Kranker Öldiplomat Chávez: <b>Das Netz des Comandante</b>

REUTERSHugo Chávez ist zurück in der Heimat, doch der Zustand des krebskranken venezolanischen Präsidenten ist ungewiss. Das beunruhigt nicht nur Anhänger in der Heimat. Mit günstigen Öllieferungen knüpfte Chávez weltweit Allianzen. Nun bangt so manches Land um seine Energieversorgung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-883584.html
  1. #1

    Caudillos

    Solange die Lateinamerikaner immer wieder auf ihre "caudillos" hereinfallen, "starke Männer", die mal mit rechter, mal mit linker populistischer Ideologie und viel Klientelismus den Himmel auf Erden versprechen, das eine oder andere Geschenk verteilen und zugleich ihre Gegner unterdrücken lassen, wird es nichts mit der Überwindung der alten Dämonen.
    Die Perón, Castro, Pinochet, Chavez und wie sie alle heißen, ob sie in Voll- oder Halbdiktaturen regieren, sind sich untereinander sehr ähnlich, ob rechts oder links.
  2. #2

    Kleine Korrektur

    In der Fotostrecke "Der Comandante in Bildern" heißt es unter Bild Nr 5 zum Putschversuch im Jahre 2002 "Teile des Militärs erzwingen am 12. April seinen Rücktritt": An diesem Tag wurde der Präsidentenpalast von Teilen des Militärs umstellt und Chavéz wurde in den anschließenden erpressten Verhandlungen mit der pro-amerikanischen Wirtschaftslobby zum Rücktritt gedrängt. Chavéz ist jedoch niemals zurückgetreten! Er hat sich freiwillig in die Hände des Militärs begeben, aber Chavéz Rückhalt in der Bevölkerung war so groß, dass die Putschregierung unter Pedro Carmona nach 36 Stunden fliehen musste, nachdem hunderttausende Demonstranten den Präsidentenpalast belagert hatten. Dass Chavéz damals zurückgetreten sei, ist eine Lüge der Putschisten und der Putschisten-treuen Medien Venezuelas, die diese Lüge ins Ausland verbreitet haben! Nach fast elf Jahren ist das nun bekannt und ich erwarte von Journalisten, dass sie zumindest in der Lage sind, Daten und Fakten richtig zu recherchieren!
  3. #3

    ..........

    Was haben diese 'Bösewichte' , die hier genannt werden, alle gemeinsam ?
    Alle waren nicht (mehr) bereit), ihr Land von diversen ausländischen
    Konzernen ausbeuten zu lassen.....
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hugo Chávez ist zurück in der Heimat, doch der Zustand des krebskranken venezolanischen Präsidenten ist ungewiss. Das beunruhigt nicht nur Anhänger in der Heimat. Mit günstigen Öllieferungen knüpfte Chávez weltweit Allianzen. Nun bangt so manches Land um seine Energieversorgung.

    Öldiplomat Hugo Chávez: Warum viele Länder um seine Gesundheit bangen - SPIEGEL ONLINE
    Zitat aus dem Artikel:
    Doch nicht alle ideologischen Allianzen halten: Perus Staatschef Ollanta Humala war Chávez früher eng verbunden, distanzierte sich jedoch inzwischen von ihm.
    Ollanta Humala war nie Chávez eng verbunden, wie im Artikel behauptet. Während seiner Wahlkampagne zur Präsidentschaftswahl in Peru hatte er sich mehrer Male öffentlich von Chávez distanziert.
  5. #5

    optional

    Sehr guter Artikel.Immmer der Wahrheit verpflichtet, Objektiv bis es kracht und ganz im Sinne der Bewohner Südamerikas, die den ganzen lieben Tag den Zeiten der Kolonialisten nachtrauern.
  6. #6

    Ich nehme an,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hugo Chávez ist zurück in der Heimat, doch der Zustand des krebskranken venezolanischen Präsidenten ist ungewiss. Das beunruhigt nicht nur Anhänger in der Heimat. Mit günstigen Öllieferungen knüpfte Chávez weltweit Allianzen. Nun bangt so manches Land um seine Energieversorgung.

    Öldiplomat Hugo Chávez: Warum viele Länder um seine Gesundheit bangen - SPIEGEL ONLINE
    das Netz des "Comandante" ist nicht so engmaschig wie das des BND, der CIA oder des Mossad.
    Auch wurden dadurch noch keine neokolonialen Angriffskriege ausgelöst.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hugo Chávez ist zurück in der Heimat, doch der Zustand des krebskranken venezolanischen Präsidenten ist ungewiss. Das beunruhigt nicht nur Anhänger in der Heimat. Mit günstigen Öllieferungen knüpfte Chávez weltweit Allianzen. Nun bangt so manches Land um seine Energieversorgung.

    Öldiplomat Hugo Chávez: Warum viele Länder um seine Gesundheit bangen - SPIEGEL ONLINE
    Zitat aus dem Artikel:
    Doch Lula und seine Nachfolgerin Dilma Rousseff stehen für einen moderateren Kurs als Chávez, ihr Land gilt als neue Vormacht des Kontinents. "Ein Präsidentenwechsel in Venezuela würde Brasilien in die Hände spielen", sagt Annegret Mähler, Venezuela-Expertin am Hamburger Giga-Institut für Lateinamerika-Studien.
    Brasilien hatte auch schon vor Luis Inácio da Silva eine Vormachtstellung in Südamerika. Was Brasilien in die Hände spielen würde bei einem Präsidentenwechsel in Venezuela scheint ausschliessliche Erkenntnis einer Venezuela-Expertin in Hamburg zu sein.
    Leider können wir an dieser wichtigen Erkenntnis nicht teilhaben, weil uns die näheren Details dazu vorenthalten werden.

    Die Behauptung das Chave's Venezuelas eine Vormachtstellung in Südamerika anstreben würde, ist genauso falsch wie absurd. Die Monroe-Doktrin, die politische Dominanz der USA über Südamerika ist Geschichte, die kommt auch nach Chávez nicht wieder. Das ist das bleibende Verdienst Chávez'.
  8. #8

    einige Komentare

    Zitat von lupenrein Beitrag anzeigen
    Was haben diese 'Bösewichte' , die hier genannt werden, alle gemeinsam ?
    Alle waren nicht (mehr) bereit), ihr Land von diversen ausländischen
    Konzernen ausbeuten zu lassen.....
    Venezuela hatte das Erdöl schon vor Jahrzehnten nationalisiert. Das war nicht Chavez. Dank der Chavezschen Politik ist Venezuela heute mehr als je vom Ausland abhängig - in allem.
    Der grösste venezuelanische Öl-Kunde sind die USA, und das sind auch die einzigen, die bezahlen. Wenn die Sache so weiterläuft wie bisher, kann die USA in ein paar Jahren auf venez.Öl verzichten. Dann wird hier das Heulen und Zähneknirschen beginnen: denn venez. Öl ist wegen der schlechten Qualität nicht überall akzeptiert.

    Und nun zum Kommentar über April 2002: Es waren nicht die Militärs,die Chavez zum Rücktritt zwangen: es war das VOLK.
    Die Wiedereinsetzung erfolgte durch das Militär. Chavez verdankt seine Rückkehr vor allem einem General, und zum "Dank" sitzt der heute im Gefängnis.

    Saludos aus dem sozialistischen Paradies - aber es scheint nicht alles sozialistisch zu funktionieren: am vergangenen verlängerten Karnevalswochenende hatten wir in Caracas 170 Morde........
    Ich verstehe das nicht: im Sozialismus sind doch alle Menschen glücklich..........
  9. #9

    trotzdem

    Zitat von carahyba Beitrag anzeigen
    Zitat aus dem Artikel:

    Ollanta Humala war nie Chávez eng verbunden, wie im Artikel behauptet. Während seiner Wahlkampagne zur Präsidentschaftswahl in Peru hatte er sich mehrer Male öffentlich von Chávez distanziert.
    Das ist nur teilweise richtig: Humala hat sich distanziert, nachdem er seinen ersten Wahlkampf wegen Chavez verloren hat. Das Geld hat er aber trotzdem genommen.