Transatlantische Freihandelszone: Letztes Mittel gegen Chinas Aufstieg

APDas geplante Handelsabkommen zwischen der EU und den USA lässt Transatlantiker jubeln. Endlich setzen die beiden Wirtschaftsmächte des Westens dem Aufstieg Chinas etwas entgegen. Die Amerikaner erwarten also Geschlossenheit von Europa - doch die ist keineswegs sicher.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-883940.html
  1. #1

    Importe aus den USA ohne Zollaufschlag? Das wird aber ein herber Schlag für die Eletronikindustrie die aus $-Preisen ja gerne €-Preise macht.

    Eiföhn für $700 statt 700€? Da werden aber Gewinnmargen schmelzen.
  2. #2

    Letztes Mittel gegen Paranoia

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Transatlantische Freihandelszone: Letztes Mittel gegen Chinas Aufstieg
    ....

    Freihandelszone mit USA: Europa muss Geschlossenheit zeigen - SPIEGEL ONLINE
    Sein Sie doch froh, wenn China "aufsteigt." Statt über "Gegenmittel" zu sinnieren, sollten Sie lieber schön brav sein, dann bekommen Sie vielleicht auch eine Krume.
  3. #3

    ...

    Um es mal chinesisch zu sagen : Wenn Du jemanden nicht besiegen kannst, verbünde Dich mit ihm.

    Nichts gegen eine "atlantische" Freihandelszone zu den richtigen Bedingungen (Wieso z.B. bekommen die USA unsere Konto- und Flugdaten, wir aber nicht die der US-Bürger ?). Aber wir sollten eher sehen, daß wir gute Beziehungen zu China, Indien, Rußland und Brasilien bekommen. Die USA sehen eh immer nur auf ihren eigenen Vorteil (wie alle anderen auch), da muß man nicht auf "Freundschaft" machen. Gerade die Versuche, die EU zu spalten, indem mit Italien, Polen und Spanien gegen DE etc. kolaboriert wurde (welcher Krieg war das gleich wieder), deuten nicht auf faire Partnerschaft hin. Wäre mir recht, wenn DE freundlich und weltoffen, im großen Ganzen aber neutral agierte, wie andere erfolgreiche Staaten (Skandinavien, Schweiz, ...).
  4. #4

    Natürlich ist die vorgeschlagene

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das geplante Handelsabkommen zwischen der EU und den USA lässt Transatlantiker jubeln. Endlich setzen die beiden Wirtschaftsmächte des Westens dem Aufstieg Chinas etwas entgegen. Die Amerikaner erwarten also Geschlossenheit von Europa - doch die ist keineswegs sicher.

    Freihandelszone mit USA: Europa muss Geschlossenheit zeigen - SPIEGEL ONLINE
    und von interessierter Seite in Deutschland bejubelte Transatlantische Freihandelszone der Versuch, China draußen vor zu lassen.

    Aber nicht nur China, allen anderen aufstrebenden Staaten genauso.

    Es handelt sich hier also wieder mal um eine protektionistische Maßnahme der USA (und der EU), und ich bin gespannt, wie lange sich der Rest der Welt das noch gefallen läßt.
  5. #5

    uninteressant

    Eine solche "Wirtschafts-Nato" ist für die deutsche Wirtschaft eher uninteressant. Was wollen uns die Amerikaner bieten was wir nicht schon hätten? Die Welt klagt doch jetzt schon über die gigantischen deutschen Exportüberschüsse. Der deutsch-amerikanische Warenumsatz wird innerhalb der gesamten Außenhandelsbilanz von Jahr zu Jahr unwichtiger und angesichts der in weiten Teilen maroden US-Wirtschaft ist da auch keine Trendumkehr in Sicht.
    Für unserer künftigen Wohlstand ist eine Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen mit den Wachstumsregionen der Gegenwart und Zukunft viel wichtiger.
    Also eine umfassende eurasische Partnerschaft bei Ausbau der Beziehungen zu Lateinamerika.
    Transatlantismus ist sowas von 20.Jahrhundert und hat in keiner Weise Antworten auf die Fragen der Zukunft zu bieten. Wir sollten diese anachronistische Denkschule zusammen mit den noch verbliebenen Kalten Kriegern aussterben lassen.
  6. #6

    Zitat von spon
    Viele verstehen die Handelskooperation auch, so pathetisch das klingt, als Versuch, die Idee des "gemeinsamen Westens" zu bewahren, an die der ehemalige Herausgeber der "Zeit", Theo Sommer in Harvard erinnerte: "In 50 Jahren wird es etwa 500 Millionen Europäer und 500 Millionen Amerikaner geben - und acht bis neun Milliarden Bürger in anderen Weltregionen."
    naja, vielleicht sind's dann eher 500 Millionen katholische Latinos auf der einen und 500 Millionen Araber auf der anderen Seite, die dann aber auch gar nichts verbindet.
  7. #7

    Das eigentliche Problem...

    Die europäische Einigungeinschließlich Rußland wäre wirtschaftlich sinnvoller, denn was wollte man in den USA aufbauen und woher die Bodenschätze nehmen, die uch die nicht haben. Doch die Atlantiker werden es schon richten, denen ist das europäische Sozialsystem ja der größte Dorn im Auge und das Interesse de US-amerikanischen Finanzoligarchie eine Herzensangelegenheit...
  8. #8

    China zerfällt innerlich. klar momentan sieht es beängstigend aus, wie groß die chinesische Bevölkerung ist. aber wer in China war weiß dass das Land zerfallen ist. Hunger, instabile Infrastruktur und Wirtschaft praegt weite teile Chinas. klar es gibt Metropolen, aber es sind die Ausnahme.
    die muslimisch geprägten laender und Russland muss sich mit China auseinander setzen. bereits heute pachtet China Unmengen Landwirtschaftsflaechen in Afrika und nimmt den Syrern die Nahrung weg. auch die afghanischen und irakischen Ölfelder sind bereits in chinesischer Hand. und China selbst braucht auch Platz, weshalb es früher oder später zu territorialen Krämpfen kommen muss.
  9. #9

    Das wird toll....

    Genfood, Tod der Zuckerindustrie, Privatisierung der Wasserversorgung, Zangsmilitarisierung nur Vorteile für Europa. Ein Eurasisches Zweckbündnis künnte da viel interessanter sein.