Transatlantische Freihandelszone: Letztes Mittel gegen Chinas Aufstieg

APDas geplante Handelsabkommen zwischen der EU und den USA lässt Transatlantiker jubeln. Endlich setzen die beiden Wirtschaftsmächte des Westens dem Aufstieg Chinas etwas entgegen. Die Amerikaner erwarten also Geschlossenheit von Europa - doch die ist keineswegs sicher.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-883940.html
  1. #130

    Alte Zöpfe

    Zitat von hugahuga Beitrag anzeigen
    man in Hamburg und demnächst in NRW nicht mehr sitzenbleiben kann und wo viel mehr Jugndliche (lt. Löhrmann) das Abitur machen, als es früher der Fall war.

    Merke: Standards nach unten ergibt Zahlen nach oben

    rot/grüne Logik
    Schwarz-Gelbe Logik heisst: Wer arm ist, bleibt ar und soll mangels Bildung einen schlecht bezahlten Drecksjob machen. Wer reich ist, geht auf höhere Schulen und verdient später mit wenig Arbeit sehr viel Geld (bzw. wird dann Doktor wie Schavan, KTG, usw. usw. - die Liste der schwarz-gelben Bildungs-Betrüger ist lang!)

    Nein: dieses Gefasel über angeblich rot-grüne "Gutmenschen" geht mir so langsam auf den Sack: Denn wir können es uns gar nicht mehr erlauben, ca. 1/3 der SchülerInnen per Hauptschulabschluss zu Hartz-IV-Empfängern zu machen, da sie als Hilfsarbeiter nicht mehr gefragt bzw. nicht mehr vermittelbar sind, weil sie zu hiesigen Löhnen im Verhältnis zum chinesischen Wanderarbeiter einfach zu teuer sind.
    Volkswirtschaftlich macht "Sitzenbleiben" definitiv keinen Sinn - pädagogisch sowieso nicht (wie z.B. die Walldof-Schulen zeigen).

    Doch wie Ihr Beitrag zeigt denkt so manch Scharz-Gelber alter Zopf wohl eben: "Wenn ich schon 3 mal sitzengeblieben bin, dann schadet's der Jugend von heute auch nicht!"
    Oder wie ?
  2. #131

    Wenn ich das schon wieder lese...

    Es klingt nicht nur paranoid, sondern ist es wahrscheinlich auch. Für mein Dafürhalten geht das mal wieder in die falsche Richtung. Die Transatlantiker (allen voran wohl wieder die berühmt-berüchtigte "Atlantikbrücke"?) denken wie immer nur in Wettbewerbskategorien. Um jeden Preis soll jedes Land gegen jedes andere, jeder gegen jeden konkurrieren, sich "verkaufen", nie verschnaufen. Luft zum Atmen solls nicht geben. Um einen Wettbewerb der Ideen und Produkte scheints nicht mehr hauptsächlich zu gehen, nur noch um den billigsten Preis. Wie erbärmlich das doch ist.

    Warum aber sollte ein Staat, ein Staatenbündnis oder eine "Freihandelszone" gegen andere Staaten oder Freihandelszonen konkurrieren? Schließlich sollte man annehmen, dass auch in diesen anderen Staaten Kunden der eigenen Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen zu Hause sind. Weshalb also sollten wir sie niederkonkurrieren? Damit sie bei uns nichts mehr kaufen können, weil wir es ja bei ihnen auch nicht mehr können? Welches Interesse sollten andererseits China oder Indien daran haben, uns, also ihre Kunden, in einem solchen Wettkampf in den Boden zu stampfen? Es scheint eine Krankheit zu sein, sich stets in irgendeinem "Wettbewerb" zu wähnen und in einem Fort vor aller Welt beweisen zu müssen, stets der Erste, Beste, Größte, Schnellste zu sein.

    Ha, ha, ha, ich bin schon da... So treibt der neoliberale Ungeist seinen Schabernack. Er muss aufpassen, alsbald nicht als der Dümmste dazustehen: mit seinen uneinbringbaren "Exportüberschüssen" der Superlative.

    Das hat schon was von Selbstbeweihräucherung. Oder ist es bloß ein simpler, wenn auch hartnäckiger Minderwertigkeitskomplex? Auf jeden Fall aber ist es ein furchtbar kindisches, ja narzisstisches Gebaren, das sich hier mal wieder äußert. Erwachsene Menschen, zumal in gehobenen Positionen souveräner Staaten, sollten nicht ständig Nabelschau betreiben und statt des eitlen Blicks in den Spiegel lieber auf ihr Gegenüber schauen, kooperieren, sich gegenseitig respektieren und sich dadurch Luft und Freiräume schaffen, anstatt sich in einem vernichtenden Staaten-Ringkampf am Ende gegenseitig zu strangulieren - auf Kosten und zum Leidwesen der Menschen, die man in den Ring gestoßen hat.

    Es geht hier doch nur darum, Handel zu betreiben? Auch mit China und mit Indien? Das bedeutet schließlich nicht, "Vernichtungskrieg" zu führen, und sei er auch nur wirtschaftlicher Natur. Hat man sowas schon gehört? Der Kunde ist nicht König, sondern Gegner? Warum sollten Unternehmen Angst vor ihren Kunden haben (außer aktuell grad Amazon et. al.)? Warum sollten wir dann aber Angst vor China haben?

    Der "Kuchen", den es zu verteilen gilt, ist doch nicht immerfort derselbe! Um die größten Stücke oder kleinsten Krumen muss man sich nicht streiten. Er und noch viele andere Kuchen können stets aufs Neue (auch mal größer) mit denselben oder anderen, manchmal auch exotischen Zutaten gebacken werden, damit es auch für alle reicht. Ihrer kreativen Innovationskraft sind dabei keine Grenzen gesetzt. Fragen Sie Ihren Bäcker oder Konditor...

    Gruß
    Janna
  3. #132

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    China hat noch nie irgendwelche Imperalistische Tendenzen gezeigt -es gehört zur Tradition das man sich eher von allen "Weltmärkten" abkoppelt wenn einem das auf den Geist geht!
    Was China in Afrika treibt würde ich schon als Imperialismus beschreiben.
    China & Afrika : Starke Konkurrenz für den Westen | Politik | ZEIT ONLINE
    Kampf um Rohstoffe: Waffen, Öl, dreckige Deals - wie China den Westen aus Afrika drängt - SPIEGEL ONLINE
    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Und China hat Agrarprobleme die vor allem immer problematischer werden mit dem Ausbreiten der Wüsten - und das hat wie sie wohl Ahnen etwas mit dem Weltklima zu tun!
    Ansonsten - Ressourcen haben die letztlich genausoviel oder etwas mehr als die USA - daran mangelt es denen nicht wirklich!
    Weltweit versucht China sich Agrarflächen zu sichern.
    Mit Öl und Gas sieht es im Vergleich zu den USA eher mau aus.
    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Der "Resourcenarme Kontinent ist Europa" - ausser Kohle (Bergwerk) ist da nicht viel - und das bricht letztlich Europa da Genick , man muss alles Vorprodukte "einkaufen" - und das kann morgen schon ein wenig zu teuer sein!
    Da bin ich Ihrer Meinung
    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Sich dabei aber mit China anzulegen - einem der grösten Kunden UND Resourcenlieferant für Europa ist ziemlich dumm - Wettbewerb im KO System funktioniert da nicht , China kann faktisch JEDEN aber auch Jeden Preis unterbieten - selbst wenn sie keinen Lohn mehr bekommen und genauso viel Einzahlen würden wären die immer noch billiger!
    Außer den seltenen Erden und eventuell Kohle bezieht meines Wissens Europa nicht sehr viel Rohstoffe aus China.
    China ist auch an einem globalen Handel interessiert, die Wirtschaft Chinas ist auch sehr exportausgerichtet, an einem ernsthaften Handelskrieg sind die Chinesen bestimmt auch nicht interessiert.
    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Chinas Binnenmarkt ist gigantisch , die fertigen keine Mio .. die fertigen gleich mal 100 Mio von einem Produkt , und das was da nebenbei abfällt reicht um ein Europa jeden Markt platt zu machen!
    In der Tat die Größe der chinesischen Wirtschaft ist auf Dauer beängstigend.
  4. #133

    Wer schützt uns vor diesen Lebensmitteln

    ......Themen wie Lebensmittelregulierung und Gentechnik aus den Gesprächen auszuklammern....
  5. #134

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Und welcher Vorteil ergibt sich aus den geringen Staatsschulden Rußlands für uns? Und dass "uns" die russische Kultur näher ist, ist Ihre Meinung, die ich nicht teile. Dafür gibt es jedoch vermutlich auch keine objektiven Kriterien.
    Das Ihnen sowas einfaches wie Stabilität nicht einfällt, zeigt Ihre negative Meinung, gegenüber Rußland. USA muß in regelmäßigen Abstände die Schuldenobergrenze anheben. Ist beiweitem Rohstoff ärmer als Rußland und die Fahrwege sind auch nicht zu unterschätzen.

    Wieso nicht hier auf diesem Kontinent schön zusammen finden, friedlich Handel betreiben usw. usf. Da braucht man keine USA, um glücklich zu werden. Die USA braucht uns aber um glücklich zu werden.
  6. #135

    Fata morgana: Land of the free

    Zitat von chemiesaft Beitrag anzeigen
    Der Ami denkt sich:Die Europäer sollen mal ruhig ihren ganzes Gammelfleisch, ihre Papphäuser(Skandinavien), ihre Waffen, ihre Schrottautos (Renault, FIAT, Peugot(s.h. Pannenstatistik) behalten.

    Selten so einen Dummfug gelesen. USA produziert modernste Medizintechnik, Software, Pharmaprodukte, Flugzeuge, Autos (auch massenweise Deutsche, Elektronik usw. usw. könnte man endlos aufzählen. Google, Apple, IBM, Intel, Microsoft, Facebook, Caterpillar, Ciscosytems, Boing, Medtronic. Die meisten Innovationen kommen nun mal nach wie vor aus den USA und wie es aussieht wird das auch weiterhin so bleiben.
    Super! Modernste Medizintechnik - welcher Kassenpatient kommt hier bei uns denn noch in den Genuss Ihrer modernsten Medizintechnik? Welcher normale Arbeiter kommt in Amerika denn mit dieser Supertechnik in Berührung? - Ich meine außer bei der Produktion, danach jedenfalls nicht mehr. Das gleiche gilt für Ihre tollen Autos/SUVs, überteuerten Apple-Mist - und von Facebook und Google wollen wir gar nicht erst reden.

    Amerika betreibt insbesondere auf dem Software-Markt eine systematische Abschottung und Ausgrenzung aller ausländischen Konkurrenzprodukte. Europäische Hersteller und Firmen werden in USA mit gigantischen Strafzahlungen überzogen für zweifelhafte Übertretungen. Natürliches Saatgut wird wissentlich und mit Absicht verseucht in dem Versuch, die Barrieren gegen diese schleichende Brunnenvergiftung scheibchenweise einzureißen.

    Zuletzt die amerikanische Produktionsweise: Wenn die so weitermachen, wird bald aus USA nur noch investiert und dort höchstens noch geplant und designed. Die Drecksarbeit geschieht dann in den südlichen Hinterhöfen und in Asien. Wie die aussieht, das wissen Sie hoffentlich. Und in USA selber gibt es immer weniger Arbeit - zumindest solche, von denen man eine Familie ernähren kann.
    Eine Produktionsweise auf Teufel komm raus - nur der wird rauskommen! Ist ja schon längst draußen.

    Aber die schlimmsten Exportwaren der USA sind, erstens, deren heillose beton-religiös verbrämte Ideologie, die permanent der Welt mit Phrasen über "Freiheit", "Demokratie", "Selbstbestimmung", "Chancengleichheit", etc. auf die Nerven geht, um damit, zweitens, die andere Ware die sie in alle Welt schicken zu übertünchen: Angriffskrieg, Bombardierungen von Städten, Massenmord, Folter, Verschleppungen, Lügen - oder fällt Ihnen noch etwas ein, was die nicht tun?

    Klar gibt es in USA ausgezeichnete Wissenschaftler - nur die meisten von denen sind doch von ihrem eigenen Land genauso angewidert.
  7. #136

    Was haben die Bürger davon?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das geplante Handelsabkommen zwischen der EU und den USA lässt Transatlantiker jubeln. Endlich setzen die beiden Wirtschaftsmächte des Westens dem Aufstieg Chinas etwas entgegen. Die Amerikaner erwarten also Geschlossenheit von Europa - doch die ist keineswegs sicher.
    Das glaube ich sehr wohl, dass die Transatlantiker jubeln - und die Bürger?
    Wie steht es um die Arbeitsbedingungen und Produktqualität / -sicherheit?
    Wessen Standards werden der Maßstab sein? Der mühsam erreichte Europas oder der "Segen" multinationaler Konzerne? Wie sieht es mit der Gleichberechtigung der Währung aus, wird es eine gemeinsame Politik geben oder ist der dollarbasierte Handel ein Muss?
    Was passiert mit den Leistungsbilanzdefiziten - in den USA werden diese jährlich in den FED-Bezirken bzw. Bundesstaaten wertmäßig ausgeglichen, sollen diese wie TARGETII stetig wachsen?
    Denkbar, weil gut aufzubewahren, wäre 1g Silber für 1kg Kartoffeln ;-)
  8. #137

    Na wie jetzt?

    Zitat von DerKritische Beitrag anzeigen
    Welche amerik. Literatur?
    Es gibt sie doch praktisch gar nicht. Sicher
    wenn sie Mikey Mouse dazuzählen schon, aber ich meinte
    eigentlich doch etwas anderes.
    Amerikanische Literatur

    denken.. ;-)