Mittagspause in Paris: 22 Minuten und ein voller Bauch

Stéphanie SouronMahlzeit! Viele sehnen die Mittagspause herbei - und stressen sich dann doch mit einem schnellen Teller in der Kantine oder einem Sandwich vor dem Computer. Was machen eigentlich Europas Feinschmecker, die Franzosen, um 13.00 Uhr? Ein Mittag in Paris.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-882278.html
  1. #10

    Baske

    Kann mich dem Kölsch-Bretonen als Basken-Meenzer nur anschliessen. Mittagspause und Restaurantbesuch sind auch bei uns im Baskenland heilig und die Restaurants gut besucht. Dafür sind wir auch bis zum späten Nachmittag im Büro und hauen auch Freitags nicht schon um 12H00 ab. Na ja, alles was mit Genuss und Gemütlichkeit zu tun hat erscheint unseren ehemaligen Landsleuten suspekt. Dummes Gebabbel von "nicht mehr zeitgemäss" etc. Die Mittagspause ist familienfreundlich, man kann sie auch zum Einkaufen oder für sportliche Aktivitäten nutzen und im Sommer kann ich wenn die Kunden in Deutschland im Büro schwitzen einen Sprung in den Atlantik machen. Leben wie Gott in Frankreich eben...
  2. #11

    Zitat von bretone Beitrag anzeigen
    Denn hier in der Bretagne (und erfahrungsgemäß auch in Restfrankreich) ist die Mittagspause sehr wohl noch eine ehrenwerte und nach wie vor unantastbare Institution.
    Ich lebe und arbeite seit 18 Jahren in Frankreich (im norden, habe Lille) und hier ist die Mittagspause auch gehetzt. Wenn das in der Bretagne anders ist, erklärt das vielleicht, warum die Bretagne wirtschaftlich so hinterherhechelt ... ausser Schweinen und Touristen gibt es da ja auch nix!
  3. #12

    schöne, neue Welt ....

    Man hat die Kultur auf dem Altar der New Economy geopfert. Damit alles super effizient und die Waren konkurrenzfähig billig sind, machen alle mit und verabschieden sich von einem würdevollen Lebensstil. Ja, in Anlehnung an alles andere, wird auch euer Leben gehorsamst billig, billig, billig .....
  4. #13

    Was ich immer schon geglaubt habe...

    ist, dass die französische Küche gnadenlos überbewertet ist. Zumal fast jedes Gericht ernährungsphysiologisch schlecht, zu fettig und mit zu viel Fleisch ist.
  5. #14

    also, woher das

    herkommt ist mir voellig schleierhaft. ich will mich nicht als weltenbummler bezeichnen aber so schlecht (und teuer) wie in frankreich hab ich noch niergends gegessen. ich war nun schon mindestens zehnmal dort und auch an verschiedenen plaetzen, von paris ueber lion, am mittelmeer oder an der atlantikkueste... immer war es enweder roh, zaeh oder verkocht. die spanier und erst recht die iralener sind den franzosen meilenweit voraus und selbst die skandinavier und balkanesen koennen den franzosen noch viel beibringen. auch usa, das als kulinarische wueste gillt hat sene vorteile - staeks wie da gibt es kaum wo anderst - eventuell in suedafrika oder namibia... die rinder dort haben ein ganz besonderes aroma.das einzige ist kaese - das koennen sie gut. wirklich gut.
  6. #15

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Komplette Abteilungen saßen irgendwo im Bistro beim "Menü du Jour".

    Mittagspausen-Rituale in der Welt: Um 13.00 Uhr in Paris - SPIEGEL ONLINE
    Ein Schild mit dieser Aufschrift würde ich gerne mal sehen. Steht so was neben einem »Büro de tabac«?
  7. #16

    Kaffee ist zu heiss

    Das ist natürlich ganz schlecht. Kann man ja verlangen, dass der in der individuell perfekten Themperatur aus dem Automaten kommt.
  8. #17

    Hat viel gebracht...

    Wie sinnvoll es ist, alles der Arbeit unterzuordnen, sich den angeblichen "Realitäten" anzupassen und etwa, wie hier beschrieben, die Mittagspausen zu reduzieren, sehen wir ja insbesondere an der Wirtschaftslage Frankreichs... Und D steht auch nur wegen bestimmter Industrien und einem vorteilhaften Marktumfeld (noch) ganz gut da.
  9. #18

    Frites et .....

    In Paris habe ich in einem Bistro nähe Garde de l'est gegessen, wo fast nur Franzosen einkehrten.
    Es gab fast nur Steak frites oder poulet frites und sogar danach Camembert mit baguette und Butter !
    Und es hat immer geschmeckt !
  10. #19

    ...

    Moysset ist der Chef der Messerfabrik "Forge de Laguiole", sie stellen dort die berühmten Messer in Handarbeit her und verschicken sie in die ganze Welt. Moysset bestellt als Vorspeise eine Wurstplatte, dann ein Steak vom Aubrac-Rind mit Aligot, einer monströsen Mischung aus Kartoffeln, Crême fraîche und Käse. Moysset sagt, wenn er sich etwas wünschen dürfte, dann wäre das eine Welt mit weniger Fast Food. "To go ist furchtbar."

    Tja, dann soll er mal seine Angestellten weniger ausbeuten und ihnen eine ordentliche Mittagspause einräumen, dann gibt sich das mit dem Fastfood.

    Mal ehrlich...muß sich inzwischen jeder dritte SPON-Artikel mit den Problemen von Reichen befassen, während der große Rest vor die Hunde geht?