Breitband-Internet: Bayern verspricht 50 Megabit für alle

DPAIn fünf Jahren soll ganz Bayern schnelle Internetanschlüsse haben, verspricht die Staatsregierung. Eigentlich ein Grund zur Freude, doch die Kommunen sind skeptisch. Sie klagen über zu viel Bürokratie und hohe Kosten. Bislang gilt: Deutschland kommt beim Breitbandausbau zu langsam vom Fleck.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-881834.html
  1. #60

    Zitat von fwusch Beitrag anzeigen
    Viel wichtiger als die Downloadgeschwindigkeit wären Angebote, die ohne die heute üblichen Einschränkungen auch das Anbieten eigener Inhalte ermöglichen. Einen privaten, kleinen Podcast oder Groupware für die ehrenamtlichen Helfer in einem örtlichen Museum kann man heute selbst mit einem der schnellsten Anschlüsse, die auf dem Markt erhältlich ....
    Meines Wissens nach hatte QSC mal ein Angebot, wo man täglich das Verhältnis Up-/Downstream seinen Bedürfnissen anpassen konnte. Ob es das so noch gibt, könnte man sicher recherchieren, wenn man denn wollen würde...
    Und eine eigene IP-Adresse (sogar mehrere!) ist selbst bei der Telekom kein Problem.
    Allerdings müssen sie dann einen Business-Tarif wählen (auch für Privatnutzer möglich!), der aber dann nicht für 20 Euro im Monat zu haben ist. Davon abgesehen funktioniert DynDNS bei mir seit 2001 ohne einen einzigen Ausfall und ohne einen Cent dafür zu bezahlen.
    Wenn sie "Inhalte anbieten" möchten, dann zahlen sie bitte auch entsprechend dafür.

    Die Zwangstrennung ist keinesfalls unnötig, sondern begründet sich in der begrenzten Anzahl an IPv4-Adressen. Wenn sie eine für sich haben wollen, siehe oben -> Business-Tarif.
  2. #61

    Zitat von mr-mojo-risin´ Beitrag anzeigen
    Wieder ein Beispiel für die Privatisierung von Gewinnen einerseits, und die verallgemeinerung von Kosten andererseits.

    Die Telekom .....
    Dann müsste es doch auch vom Staat finanziert werden. Wo ist der Sinn Ihres Vorschlags?
  3. #62

    Infrastruktur solle in staatlicher Hand sein?

    Sind diejenigen, die eine Verstaatlichung hier fordern eigentlich alle unter 30? Ich darf an die Zeiten der staatlichen Telekom (das hiess damals noch Bundespost) erinnern. Es gab auf Antrag und einige Monate Wartefrist ein Telefon in Grün oder grau. Die Tasten die es so ziemlich als letztes Land in der westlichen Welt gab, haben bis in die 90er noch nicht mal Tonwahl beherrscht. Die Infrastruktur bestand aus Heb-Dreh-Wählern und die Preise waren jenseits von Gut und Böse.
    Also ich bleibe da lieber bei einem Konkurrenzmodell!!
  4. #63

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Deutschland ist ja sogar schon von derart hochentwickelten Industrielaendern wie Rumaenien, Bulgarien und der Slowakei hoffnungslos abgehaengt, ja sogar schon mehrfach ueberrundet.

    In saemtlichen groesseren Staedten in Suedosteuropa gibt es vernuenftig ausgebaute Glasfasernetze und eine symmetrische 50MBit-Leitung ist kein Problem und auch nicht sonderlich teuer.
    Da es dort keine grenzdebile "Stoererhaftung" gibt gibts auch ueberall freie offene WLans.
    also bitte. wäre ja noch schöner, offene wlans.
    da würden einigen massive einnahmeeinbußen drohen.
    als erstes den abmahnanwälten, die sich ja jetzt wieder einmal erfolgreich gegen die beschneidung ihrer interessen gewehrt haben.
    als zweites natürlich die mobilfunkunternehmen, die mit datentarifen eine menge geld verdienen.
  5. #64

    Zitat von SpieFo Beitrag anzeigen
    wurden in Korea nur 2MBit-Leitungen bereitgestellt; jeder hatte diese Bandbreite zuhause zur Verfügung.
    Das ganze Land surfte mit 2MB.
    Wir in Dtl hingegen durften noch Bits zählen.

    Deutschland ist seit Jahren in den neuen Technologien nicht mehr Weltspitze:
    IT-Infrastruktur?
    Telekommunikation?
    Internet?
    Smartphones?
    Web-Anwendungen?
    Wo bitteschön?
    Sonnenenergie? Gelächter, wir haben die (chinesischen) Nattern an unserer (staatlichen Subventions-)Brust genährt.
    Windenergie? Gelächter, wir lahmen durch die Zeitenwende. Und den nicht verkauften Strom müssen die Verbraucher trotzdem bezahlen.
    Was ist das überhaupt für ein Geschäftsmodell? Wo bleibt da das vielgepriesene (und deswegen hoch zu bezahlende) unternehmerische Risiko?

    Elektroauto? Noch größeres Gelächter: Wenn, dann nur für die Luxusklasse, und dann: Wo ist ein Konzept vor die notwendige Infrastruktur?

    Ich komm aus dem Lachen garnicht mehr heraus!

    Bis wir alle 50 MB bekommen, ist diese Technologie längst veraltet.

    Wo stehen wir eigentlich?
    https://en.wikipedia.org/wiki/Fiber_...ses_by_country

    Inventory of FTTH/B in Europe

    Mir kommen die Tränen.

    In anderen Ländern gehört das FTTH inzwischen dazu wie eine Wasserleitung:
    jede Wohnung/Haus erhält ein Glasfaserkabel gelegt. Punkt.

    Wir in Deutschland sind inzwischen sowas von Dritte Welt.....
  6. #65

    Zitat von cosmic303 Beitrag anzeigen
    Meines Wissens nach hatte QSC mal ein Angebot, wo man täglich das Verhältnis Up-/Downstream seinen Bedürfnissen anpassen konnte. Ob es das so noch gibt, könnte man sicher recherchieren, wenn man denn wollen würde...
    Und eine eigene IP-Adresse (sogar ......
    Das QSC-Angebot mit einstellbarem Up-/Downloadverhältnis und "Endkundenpreis" war tatsächlich sehr interessant. Heute bekommt man dort durchaus professionelle Produkte zu (leider) auch professionellen Preisen, was eine Nutzung für Private oder non-profit-Organisationen praktisch ausschließt.

    In einer Adressknappheit kann ich in Zeiten von IPv6 kein Problem mehr sehen, das Aufpreise rechtfertigen würde. Aber die Provider geben den Kunden eben kein /64 Netz, sondern dynamisch vergebene Adressen aus einem Carrier-Grade-NAT-Pool.

    Warum Sie die Zwangstrennung aufgrund der knappen IPv4-Adressen als notwendig ansehen, ist mir nicht ganz klar -- in der Regel laufen Router doch nach der Zwangstrennung weiter und holen sich unmittelbar wieder eine Adresse, so dass die Nutzung des Adressraums gleich hoch bleibt. Zu den Hintergründen empfehle ich den von mir oben verlinkten Podcast.

    DynDNS, NoIP usw. wie auch sixxs sind zweifellos Möglichkeiten, die genannten Probleme zu umgehen, schaffen aber eigentlich unnötige Komplexität und potentielle Fehlerquellen.

    Kurz: Wer einmal, etwa im wissenschaftlichen Umfeld, mit "echtem Internet" gearbeitet hat, möchte das auch für privat betriebene Server, sei es für die Freiwillige Feuerwehr, die Musikschule oder die Kirchengemeinde, nicht mehr missen. Darunter verstehe ich 100 MBit/s in beide Richtungen, mit mindestens einer festen IP-Adresse, einem DNS-Eintrag für den eigenen Rechner und keinerlei Eingriff in den Datenstrom zwischen dem Quellrechner und dem nächsten CIX.

    Aber wenn ich sehe, wie viele Fachbegriffe sich in meinen Text eingeschlichen haben, wird vielleicht auch klar, warum es schwer ist, die Situation, die Probleme und die Vorteile den Entscheidungsträgern verständlich zu machen...
  7. #66

    Zitat von laxness Beitrag anzeigen
    ich hatte zu vor angebliche 16 MBit, was tatsächlich 5 MBit waren. Jetzt habe ich seit Kurzem versprochene 50 MBit, was tatsächlich knapp 20 sind. Mitten in einer Großstadt wo viele Teilnehmer die Leitungen belegen ist es sicher noch schlechter :-(((
    sind sie LTE Kunde? Da teile ich nämlich alle eine Zelle und je mehr Teilnemer es gibt um so langsamer ist die Geschwindigkeit.

    Ansonsten bei VDSL wird ja RAM geschaltet, das Modem synchronisiert also mit der VST in der bestmöglichen Geschwindigkeit, da könnte ein anderer Router schon helfen die Telekom Speedports synchronisieren da meist sehr gut auch die Fritz Box 7390 sollte es hinbekommen.

    Ich wohne auf dem Land und habe seit letztem Jahr VDSL 50 ich wohne allerdings in BW und nicht in Bayern aber auch hier gibt es noch Orte die keine oder nur eine langsame Internetverbindung haben.