Syrien-Bericht: Uno prangert zunehmende Kriegsverbrechen an

REUTERSIm syrischen Bürgerkrieg gehen die Soldaten von Präsident Assad und Rebellen-Kämpfer immer brutaler gegeneinander vor. Uno-Experten warnen in ihrem neuen Bericht vor den Folgen: Die zerstörerische Dynamik des Bürgerkriegs zerreiße das Land und gefährde künftige Generationen.

Uno prangert zunehmende Kriegsverbrechen in Syrien an - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    ...bisher jegliche Schritte gegen das Assad-Regime im Sicherheitsrat blockiert." Das ist leider nur die halbe Wahrheit. Die ganze müsste lauten: Und die USA haben (in persona Hillary Clintons) jeden ernsthaften Verhandlungsversuch von vorn herein verhindert.
  2. #2

    Ich bin entsetzt.

    Dieser Artikel ist sowas von heuchlerisch, das ist absolut unfassbar.

    Das Fazit dieses UNO-Berichtes war es, dass es "keine Alternative zur friedlichen Lösung gibt" und nicht, dass Assad gewaltsam vor den internationalen Strafgerichtshof gehört. So liest sich das nämlich in diesem Artikel.
    Zudem wird die Schuld dieses Scheiterns China und Russland angelastet, doch wenn wir rückblickend betrachten, dann waren es doch genau diese beiden Länder, welche den friedlichen Weg über Verhandlungen vorgeschlagen haben. Wieso wird im Artikel nicht darauf eingegangen?

    Sowohl die Nato, Opposition als auch die Sunnitisch-Islamischen Länder (S.A., Türkei, Qatar) setzten für Verhandlungen voraus, dass Assad beseitigt wird. Gewalt ist damit die Voraussetzung für friedliche Lösungen, das ist doch das Paradoxon schlechthin.
  3. #3

    Macht.

    Wenn sich Assad nicht so an seine Macht geklammert hätte und sich mit der Gegenseite über einen friedlichen Übergang hätte verständigen können, hätte das nicht so kommen müssen. Man hätte eine Regierung schaffen können, die gemäßigte Interessen vertritt, anstatt einen hasserfüllten Mob zu schaffen. Tja, Chance vertan, Herr Assad. Armes Syrien.
  4. #4

    Länder bennenen

    Man könnte jetzt auch langsam die Länder nennen,
    die Terrorismus unterstützen.

    Irgenwann kommt es doch raus.
  5. #5

    Von außen geschürt

    Zitat von spon-facebook-10000414607 Beitrag anzeigen
    Wenn sich Assad nicht so an seine Macht geklammert hätte und sich mit der Gegenseite über einen friedlichen Übergang hätte verständigen können, hätte das nicht so kommen müssen. Man hätte eine Regierung schaffen können, die gemäßigte Interessen vertritt, anstatt einen hasserfüllten Mob zu schaffen. Tja, Chance vertan, Herr Assad. Armes Syrien.
    Dieser Bürgerkrieg wurde und wird von außen geschürt. Ohne Geld und Waffen aus der Türkei sowie von den Steinzeit-Islamisten aus Katar und Saudi-Arabien gebe es schon längst keinen Bürgerkrieg mehr. Assad ist die letzte Bastion gegen die totale Islamisierung im Nahen Osten und in Nordafrika.
  6. #6

    Zitat von j4ack Beitrag anzeigen
    Dieser Artikel ist sowas von heuchlerisch, das ist absolut unfassbar.

    Das Fazit dieses UNO-Berichtes war es, dass es "keine Alternative zur friedlichen Lösung gibt" und nicht, dass Assad gewaltsam vor den internationalen Strafgerichtshof gehört. So liest sich das nämlich in diesem Artikel.
    Zudem wird die Schuld dieses Scheiterns China und Russland angelastet, doch wenn wir rückblickend betrachten, dann waren es doch genau diese beiden Länder, welche den friedlichen Weg über Verhandlungen vorgeschlagen haben. Wieso wird im Artikel nicht darauf eingegangen?

    Sowohl die Nato, Opposition als auch die Sunnitisch-Islamischen Länder (S.A., Türkei, Qatar) setzten für Verhandlungen voraus, dass Assad beseitigt wird. Gewalt ist damit die Voraussetzung für friedliche Lösungen, das ist doch das Paradoxon schlechthin.
    Entschuldigung. Wo und wann haben sich Russland und Chinas als Friedensengel in Syrien zu erkennen gegeben? Als Assad auf die friedlichen Demonstranten hat schießen lassen und beide Länder jegliche Resolutionen im Sicherheitsrat abgelehnt haben? Oder als Assad sämtliche Journalisten des Landes verwiesen hat, aus Angst es könnte Dinge berichtet werden, die das Regime in so guten Licht stehen lassen? Eine Spezialität von China übrigens. Oder das die russische Regierung immer wieder Waffen in dieses Land liefert? Auf Fotos und in Filmen sehe ich im übrigen keine US Waffen in den Händen der Rebellen. Oder Boden Luftraketen wie seinerzeit in Afghanistan. Oder die Menschenrechtsverletzungen an der Bevölkerung durch das Assadregime, die China und Russland mit ihren Vetos mindestens tolerierten. Warum erwähnen Sie das nicht?
  7. #7

    Ich weiß nicht was sie gelesen haben

    Zitat von j4ack Beitrag anzeigen
    Dieser Artikel ist sowas von heuchlerisch, das ist absolut unfassbar.

    Das Fazit dieses UNO-Berichtes war es, dass es "keine Alternative zur friedlichen Lösung gibt" und nicht, dass Assad gewaltsam vor den internationalen Strafgerichtshof gehört. So liest sich das nämlich in diesem Artikel...
    Tatsache ist, dass aus dem UNHCR-Report eindeutig hervorgeht, dass Regierungssoldaten und mit ihnen verbündeten Milizen erheblich mehr Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen als ihre Gegner....nicht anderes berichtet der Spiegel...was daran heuchlerisch sein soll weiß ich nicht...
  8. #8

    Beide Seiten werden inzwischen

    Zitat von j4ack Beitrag anzeigen
    Dieser Artikel ist sowas von heuchlerisch, das ist absolut unfassbar.

    Das Fazit dieses UNO-Berichtes war es, dass es "keine Alternative zur friedlichen Lösung gibt" und nicht, dass Assad gewaltsam vor den internationalen Strafgerichtshof gehört. So liest sich das nämlich in diesem Artikel.
    Zudem wird die.....
    ähnliche Vergehen zugeschrieben, was ist daran heuchlerisch?
    Anfang 2011 wollte die Opposition Änderungen mit Assad erreichen und das Ausland ausdrücklich aussen vorlassen.
    Seit die Demonstrationen so gewaltsam erstickt werden sollten, ist das Regime Assad als Verhandlungspartner für die grosse Mehrheit der Opposition nicht mehr glaubwürdig. Das haben die Russen schienbar nicht verstanden. ausserdem scheinen die Russen geglaubt zu haben, das das System Assad mit diplomatischer und etwas militärischer Hilfe zB durch Iran, den Deckel auf dem Topf würde halten können. Offenbar eine Fehleinschätzung. Entweder haben sie nicht mit der Unterstützung der Opposition aus sunnitisch-arabischen Ländern gerechnet oder die Kraft des System über und die Opposition unterschätzt.
    Zumindest die westlichen Länder haben sich mangels Gesprächspartnern auf Seiten der Opposition herausgehalten und es weitgehend bei diplomatischen Aktionen belassen.
    Ob das den Syrern am Ende geholfen hat, wage ich zu bezweifeln.

    Die Syrer und Russland hatten Libyen damals als abschreckendes Beispiel, wenn sie jetzt nach Libyen schauen, kommen sie vielleicht ins Grübeln.

    Tripoli welcomes in 17 February | Libya Herald
    The Benghazi rally: well organized, enthusiastic and little cause for alarm | Libya Herald
    Libyans Peacefully Commemorate Second Anniversary, Disappoint those Who Expected Violence

    Es ist nicht alles gut in Libyen, aber um Welten besser als in Syrien.
  9. #9

    Macht (2)

    Wie stellen Sie sich das in Deutschland vor ? Dass die Beamtokratie sich nicht an ihre Macht klammert und den friedlichen Uebergang auf eine demokratische Struktur eroeffnet ?

    Oder haette das so in Syrien funktionieren koennen ? Nein ?