Bilanz der Biathlon-WM: Krachendes Debakel, kleine Hoffnung

DPANur zwei Medaillen, das schlechteste WM-Abschneiden seit 36 Jahren: Die Titelkämpfe in Nove Mesto waren für die deutschen Biathleten eine Enttäuschung. Doch so mies sieht es für die Zukunft gar nicht aus, zumindest bei den Frauen.

http://www.spiegel.de/sport/wintersp...-a-883947.html
  1. #1

    Schlechteres Anschneiden "unserer" Biathleten, mögliche Ursachen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nur zwei Medaillen, das schlechteste WM-Abschneiden seit 36 Jahren: Die Titelkämpfe in Nove Mesto waren für die deutschen Biathleten eine Enttäuschung. Doch so mies sieht es für die Zukunft gar nicht aus, zumindest bei den Frauen.

    Biathlon-WM: Ernüchterndes Fazit der DSV-Athleten - SPIEGEL ONLINE
    Man traut sich kaum, es zu sagen: Auch Biathlon ist eine Ausdauersportart, wo Methoden, bei denen die Anzahl roter Blutkörperchen erhöht wird - EPO u.a. sowie Eigenblut-Transfusion - die Ausdauerleitung massiv erhöhen können.

    Wenn nun "unsere" Athleten schlechter, als sonst, abschneiden, könnten z.B. ja die anderen, weil ja "Weltmeisterschaft" ist, einfach mehr für ihre roten Blutkörperchen getan haben. Wenns so wäre, würden unsere Athlet(Inn)en doppelt bestraft: einmal, weil sie hinterher laufen, zum Anderen, weil die Presse über sie herfällt. Mal wieder entsteht dann der Druck, auch zu dopen, alles schon dagewesen.

    Apropos, erinnere ich mich richtig? waren es nicht Skilangläufer aus Österreich, die bei der Olympiade in Turin(?) von einem Kamerateam beim Blutdoping gefilmt wurden? Und wars Herrn Mühlbeck(?), der unter spanischer Flagge Skilanglauf-Gold gewann, aber noch während der Wettkämpfe des Dopings überführt wurde?
  2. #2

    Artikel sagt alles

    Wer oft danneben schießt gewinnt eben keinen blumentopf. die mediale konzentration auf gössner ist zudem eher eine lachnummer. da erläuft sich henkel eine silbermediale und wird in einem 20 sekunden interview abgefrühstückt ...
    gössner dagegen gewinnt nichts und bekommt ein eigenes portrait... und live interviews am abend.
    da stelle ich mir dir frage, um das gehts da ... ein nettes gesicht oder um leistung?!

    klar mit 22 ist noch viel potenzial da - aber man sollte sich hüten eine sportlerin in den himmel zu loben (wie bei ard und zdf) geschehen, die nicht in der lage ist zugewinnen.

    ich finde das ärgerlich und nervig und das gilt gerade für den frauenprofisport.

    wenn moderatoren sowas sagen wir "das highlight kommt zum schluss" (Männermassenstart) dann finde ich das etwas "merkwürdig".

    dennoch - sportlich leistung sollte im fordergrund stehen - gleichgültig welche haarfarbe und was für ein lächeln.

    die modertoren sollen vielleicht mal anfangen nicht immer nur die kleinen niedlichen mädels zu hofieren, sondern die leistungsträger entsprechend zu würdigen.

    mich ärgert sowas ... und letztlich ist auch das sexistisch!
  3. #3

    .

    Zitat von zoon.politicon Beitrag anzeigen
    Man traut sich kaum, es zu sagen: Auch Biathlon ist eine Ausdauersportart, wo Methoden, bei denen die Anzahl roter Blutkörperchen erhöht wird - EPO u.a. sowie Eigenblut-Transfusion - die Ausdauerleitung massiv erhöhen können.

    Wenn nun "unsere" Athleten schlechter, als sonst, abschneiden, könnten z.B. ja die anderen, weil ja "Weltmeisterschaft" ist, einfach mehr für ihre roten Blutkörperchen getan haben. Wenns so wäre, würden unsere Athlet(Inn)en doppelt bestraft: einmal, weil sie hinterher laufen, zum Anderen, weil die Presse über sie herfällt. Mal wieder entsteht dann der Druck, auch zu dopen, alles schon dagewesen.

    Apropos, erinnere ich mich richtig? waren es nicht Skilangläufer aus Österreich, die bei der Olympiade in Turin(?) von einem Kamerateam beim Blutdoping gefilmt wurden? Und wars Herrn Mühlbeck(?), der unter spanischer Flagge Skilanglauf-Gold gewann, aber noch während der Wettkämpfe des Dopings überführt wurde?
    Schön das Sie dieses Dilemma ansprechen. Ich finde es mehr als nur ekelhaft, dass sich die Presse auf allen Ebenen derart kritisch über die Leistung äußert. Der Druck zu dopen könnte dadurch steigen obwohl ich aus der Ferne z. B. eine Gössner nicht so einschätze. Und manchmal tun wir hier in Deutschland so, als hätten unsere Athleten ein Erbrecht auf Edelmetall. Ich will eigentlich nur sehen, dass der jeweilige Athlet alles aus sich heraus holt und wenn dann eben andere Sportler besser sind, dann ist es eben so. Ich kann mich in Sachen Biathlon auch über das tolle Duell Svendson vs. Fourcarde freuen. Schöner Sport eben.
  4. #4

    Bild sagt alles

    und wieder die kleine blonde als titel ... wie gehabt, die tv berichterstattung setzt sich fort.

    anstelle ein anderes bild zu nehmen und einen anderen titel - lieber das blonde mädel... nee schon klar!

    blond verkauft sich eben gut - das war ja schon bei der neuner so, die man sich nun noch immer bier anpreisend angucken darf....

    Danke ..
  5. #5

    Zitat von zoon.politicon Beitrag anzeigen
    Wenn nun "unsere" Athleten schlechter, als sonst, abschneiden, könnten z.B. ja die anderen, weil ja "Weltmeisterschaft" ist, einfach mehr für ihre roten Blutkörperchen getan haben.
    Ja klar, nur wenn Neuner gewinnt, dann koennte das damit natuerlich ueberhaupt nichts zu tun haben. Ist schon erstaunlich, wenn Deutsche gewinnen, dann ist alles bestens, laufen sie hinterher, genau in dem Moment fangen alle anderen an zu dopen, vorher natuerlich nicht.
  6. #6

    Potential

    Zitat von gifmemore Beitrag anzeigen
    Wer oft danneben schießt gewinnt eben keinen blumentopf. die mediale konzentration auf gössner ist zudem eher eine lachnummer. da erläuft sich henkel eine silbermediale und wird in einem 20 sekunden interview abgefrühstückt ...
    gössner dagegen gewinnt nichts und bekommt ein eigenes portrait... und live interviews am abend.
    da stelle ich mir dir frage, um das gehts .....
    Die Fokussierung auf Gössner könnte aber neben ihrem Aussehen auch einfach damit zu tun haben, dass sie einfach von den deutschen Sportlern das größte Potential hat und die größten Hoffnungen auf ihr geruht haben. Dies hat sie vor der WM mit ihren Siegen ja auch gezeigt. Bei der WM hat es aber eben nicht gereicht. Das passiert halt.
  7. #7

    Wie gehabt,

    ... läuft nicht alles so, wie von der Medienmeute gewünscht (die kleine Blonde holt keine Medaille, die Männer können läuferisch nicht mithalten) wird gleich ein krachendes Debakel daraus. 1. ist das "nur" Sport und da entscheidet die Tagesform und 2. haben andere Nationen aufgeholt (oft mit Hilfe deutscher Trainer).
    Apropos "daneben ballern" - man erinnere sich an die famose Uschi Disl, die auch so ihre Probleme am Schießstand hatte. Hat sie aber nicht davon abgehalten jahrelang in der Weltspitze zu sein .... Miriam Gössner ist außerdem noch sehr jung mit ihren 22 Jahren (sollte eigentlich noch unter "Welpenschutz" stehen) und kann noch 10 Jahre im Biathlon erfolgreich sein. Thora Berger ist 31 Jahre alt und hat vor einigen Jahren auch nicht so traumwandlerisch sicher getroffen, sondern auch fröhlich daneben geschossen. Und Andrea Henkels Leistungen mit 35 Jahren sind nicht hoch genug einzuschätzen. Bravo!
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nur zwei Medaillen, das schlechteste WM-Abschneiden seit 36 Jahren: Die Titelkämpfe in Nove Mesto waren für die deutschen Biathleten eine Enttäuschung. Doch so mies sieht es für die Zukunft gar nicht aus, zumindest bei den Frauen.

    Biathlon-WM: Ernüchterndes Fazit der DSV-Athleten - SPIEGEL ONLINE
    Anfang der Saison hat noch alles wegen der fehlenden Magdalena Neuner herumgeheult. Niemand scheint sich mehr daran zu erinnern, daß noch Anfang Dezember die allgemeine Meinung herrschte, mit Ausnahme von Andrea Henkel gäb's gar keine Biathletinnen mit Siegchancen mehr und weit und breit sei auch kein Nachwuchs in Sicht. Dann kam Miriam Gössner und hat einen Sieg nach dem anderen eingefahren.

    Außer bei der WM. Da war sie scheinbar auf den Punkt nicht in Form, und schon tun wieder alle, als müsse jetzt die Welt untergehen. Vermutlich gewinnt sie die nächsten Rennen wieder. WM und Olympia waren in manchen Jahren auch für eine Magdalena Forsberg oder einen Ole Einar Björndalen unüberwindliche Hürden, obwohl sie davor und danach in derselben Saison alles in Grund und Boden gelaufen und geschossen hatten. Das ist wohl - auch - eine Kopfsache.

    Erinnert sich überhaupt noch wer daran, daß auch Magdalena Neuner eigentlich beim Stehendschießen immer eine Wackelkandidatin war? Phasenweise hat es gut geklappt, aber es gab bis zum Schluß immer mal wieder Ausreißer. Manchmal habe ich ja schon das Gefühl, daß die Zuschauer ein sehr kurzes Gedächtnis haben.

    Mir hat Miriam Gössner in dieser Saison schon viel Freude gemacht, ich finde es nicht so tragisch, daß die WM in die Hose gegangen ist. Nächstes Jahr ist ja wieder eine.

    Wieso so getan wird, als sei bei den Männern keiner da, der von der Laufleistung her mit der Spitze mithalten kann, verstehe ich auch nicht. Andi Birnbacher läuft durchaus mit der Spitze mit, aber diesmal hat's halt beim Schießen geklemmt.
  9. #9

    optional

    Also, dass die männer überhauptnicht mithalten können, kann ich nicht bestätigen...
    Bevor birnbacher wegen 2 Krankehiten aus seiner form gefallen ist, konnte er mit fourcade und svendsen auch läuferisch meist mithalten.
    Das jetzt bei der WM wenig gepasst aht war unglücklich.
    Aber in Massenstart und einzel waren es je ein fehler zu viel für ne medallie....
    Und dann hätte er so geschossen wie foircade(einzel) oder svendsen(massenstart).
    Also so weit weg wie hier die medien meinen, kann man das wirklich nicht sagen