Warnung der Bundesbank: Schifffahrtskrise bedroht Banken

dapdDeutsche Banken fürchten die Folgen der Schifffahrtskrise, das zeigte bereits der Rückzug der Commerzbank. Nun warnt die Bundesbank, auch andere Institute könnten in "schweres Fahrwasser geraten". Es geht um Kredite über mehr als 100 Milliarden Euro.

Bundesbank warnt vor Gefahren durch Schifffahrtskrise - SPIEGEL ONLINE
  1. #10

    Zitat von aviv1 Beitrag anzeigen
    mich wundert, dass dieses massive Problem erst jetzt thematisiert wird und von der Bankenaufsicht erkannt wird. Das alles ist spätestens seit 2009 bekannt und die enormen Risiken insbesondere bei NordLB, HSH, KfW und Commerzbank einfach verdrängt worden. Da liegen sicher noch einige (Schiffskredit-)Leichen im Keller...
    Muss doch der Reihe nach gehen.
    Erst Griechenlandanleihen an EZB und Geberstaaten (deren Steuerzahler) weitergeben.
    Gewinne und Boni gesichert!
    Dann um Hilfen fuer schlechte Kredite im Schiffsbau nachsuchen.
    Keine Verluste machen!
    Wunderbar, Boni wieder gesichert!
  2. #11

    Dass alte Spiel

    Zitat von aviv1 Beitrag anzeigen
    mich wundert, dass dieses massive Problem erst jetzt thematisiert wird und von der Bankenaufsicht erkannt wird. Das alles ist spätestens seit 2009 bekannt und die enormen Risiken insbesondere bei NordLB, HSH, KfW und Commerzbank einfach verdrängt worden. Da liegen sicher noch einige (Schiffskredit-)Leichen im Keller...
    Muss doch der Reihe nach gehen.
    Erst Griechenlandanleihen an EZB und Geberstaaten (deren Steuerzahler) weitergeben.
    Gewinne und Boni gesichert!
    Dann um Hilfen fuer schlechte Kredite im Schiffsbau nachsuchen.
    Keine Verluste machen!
    Wunderbar, Boni wieder gesichert!
  3. #12

    Zitat von Paulizei Beitrag anzeigen
    Die Probleme der Schifffahrtsbranche sind sinkende Nachfrage und die großen Neubauzahlen (großer) Containerschiffe und Tanker. Das ist wahrlich nicht mit der Immobilienblase zu vergleichen und in meinen Augen falsch, es überhaupt "Blase" zu nennen. Den Spekulationen auf dem Immobiienmarkt steht in der Schifffahrt "lediglich" ein konjunkturbedingter Verfall der Charterraten gegenüber.
    Tss beim Immobilienmarkt stand den Spekulationen auch nur ein Konjunkturbedingetes Zocken gegenüber!


    So wie das aussieht werden die alten Charterraten wohl für die nächsten 10-20 Jahren reine Illusion bleiben - wo Staaten sparen wird nichts gekauft, nichts hergestellt und muss auch nichts transportiert werden - Nennt sich "Rezession" und ist sicherlich "ein Teil der Konjunktur bedingten Crashs"!

    Es ist einfach das Zocker geschäft - die Banken produzieren "Giralgeld" ohne Ende , das wird den Leuten angedreht als "Einkommen" - dann wollen diese dafür "Zinsen" sehen , und dann wird der gleiche Müll eben wieder anderswo geparkt - damals in "Immobilien" - dann in Versicherungen , jetzt eben mal in Schiffen oder Staatsanleihen!

    Es ist die Illusion das wenn man "Scheingeld" immer schön oft genug im Kreis herumgebewegt das da ein Alien kommt und irgendwann mal was obendrauf legt - aber der Kommt nicht -der hat keine Lust für solchen Unsinn also platzen inzwischen alle diese "Kreiswarteschleifen" für Geld - egal ob man das Immobilien oder Schiffahrtsfond nennt!

    Zinseszins Kapitalanlagen in Fonds sind eines der ältesten Betrugsysteme - weil sie zwangweise nur einem einzigen einen "Gewinn" bringen ,nämlich dem dem mit dem höchsten ZIns, der die vielen Dummen braucht die glauben wie würden nacher mehr haben - in fakt werden sie aber dabei immer ärmer ...

    Kein Wunder das immer mehr "Vermögende" dieses Irrsinnssystem verlassen - das Zocken den Dummen überlassen und sich einfach mit ihren Anlagevermögen da vollkommen raus halten!
  4. #13

    Bankenschelte

    Zitat von Altesocke Beitrag anzeigen
    Muss doch der Reihe nach gehen.
    Erst Griechenlandanleihen an EZB und Geberstaaten (deren Steuerzahler) weitergeben.
    Gewinne und Boni ....
    Zur Erinnerung: Griechenlandanleihen wurden wie alle anderen Staatsanleihen der EU von den Zentralbanken regulatorisch mit Nullrisiko angesetzt. Nichtsdestotrotz wurden die Geschäftsbanken anschließend genötigt, auf die von ihnen gehaltenen Anleihen etwa 60-70% abzuschreiben. Die von der EZB gehaltenen Anleihen haben dagegen noch den Rückzahlungsanspruch in voller Höhe, da sie am Schuldenschnitt bisher nicht beteiligt waren!
  5. #14

    Warnung der Bundesbürger -

    Banken bedrohen unsere Existenz und den inneren Frieden des Landes! Das wäre doch mal ne realitätsnahe Schlagzeile, liebe SPON-Redakteure, oder?
  6. #15

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Tss beim Immobilienmarkt stand den Spekulationen auch nur ein Konjunkturbedingetes Zocken gegenüber! (...)
    Kein Wunder das immer mehr "Vermögende" dieses Irrsinnssystem verlassen - das Zocken den Dummen überlassen und sich einfach mit ihren Anlagevermögen da vollkommen raus halten!
    Ich bin völlig auf Ihrer Seite, dass wir es insgesamt mit einem Irrsinnssystem zu tun haben.

    Auch in der Schifffahrtsbranche gibt es ganz bestimmt schwarze Schafe und einige grundsätzlich schlechte Konzepte. So werden einerseits auch in den kommenden Jahren noch riesige Pötte in Korea vom Stapel laufen, die absehbar niemand benötigt. Das mag sicherlich der Tatsache geschuldet sein, dass mit teils überzogenen Zinsversprechen hantiert wurde. Klar.

    Auf der anderen Seite kenne ich hier in Hamburg und Bremen jedoch viele kleinere Emissionshäuser, die Kapital vorwiegend für kleine "Kapitänsreeder" akquirieren. Damit finanzieren Familienunternehmen und sehr überschaubare Personengesellschaften aus der Region ein zweites, drittes oder vielleicht viertes Schiff. Dabei handelt es sich meist um Schiffe der Feeder-Klasse und häufig MPVs. Auf der Brücke steht da häufig der Sohn oder der Nachbar (kein Witz).

    Dazu kommt, dass es manchmal sogar um Private Placements (ein Person eignet ein ganzes Schiff) oder Finanzierungsmodelle mit sehr geringem oder gar keinem Fremdkapital handelt. Auch das für mich ein Indiz, dass dies keine Fälle von "Zockerei" oder "Blase" sind.

    Ob das anteilig am Gesamtkapital in der deutschen Schifffahrtsbranche nun einen überwiegenden Anteil darstellt oder nicht: Für diejenigen, die so ihr Geld verdienen und auch selbst so anlegen und uns -ganz nebenbei- die Waren ranschippern, tut mir der Verfall der Charterraten jedenfalls leid.

    Man mag mich ruhig einen Pfeffersack schimpfen, aber insofern muss ich wirklich für die vielen ehrlichen Kaufleute in der Schifffahrtsbranche in die Bresche springen.

    Mein Mitleid mit (Groß-)Banken hält sich gleichwohl in sehr engen Grenzen.
  7. #16

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutsche Banken fürchten die Folgen der Schifffahrtskrise, das zeigte bereits der Rückzug der Commerzbank. Nun warnt die Bundesbank, auch andere Institute könnten in "schweres Fahrwasser geraten". Es geht um Kredite über mehr als 100 Milliarden Euro.

    Bundesbank warnt vor Gefahren durch Schifffahrtskrise - SPIEGEL ONLINE
    Dann nichts wie hin und Banken retten, lieber Staat!
    Denn was sind schon 100 Mia. bei bald 2500 Mia. Staatsschulden.