Mittagspause in Paris: 22 Minuten und ein voller Bauch

Stéphanie SouronMahlzeit! Viele sehnen die Mittagspause herbei - und stressen sich dann doch mit einem schnellen Teller in der Kantine oder einem Sandwich vor dem Computer. Was machen eigentlich Europas Feinschmecker, die Franzosen, um 13.00 Uhr? Ein Mittag in Paris.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-882278.html
  1. #1

    optional

    Wie, wo und was essen denn die Angestellten des Herrn Moysset? Vermutlich nicht alle gemütlich Steak mir Vorspeile und Dessert und schön jeweils allein mit dem Auto hin fahren.
  2. #2

    k.T.

    Die französische Küche ist eh überbewertet. Wahrscheinlich genauso ein Klischee wie Paris als "Stadt der Liebe".
  3. #3

    optional

    Zitat:"... unantastbar wie der Rotwein zum Roquefort." Wer hat denn den Unsinn verbrochen. Mindestens so gerne wird zum Roquefort ein Sauternes oder Montbazillac (beides süße Weißweine!) genommen.
  4. #4

    ....

    Zitat von Berliner42 Beitrag anzeigen
    Die französische Küche ist eh überbewertet. Wahrscheinlich genauso ein Klischee wie Paris als "Stadt der Liebe".
    kommt drauf an wo Sie essen.

    Schade, dass es in Europoa noch nicht den wirklich feinen Salatdienst SUMO (Australien ) gibt.
  5. #5

    Kantinenessen halt,

    das ist dort auch nicht anderst als bei uns und 2 Stunden Mittagspause in unserer globalen Welt das war einmal.
  6. #6

    Aus der Distanz geschrieben ...

    ... hat der Autor wohl diesen Beitrag. Als in der Bretagne lebender Kölsch-Bretone stieß mir dieser Artikel natürlich entsprechend auf. Denn hier in der Bretagne (und erfahrungsgemäß auch in Restfrankreich) ist die Mittagspause sehr wohl noch eine ehrenwerte und nach wie vor unantastbare Institution.
    "22 Minuten" zu Mittag? Das waren wohl Leiharbeiter bei Amazon ;-)
    Um Punkt 12 läßt noch immer die weitesten Teile der arbeitenden Bevölkerung alles stehen und liegen und genießt, zumal bei gutem Wetter, in vollen Zügen und bis zur letzten Minute (und manchmal darüber hinaus), die Pause. Ob dabei nun das Baguette-Sandwich oder das Châteaubriant auf dem Menü steht, ist zweitrangig; es geht um das entspannte Miteinander und den Austausch. 'Auf die Hand' gibt es, außer bei amerikanischen FastFood-Ketten eh kaum etwas - versuchen Sie mal in Paris eine Portion Pommes Frites mit Bratwurst zu bekommen - mal eben zwischen Tür und Angel und dann bloß schnell zurück zur Arbeit - das, liebe Zeitgenossen, ist eine typisch deutsche Untugend. Hier jedenfalls ist sie Gottseidank vernachlässigbar ...

    Bon appétit - mit Ruhe und Genuss! Mit lukullischen Grüssen, der Kölsche Bretone.
  7. #7

    Genau!

    Zitat von w.o. Beitrag anzeigen
    Zitat:"... unantastbar wie der Rotwein zum Roquefort." Wer hat denn den Unsinn verbrochen. Mindestens so gerne wird zum Roquefort ein Sauternes oder Montbazillac (beides süße Weißweine!) genommen.
    Rotwein zum Blauschimmelkäse ist doch stinklangweilig. Auch mal probieren: Gorgonzola (den scharfen) und Passito di Caluso.
  8. #8

    Nicht der einzige Lapsus

    Zitat von w.o. Beitrag anzeigen
    Zitat:"... unantastbar wie der Rotwein zum Roquefort." Wer hat denn den Unsinn verbrochen. Mindestens so gerne wird zum Roquefort ein Sauternes oder Montbazillac (beides süße Weißweine!) genommen.
    Stimmt vollkommen
    Über das Geschäft reden sie beim Essen allerdings nicht, das ist tabu.
    Über das Geschäft wird nach dem Dessert, also zum Kaffee gesprochen, der Bestandteil eines französischen Menus ist.

    Er kümmert sich dort um den Internet-Auftritt von Spülmaschinen und Kühlschränken.
    Naja, Herr Millet gehört mit seinen 33 Jahren zur Generation der Internet Nerds, die sich vorzugsweise von Pizzen ernähren.
    Da war die Mittagspause in Frankreich ein Anker im Arbeitsalltag, unantastbar wie der Rotwein zum Roquefort. Sie dauerte oft volle zwei Stunden: Zwischen 12 bis 14 Uhr ging in französischen Betrieben nicht mal die Sekretärin ans Telefon. Komplette Abteilungen saßen irgendwo im Bistro beim "Menü du Jour": Vorspeise, Hauptgang, Dessert, dazu ein Glas Rotwein und hinterher natürlich Kaffee. Ohne Espresso stehen Franzosen nicht vom Tisch auf.
    Das gilt heute für die Provinz (also ausserhalb des Pariser Ballungsraumes) immer noch. Da trifft sich dann die ganze Familie zum gemeinsamen Mittagessen, denn die Kinder kommen in der Zeit aus der Schule.
  9. #9

    Die französischen Jungs, mit denen ich in Irland zusammengearbeitet hab, haben sich zum Mittag immer schön die Heinz & Weightwatchers Fertiggerichte mitgenommen. "Kulinarisch Wertvolles" gab's nur dann, wenn Mama und Papa ein Carepaket aus der Heimat geschickt haben. Da war die ein oder andere Leckerei drin, auch wenn ein Käse, ich weiss nicht mehr welcher, für meine Teutonennase doch sehr unangenehm "geduftet" hat.