Präsident Birkenheier: Militär-Geheimdienst will sich stärker öffnen

DPAEs soll ein Paradigmenwechsel werden: Ulrich Birkenheier, Chef des Militärischen Abschirmdienstes, kurz MAD, will die Arbeit seiner Behörde transparenter machen. Er zieht damit Konsequenzen aus der NSU-Affäre. Wegen Pannen war sein Spionagedienst massiv in die Kritik geraten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-883964.html
  1. #20

    Plattheiten...

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Das soll ja wohl ein Witz sein. Ein Geheimdienst will transparenter werden.

    Damit erlaubt man der NSU weitaus mehr Schaden anzurichten als sie es durch die Morde schon getan hat. Soviel Macht sollte man diesen Verbrechern posthum nicht zukommen lassen.

    Leider ist auf die hysterische deutschen Politik und ihren Drang zu Selbtgeiselung immer verlass.
    ... wie die Behauptung eines deutschen Hangs zur Selbstgeiselung lösen das Problem auch nicht und sind darüber hinaus auch eine freie Erfinung derer, die davon träumen, dass am deutschen Wesen die Welt doch wieder einmal genesen möge. Das aber hatten wir im vergangenen Jahrhundert schon zwei Mal.
  2. #21

    Die NVA hat das

    Zitat von bombi_22 Beitrag anzeigen
    Ich hab Ende der 80er in der BW gedient und damals war es üblich, dass der MAD 1-2 Tage in die Ausbildungskompanie kam. Ein Kamerad, dessen Verwandter ein hoher Offizier der NVA war wurde 3 Tage durch die Mangel gedreht, dito ein anderer, der zwar gegen AKWs war aber ansonsten voll auf dem Boden der FDGO stand. Typen, die sich später als bekennende Neonazis erwiesen, wurden nicht mal befragt.
    selbst mit Gefreiten der Bundeswehr gemacht. Die wurden bis zu einer Woche festgehalten und verhört. Ich war als Feldjäger in Hannover stationiert. Hin und wieder kam es vor, dass Soldaten der Bundeswehr, die ein "anstrengendes" Wochenende hatten und in Braunschweig stationiert waren, im Zug eingeschlafen sind, erst von der NVA geweckt wurden. Wenn man dann noch die Uniform der Bundeswehr trug, war das allerdings ziemlich dämlich. Kam trotzdem vor. Nach spätestens einer Woche übergab die NVA die Soldaten. Die wurden zuerst vom MAD (den es damals angeblich damals noch nicht gab) verhört und dann den Feldjägern übergeben, wo ein zweites Verhör erfolgte. Allerdings ohne große Motivation, aber man musste ja einen Bericht schreiben. War interessant, was die Sicherheitsorgane der DDR für Fragen stellten und vor allen Dingen was die schon alles wußten. Das war auf der anderen Seite genauso. Deshalb bezeifle ich, dass ein hoher Offizier der NVA grundlos 3 Tage durch die Mangel gedreht wurde. Es sei denn gegen ihn lag belastendes Material vor. Möglich ist natürlich auch, dass er denunziert wurde. Das muss nicht einmal durch einen Soldaten geschehen sein. Der MAD befragt auch Personen aus dem privaten Umfeld.

    Das ging mir auch so, bevor ich die Sicherheitsstufe "Geheim" bekam. Da war ich schon wieder Zivilist. Dann besuchte mich jemand vom MAD in meiner Wohnung und ich musste viele Fragen beantworten. Der Mann vom MAD wusste z. B. genau, wann ich die Transitstrecke durch die DDR nach Berlin benutzt habe. Die Bundesrepublik zahlte damals 5 D-Mark für jeden Westbürger, der die Transitstrecken benutzte. Die DDR belegte das mit Kraftfahrzeug-Kennzeichen und Namen. Das wurde offensichtlich von BND und MAD ausgewertet. Später zahlte die Bundesrepublik eine Pauschale und die Zettelwirtschaft entfiel. Die Sicherheitsstufe "Geheim" hier bitte nicht überbewerten. Das bedeutete lediglich, dass ich Zugang zu den Plänen der Einheit hatte, der ich im Verteidgungsfall zugeteilt war. Wo ich mich im Verteidigungsfall zu melden hatte, ging bereits aus meinem Alarm-Einberufungsbefehl hervor. Aus den Plänen ging lediglich hervor, wo das Einsatzgebiet war. Hat mich aber nie interessiert.

    Ich weiß nicht, warum hier immer auf den Rechten herumgeritten wird. Glaubt wirklich jemand, dass zur Zeit der Wehrpflicht nicht auch Linke beobachtet wurden? Niemand hat damals Deutschland vertraut. Die Russen nicht der DDR und der Westen nicht der Bundesrepublik. Der Eiserne Vorhang war in Frontabschnitte unterteilt. Es gab nicht einen einzigen Abschnitt, an dem die Bundeswehr der NVA gegenüberstand, weil man befürchtete, dass die sich verbrüdern würden, anstatt aufeinander zu schießen.
  3. #22

    Zitat von phaeno Beitrag anzeigen
    ... wie die Behauptung eines deutschen Hangs zur Selbstgeiselung lösen das Problem auch nicht und sind darüber hinaus auch eine freie Erfinung derer, die davon träumen, dass am deutschen Wesen die Welt doch wieder einmal genesen möge.
    Wie Sie den Zusammenhang herstellen bleibt allein Ihr Geheimnis.
    Der deutsche Staat und seine Behörden haben die NSU Morde nicht begangen, führen sich aber so auf.
    Es ist absurd den Neonazis soviel Macht zuzubilligen dass sich jetzt die Dienste selbst beschädigen.