sollen nun alle durch die Schlichtung verursacht worden sein? ein schlechter Witz und keine saubere Arbeit bzw. keine saubere Formulierung des SPIEGELs.
    Und alles was nun hochkommt, war Thema der Schlichtung. Daher sollte Heiner Geißler sich nicht ganz so laut zu Wort melden. Hätte man damals nach der Schlichtung die Reißleine gezogen, wäre die K21 (Werk-)planung vermutlich bereits fertig und Kosten in Millionenhöhe hätte man einsparen können. Aber auch so, ist doch nichts weg. Das Geld ist ja nicht verbrannt wordan . Man hat viele neue Erkenntnisse gewonnen. Unter anderem diese, dass es so eben nicht geht.
    Daher?
    Lasst den Bahnhof Bahnhof sein und lasst uns was neues ausdenken. Etwas das den Menschen nützt.
  6. #6

    Sprechklausel...

    Kennen Sie das Deckwort für Abzockerregel? Nein? Es heißt Sprechklausel. Die besagt nämlich, dass man die Verhandlungen wieder aufnehmen kann, aber natürlich nicht, um die Kostenbeeiligung einzelner Parteien zum Nachteil anderer reduzieren könnte. Die Stuttgarter sollten es trotzdem einmal versuchen. Die Oberbeschaffner von der Bahn würden wohl dumm aus ihren Anzügen gucken. Und der Fuchs Geissler freut sich wohl derweilen einen Ast, weil er der von ihm verehrten Frau Merkel wieder mal unbeschadet ein Ei ins Nest gelegt hat. Deshalb meldete er sich ja auch schon mit der Forderung, den Neubau unbedingt ohne Rücksicht auf mögliche Kosten durchzuführen...
  7. #7

    Immer dasselbe mit Großprojekten

    Kein einziges öffentliches Projekt, egal, ob Bahnhof, Flughafen, Theater, Schule, Verwaltungsgebäude, egal, ob die Landesregierung schwarz-gelb, rot-grün, schwarz-rot, rot-rot ist, wir termingerecht im kalkulierten Rahmen vollendet.
    Dies schafft natürlich Politik- und Parteienverdruss.
    Vielleicht sollten Politiker mal daraus Lehren ziehen und bei allen Projekten je nach vergangenen Erfahrung bei den Alternativen die Preise gleich um 50% erhöhen und die Herstellungszeit ebenfalls mit einem Zuschlag von 50% kalkulieren und von Anfang an diese Kalkulation für die politische Entscheidungen zugrundelegen, dann aber bei Nachforderungen hart bleiben.
    Auch bei privaten Objekten gibt es unvorhergesehene Kosten und Terminverschleppungen, die aber deutlich geringer ausfallen. Als Privatmensch kann man sich einfach nicht leisten, am Ende eines Hausbaus 50% mehr als finanziert zu zahlen. Aber die öffentliche Hand hat es ja scheinbar. Das ist einfach nur ärgerlich.
  8. #8

    Vielen Dank liebe Baden-Württemberger, für Ihren Volksentscheid!!

    Jetzt sehen Sie mal zu, wie Sie die Mehrkosten stemmen können. Es ist nämlich nicht einzusehen, weshalb die Steuerzahler für die Mehrkosten aufkommen sollen. Die Bahn AG gehört dem Staat, also uns allen. Leider haben aber nicht die Bürger der ganzen Bundesrepublik abgestimmt, sondern nur die Baden-Württemberger.

    Jahrelang haben Sie sich darüber beschwert, dass der Länderfinanzausgleich in Ihren Augen ungerecht sei. Jetzt haben Sie aber selbst Milliarden versenkt ohne zwingende Notwendigkeit.

    Jedem in dieser Republik war klar, dass die geplanten Ausgaben nie und nimmer reichen würden. Siehe BER oder HH.

    Eine Faustregelung besagt, dass bei staatlichen Großprojekten mindestens das 2-3-fache der veranschlagten Mehrkosten entstehen.

    Das muss nun ausgerechnet den doch so sparsamen Schwaben passieren :-(

    Wer bestellt muß auch die Zeche bezahlen.

    hbommy
  9. #9

    Hausordnung der DB AG für Bahnhöfe: Nicht gestattet ist Betteln und Belästigen von Personen

    Für jeden Penner gilt die Sprechklausel:
    "Haste mal 'n Euro"!

    Die Antwort fällt häufig ziemlich gleich aus: "NEIN!"

    Der Finanzierungsvertrag sah Baukosten für etwas mehr als 3 Milliarden Euro vor und ein Risikopolster von 1,5 Milliarden Euro. Wenn es die DB AG für dieses Geld nicht schafft, dann für wie viel Euro noch? 2,3 Milliarden ohne das noch einen Meter Tunnel? Ohne das in diesem heiklen Flußtal die Grube für den Bahnhof ausgehoben wurde?

    Stadt und Land haben der DB AG Geld geschenkt. Die DB AG konnte damit offensichtlich nicht umgehen.