Skandinavien: Steinzeitfrauen starben bei blutigen Fehden

Greven/ DFG Projekt BlätterhöhleGewalt war in der skandinavischen Jungsteinzeit weit verbreitet - und machte auch vor Frauen nicht halt. Eine Forschergruppe hat die blutigen Auseinandersetzungen anhand der Schädelverletzungen analysiert.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-884034.html
  1. #10

    Schreiend komisch

    Der erste Kommentar zum Thema ist wahrhaft preisverdächtig xD Die Steinzeitmänner müssen ja wahrhaft Wüstlinge gewesen sein! Echt, ich glaube, einige von denen waren geradezu Neandertaler und dazu noch Grobiane! Heutzutage sind die Männer eher so Kräuterlinge oder Weicheierlinge, oder nicht!? Ich habe übrigens den starken Verdacht, dass sich die feigen Steinzeitweiber zum Wegrennen vom bösen 'Wüstling' abwandten und dann eine Kopfnuss mit der Keule bekamen. Herzerfrischender Kommentar. Bitte mehr davon!
  2. #11

    Frauen waren Opfer

    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die Frauen "Kämpferinnen" waren. Ich glaube eher, dass sie weg rannten und dann auf der Flucht von hinten und damit rechts getroffen wurden.
  3. #12

    Nicht aufgepasst

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Weíl sie eine Frau war und weil sich eine Frau immer wieder mal abwendet und dann für kurze Zeit nicht aufpasst?
    Ja, so ging's los mit dem Multitasking.
  4. #13

    Also, ob Sie da so richtig liegen....

    Zitat von Loewe_78 Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mit der These, dass Menschen im Neolithikum sich viel öfter auf nicht so gut ausgebauten Wegen und in nicht sturzsicherer Infrastruktur bewegten, auch öfter vor "tiereischen" Gefahren in unwegsamem Gelände schnell flüchten (und hoch kletternd) flüchten mussten, so dass sie öfter stürzten - und sich hierbei mitunter Verletzungen zuzogen?
    Auf den Verletzungen wird wohl kaum draufstehen "ich rühre von einer Waffe / menschlichen Faust her" oder "ich bin durch einen Sturz auf einen Gegenstand / den Boden entstanden"...
    Ich muß zugeben: Ich bin im "Feindesland" (Gomera) auch schon mal auf der Flucht gestürzt, auf der Flucht vor einem Stinkstiefel im Auto.
    Und regte mich förchterlich auf darüber, daß man dort derart wenig unsere deutsche DIN beachtete, daß ich mich später MIT KOPFVERLETZUNG (die Parallele zum Leserbrief!) im Inselkrankenhaus wiederfand.-
    ABER: wir stolperten nicht zu Zwölfen über das bescheidene Wasserrohr, 10 cm oberhalb OK Gehfläche. UND es waren auch nicht 12 Tollpatsche in diesem Krankenzimmer, sondern nur einer, nämlich ich.
    Wenn ich gesterbst wäre, hätte ich, arm, daselbst ein niedliches Gräblein erhalten (hoffe ich!). Ganz für mich allein.

    Und das widerspricht eigentlich Ihrer These, daß die Spezies damals
    durch die - evtl. miserable - Infrastruktur zu Tode kam. Und wenn doch, dann aber nicht gleich massenhaft.
    Sondern nur die Unglücksraben.
    Und die brauchten dann nicht gleich ein Massengrab.
    Aber im Artikel heißt es ja, man habe die Knochen in Massengräbern gefunden.
    Das spricht also gegen Ihre These.
    Noch ein unbescheidene Bemerkung meinerseits:
    Wenn die dermaßen ungeschickt gewesen wären beim täglichen Über-Land-Gang, würden sich dort oben heutzutage doch bestimmt weniger Menschenwesen befinden: die "ungeschickten Gene hätten doch sicher überlebt...

    Noch eine Anmerkung zur Ehrenrettung der Insel-Blechner:
    Der Vorfall geschah vor über 40 Jahren. Inzwischen ist das Bauwesen dort auch sicherlich weiter..
  5. #14

    Die ganze Argumentation

    geht ja davon aus, dass die Menschen zum Großteil Rechtshänder waren. Dieses "Phänomen" der Rechtshändigkeit ist jedoch erst in jüngerer Zeit aufgetreten, bzw. anerzogen worden.
    In Wahrheit ist es auch heute so, dass viele Menschen im Grunde Linkshänder sind, denen die Rechtshändigkeit anerzogen wurde. Ich bin blos ein Laie, aber gibt es eine alltägliche Arbeit der frühen Menschen, die heute eindeutig zeigt, ob mit der linken oder bevorzugt mit der rechten Hand gearbeitet wurde?
    Logischer erscheint es mir, dass es damals viel mehr Linkshänder gab als heute
  6. #15

    optional

    Mir kommen diese ganzen Schlussfolgerungen immer SEHR gewagt vor. Insbesondere weil man auch bei den Steinzeitmenschen eine Kultur (bestehend aus normativen Verhaltensweisen, ethischer Bewertung von richtig und falsch, rituellen Handlungen usw.) annehmen muss, die extrem verschieden von heutigen Kulturen sein kann.

    Nur ein Denkbeispiel: Man stelle sich vor, dass Männer mit der rechten Hand kämpfen mussten, Frauen aber mit der linken. (Ein wenig vergleichbar mit den mittelalterlichen Regeln zur Benutzung von linken und rechten Händen.) Wenn dann noch die Regeln galten, dass in den ritualisierten Kriegshandlungen Männer Männer und Frauen Frauen angreifen, dann hätte man ebenso eine Erklärung. Vollkommen spekulativ, aber wer kennt schon die damalige Kultur genauer?

    Der Rückschluss auf "moderne archaische Kulturen" ist jedenfalls immer recht gewagt, und man muss sich bewusst sein, dass alles mit einer hohen Unsicherheit behaftet ist.
  7. #16

    ????

    ich gönne ja jedem Wissenschaftler sein Hobby, aber welche Erkenntnis genau ergibt sich jetzt daraus für die Gegenwart? oder welche überhaupt? sind ja alles nur Vermutungen! ?
  8. #17

    wir wollen doch wohl nicht archetypische Tatsachen infrage stellen!

    Zitat von thoreaukrates Beitrag anzeigen
    Woher nehmen Sie bitte Ihre Überzeugung, daß Steinzeit-Männer Wüstlinge waren? ...
    Woher sollten wir denn sonst unseren zivilisatorischen Stolz beziehen? Und bitte nicht vergessen: Sie ist unverhandelbare Grundlage unserer gegenwärtigen feministischen "Erhebung".