Gehaltsreport: Unterm Strich wird's weniger

CorbisWer wenig verdient, konnte sein Gehalt zuletzt überdurchschnittlich steigern. Doch das macht Deutschland nicht zum Land der knallenden Korken. Jeder vierte arbeitet befristet, jeder fünfte ist Niedriglöhner. Und die Inflation sorgt weiter für sinkende Reallöhne.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-883643.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer wenig verdient, konnte sein Gehalt zuletzt überdurchschnittlich steigern. Doch das macht Deutschland nicht zum Land der knallenden Korken. Jeder vierte arbeitet befristet, jeder fünfte ist Niedriglöhner. Und die Inflation sorgt weiter für sinkende Reallöhne.
    "Im internationalen Vergleich sieht Deutschland damit schlecht aus." So ist es, Arbeitnehmer in Deutschland sind in Europa die ganz großen Verlierer. Leider ist das an den Stammtischen noch nicht angekommen, dort denken immer noch viele, Deutschland geht es gut, Deutschland ist der Gewinner des Euro und blablabla. Die Wirklichkeit ist eine andere. Besonders der Euro hat D zu einem Land der sinkenden Reallöhne gemacht. Für Rentner ist die Kaufkraft sogar um 20% gefallen.
    Und wer will, dass das so bleibt, muss Steinbrück und Trittin wählen, die haben mit Hartz4 die Rahmenbedingungen gesetzt, mit freudlicher Unterstützung von Schwarzgelb.
  2. #2

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Besonders der Euro hat D zu einem Land der sinkenden Reallöhne gemacht.
    Nein, das hat mit dem Euro nichts zu tun. Schon eher mit einer verfehlten Lohn- und Arbeitspolitik. Das einzige was Sie eventuell dem Euro anlasten können -mal salopp gesprochen- ist dass bei der Einführung die Preise verdoppelt wurden und die Gehälter gleich geblieben sind.


    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Und wer will, dass das so bleibt, muss Steinbrück und Trittin wählen, die haben mit Hartz4 die Rahmenbedingungen gesetzt, mit freudlicher Unterstützung von Schwarzgelb.
    Oder er wählt schwarz-gelb, die unternehmen nämlich überhaupt nichts um die bekannten Mängel von H4 zu beheben. Übrigens hat Steinbrück dies zumindest mal in Aussicht gestellt.
  3. #3

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    "Im internationalen Vergleich sieht Deutschland damit schlecht aus." So ist es, Arbeitnehmer in Deutschland sind in Europa die ganz großen Verlierer. Leider ist das an den Stammtischen noch nicht angekommen, dort denken immer noch viele, Deutschland geht es gut, Deutschland ist der Gewinner des Euro und blablabla. Die Wirklichkeit ist eine andere. Besonders der Euro hat D zu einem Land der sinkenden Reallöhne gemacht. Für Rentner ist die Kaufkraft sogar um 20% gefallen.
    Und wer will, dass das so bleibt, muss Steinbrück und Trittin wählen, die haben mit Hartz4 die Rahmenbedingungen gesetzt, mit freudlicher Unterstützung von Schwarzgelb.
    Nicht nur die Arbeitnehmer und die Rentner sind die großen Verlierer, sondern auch, und dies extrem, die Freiberufler. Architekten, Apotheker, Ärzte, Rechtsanwälte können seit einigen Jahren von ihrem Einkommen keine Familie mehr ernähren. Alle Berufsgruppen, die über eine Gebührenverordnung abrechnen müssen. Der Gesetzgeber läßt diese Berufsgruppen bewußt am langen Arm verhungern.

    Der einzige Vorteil: Unsere Kinder haben eine schöne Schulzeit, weil keinen Leistungsdruck. Denn eines haben wir gelernt: Leistung lohnt sich nicht mehr, Lernen auch nicht, das Risiko der Selbständigkeit auch nicht.

    Schöne neue Welt!
  4. #4

    Alles sehr traurig

    aber Frau von der Leyen hat ja die Spitze des Eisberges entdeckt und verlangt von Amazon Aufklärung (wieso kann man diesen Artikel nicht kommentieren?) - was soll das raus kommen? Was geht, das wird gemacht ! Kein Wunder, dass es immer weniger Kinder gibt, aber Hauptsache UvdL kümmerte sich um Akademiker-Mütter. Leider sind die Alternativen wenig aussichtsreich...
  5. #5

    kein Mitlein

    Zitat von La Bomba Beitrag anzeigen
    Nicht nur die Arbeitnehmer und die Rentner sind die großen Verlierer, sondern auch, und dies extrem, die Freiberufler. Architekten, Apotheker, Ärzte, Rechtsanwälte können seit einigen Jahren von ihrem Einkommen keine Familie mehr ernähren. Alle Berufsgruppen, die über eine Gebührenverordnung abrechnen müssen. Der Gesetzgeber läßt diese Berufsgruppen bewußt am langen Arm verhungern.

    Der einzige Vorteil: Unsere Kinder haben eine schöne Schulzeit, weil keinen Leistungsdruck. Denn eines haben wir gelernt: Leistung lohnt sich nicht mehr, Lernen auch nicht, das Risiko der Selbständigkeit auch nicht.

    Schöne neue Welt!
    Bitte belästigen Sie jetzt nicht die Leserschaft mit Krokodilstränen für die dreistesten Lobbyistengruppen der Republik, wozu ich vor allem Apotheker, Ärzte und Rechtsanwälte zähle. Gerade Apotheker und Ärzte können den Hals nicht vollbekommen, und Anwälte sorgen schon auf Grund ihrer grossen Anzahl im Bundestag dafür, dass sie genügend Arbeit durch immer kompliziertere Gesetze und Vorschriften haben, woran der Normalbürger verzweifelt. Hinzu kommen die tollen Verdienstmöglichkeiten z.B. als widerwärtiger Abmahnanwalt.

    Übrigens lebe ich in der Schweiz (seit 2010), und dort ist die Zahl der Rechtsverdreher gemessen an der Grösse der Bevölkerung nur ein Sechstel der Anzahl der Rechtsanwälte in Deutschland. Und ich halte die Schweizer Gesellschaft durchweg für besser als die von Prozesshanseln und dreisten Rechtverdrehern verseuchte Deutsche Gesellschaft.
  6. #6

    optional

    Warum erwähnt der Artikel nicht die Tatsache, dass unter Rot-Grün der Spitzensatz der Einkommensteuer in 3 Schüben von 53 % auf sensationelle 42 % gedrückt wurde.
    Rot-Grün hat die Einkommensungleichheit in unverantwortlicher Weise gefördert.
  7. #7

    Zitat von bkambeck Beitrag anzeigen
    Warum erwähnt der Artikel nicht die Tatsache, dass unter Rot-Grün der Spitzensatz der Einkommensteuer in 3 Schüben von 53 % auf sensationelle 42 % gedrückt wurde.
    Rot-Grün hat die Einkommensungleichheit in unverantwortlicher Weise gefördert.
    Wer Arbeiter ist und rot-grün wählt, hat auch selber schuld.

    Die SPD ist schon lange keine Arbeiterpartei mehr und die Grünen waren es noch nie. Diese Parteien bestehen doch zum größten Teil aus Beamten in höheren Dienst und gut verdienenden Angestellten.

    Die beruhigen ihr soziales Gewissen durch Forderungen nach höherem H4 und das war es. Die Probleme einer normalen Arbeiterfamilie gehen denen dagegen am Hintern vorbei.

    Deshalb ist doch die CDU in den letzten Wahlen überall stärkste Fraktion geworden. Die einzige Alternative die in Deutschland für normale Arbeitnehmer geblieben ist. Was nicht viel bedeuten will, aber immerhin.
  8. #8

    Lustig

    Zitat von La Bomba Beitrag anzeigen
    … Apotheker, Ärzte, Rechtsanwälte können seit einigen Jahren von ihrem Einkommen keine Familie mehr ernähren.
    Das ist ein Scherz, oder?
  9. #9

    So ein Unsinn

    Zitat von La Bomba Beitrag anzeigen
    Leistung lohnt sich nicht mehr, Lernen auch nicht, das Risiko der Selbständigkeit auch nicht.
    Diese Verallgemeinerung ist absoluter Blödsinn. Ich habe mich 2004 selbständig gemacht und das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.