Verkehrsstudie mit GPS-Daten: Wo die Stau-Verursacher wohnen

dapdFast jeder Autofahrer wird sich diese Frage schon mal gestellt haben: Wer ist eigentlich schuld daran, dass sich jeden Tag der Verkehr in den Städten staut? Durch die Auswertung von GPS-Daten haben Wissenschaftler nun eine Antwort gefunden.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/s...-a-884018.html
  1. #110

    Zitat von trader_07 Beitrag anzeigen
    Meist ist die "Verkehrslage", die das nicht erlaubt, irgend so eine Knalltüte im Drei-Liter-Lupo, der LKWs mit 95 km/h überholt weil er sich und der Welt beweisen möchte, dass er auch einen Verbrauch von 2,98 Liter schafft.
    Der Lupo ist nicht das Problem, der darf das! Sie sind das Problem!
  2. #111

    Zitat von sprechweise Beitrag anzeigen
    Es ist aber nun mal physikalische Tatsache dass die Kapazität einer Strasse bei allen Geschwindigkeiten nahezu gleich ist, wenn die Regel eingehalten wird, 2 Sekunden Abstand zu halten (= halber Tachometerstand in Meter).
    Das Problem dabei ist, dass der Bremsweg quadratisch mit der Geschwindigkeit v ansteigt, der Abstand x nach obiger Regel aber nur linear mit der Geschwindigkeit (da x=v*t mit t=2 Sekunden). Die 2-Sekunden-Regel ist im Bereich von 80-100 km/h gut anwendbar, bei 150 km/h würde ich mich nicht mehr darauf verlassen und für 30 km/h ist der Abstand übertrieben. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn benötigt man mehr Platz durch einen stark erhöhten Bremsweg, die Kapazität sinkt folglich.
  3. #112

    Zitat von singlesylvia Beitrag anzeigen

    Aber das Problem löst sich von selbst. Bei immer mehr Arbeitslosen und Rentnern bleiben auch immer mehr Autos während der Rushhour zu Hause.
    Für den Frühmorgensverkehr dürfte das zutreffen, aber für den Feierabendverkehr haben sie die gerade ausgeschlafenen Arbeitslosen und die trödligen Rentner dabei. Und bitte nicht die Touristen vergessen, die gerne mal dann ihre STadtbesichtigung machen.
  4. #113

    Zitat von bembel71 Beitrag anzeigen
    Ich bin schon seit vielen Jahren nicht mehr im Stau gestanden. Wie ich das geschafft habe? Ich habe mein Auto verkauft und fahre in der Stadt mit dem Rad; Fernreisen mache ich mit der Bahn.

    Sicher, es gibt Berufstätige, die auf das Auto angewiesen sind. Wer als Vertreter auf dem Land arbeitet, kann seine Kunden natürlich nicht mit dem Fahrrad erreichen.

    Wer aber in der Stadt wohnt und arbeitet, ist nicht auf das Auto angewiesen, sondern kann schneller und bequemer mit dem Rad oder ÖPNV zur Arbeit fahren. Das trifft für die allermeisten Berufstätigen zu, und in diesem Fall gilt: Wer im Stau steht, ist selbst schuld!
    Schneller mit dem ÖPNV? Bequemer mit dem Rad? Schon unter normalen Witterungsbedingungen geht das gar nicht. Übrigens jetzt im Winter fahren die Leute kaum Rad. Woran das wohl liegen mag?

    Heute morgen im Verkehrsfunk, Weiche eingefroren, S-Bahn fährt nur von bis im Pendelverkehr. Und wir haben normale Wintertemperaturen mit normalen Schneefall.
  5. #114

    Zitat von kenner07 Beitrag anzeigen
    zu wissen, warum es sich staut, muss man keine Studie durchführen. Man muss sich einfach mal in einer Großstadt zur Hauptverkehrszeit mit dem Auto bewegen:
    - Permanent-Linksfahrer
    - Dauerbremser
    - Erziehertypen
    die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.
    Seit wann gilt das REchtsfahrgebot in der Stadt?
  6. #115

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Es dürfte keine grössere Stadt mit einem angrenzenden Flächenkreisgebiet mit eigenem Nummernschild geben, wo über diese nicht "Witze" existieren.

    Es ist an sich aber selbstverständlich, dass sich ein Teil der ländlichen Bevölkerung in der Stadt oder anderen verkehrsreichen Zonen etwas schwerer tut.
    Der normale deutsche "Grossstädter" hat in Rom, Paris, Madrid, Amsterdam, etc. auch seine Probleme.
    Schön, wenn die Einheimischen dann etwas Rücksicht zeigen.
    Wielange dauert die Eingewöhnungsphase bei den Pendlern?
  7. #116

    Zitat von senf_dazu Beitrag anzeigen
    Okay! Es dürfte aber auch wenig Flächenkreisgebiete mit einer angrenzenden grösseren Stadt geben, wo über diese nicht "Witze" existieren. Es ist an sich aber selbstverständlich, dass sich ein Teil der städtischen Bevölkerung auf dem Land oder anderen verkehrsarmen Zonen mit hohem Tempolimit etwas schwerer tut. Landstraßen mit Tempolimit 100 (leider fehlen oft die Hinweisschilder) werden von Städtern gerne mit 70 km/h befahren und Überholende mit Fernlichtblende gemahnt.

    Wieso müssen Hinweisschilder stehen? Es gilt doch 100 außerorts, wenn es nicht die Autobahn ist. Oder hat sich da über Nacht etwas geändert.

    Und die Städter, die auf der Landstraße mit 70 rumjuckeln, sind oftmals REntner, weil Opa nicht mehr so schnell reagieren kann und Oma mitschauen muss, die halt auch nicht mehr so schnell reagieren kann oder Sonntagsfahrer, die meinen, Nachbar hat letztens am Gartenzaun erzählt, man soll schon ab und zu das Auto bewegen, sonst steht sich sich kaputt. Oder Blondinen, die den Führerschein nur bekommen haben, weil sie auf dem SChoß des Prüfers gesessen haben.
  8. #117

    ungeduld und fehlender abstand

    Zitat von singlesylvia Beitrag anzeigen
    Zu Ihrem zweiten Satz: In Städten mit mehrspurigen Straßen spielt die Einhaltung des Rechtsfahrgebots keine Rolle, da erstens rechts überholt werden kann und zweitens sich Leute lieber rechtzeitig in die linke Spur einordnen, wenn sie demnächst links abbiegen wollen, als sich kurz vorm Abbiegen zwischenzudrängeln, was alle zum Abbremsen zwingt und somit erst recht einen Stau provoziert.
    endlich schreibt es mal einer! danke.

    auf dem papier: es gilt innerorts auf mehrspurigen straßen freie fahrstreifenwahl.

    in der praxis: die meisten wissen das scheinbar nicht und fahren genau dem, der sich eben rechtzeitig eingeordnet hat und die linke spur benutzt (weil er abbiegen will) fast in den kofferraum.

    hupe, lichthupe und wildes herumfuchteln inklusive. ja klar, SO gehts natürlich plötzlich alles viel schneller.

    und natürlich diejenigen, die sich kurz vor dem abbiegen dazwischenquetschen und den nachfolgenden verkehr aufstauen. egal, macht alle platz, kevin muss jetzt da durch (falls einer der werten mitforisten kevin heißt: entschuldigung.).

    und abschließend das sicherste mittel, um alle nachfolgenden autos in einen stau zu zwingen: immer wieder ist zu beobachten, wie im dichten verkehr möglichst ruckartig auf den vordermann aufgeschlossen wird, um dann möglichst heftig zu bremsen.

    macht gefühlt jeder dritte so. vielleicht wäre eine studie interessant, die aufzeigt, was jemanden zu solchem schwachfug treibt.

    aber das geht dann wohl eher in die richtung zuviel oder zuwenig verhätschelt worden als kind...

    abhilfe schaffen kurzfristig nur ein großflächiges und entsprechend überwachtes tempolimit sowie möglichst hohe spritpreise.

    und schon haben wir ganz im vorbeigehen die staatsfinanzen saniert...
  9. #118

    Mal wieder ...

    Die erwähnten Bezirke haben zusammen 370.000 Einwohner, die Metropolregion wird mit 625.000 Einwohnern angegeben. Also was ist nun die Erkenntnis ? Das außenliegende Bezirke mit der Hälfte der Einwohnerschaft der City ausreichen, die Ausfallstraßen zu verstopfen ? Und das verstopfte Ausfallstraßen dann auch den Rest stark blockieren ? Big Deal kann ich da nur sagen.
  10. #119

    Zitat von 7eggert Beitrag anzeigen
    Ich wohne so, daß ich in meinem Viertel mit dem Fahrzeug (Fahrrad, Mopped) jedes Ziel in 20 Minuten erreichen kann, auch zur "Stau"zeit.

    Um zum Bahnhof zu gelangen, habe ich 15 Minuten Fußweg oder 5 Minuten Bus, dazu 5 Minuten Warten auf die Bahn und 5 Minuten Warten auf den nächsten Bus.
    Ist ja schön für Sie.

    Aber halt nicht jeder kann um die Ecke wohnen und arbeiten. Es soll sogar Ehepaare geben, die arbeiten beide und arbeiten jeweils am anderen Ende der Stadt. Und eine Wohnung in der innenstadt zu bekommen, die auch bezahlbar für den Normalo ist, gleicht schon einem Lotteriespiel.