Stuttgart 21: Bahn-Aufsichtsrat will Stadt und Land zur Kasse bitten

DPAStuttgart 21 wird immer teurer, Bahn-Aufsichtsrat und grün-rote Landesregierung streiten sich über die Verteilung der Mehrkosten von bis zu 2,3 Milliarden Euro. Die Bahn-Aufseher wollen Stadt und Land beteiligen, doch Stuttgart weigert sich beharrlich. Der Bund droht mit einem Ende des Projekts.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-883915.html
  1. #80

    Zitat von rgorn Beitrag anzeigen
    Das ist bei jedem Grossprojekt so.

    Jeder weiss es -- und trotzdem wurde _fuer_ S21 abgestimmt!

    Es waere schon. wenn das mal einfach akzeptiert wuerde.

    Stattdessen labern die Gegner immer noch bloed rum. Habt ihr sie noch alle? Ihr wurdet demokratisch ueberstimmt! Seht das gefaelligst mal ein. -- Danke.
    Also wird es Zeit für eine neue Abstimmung hinsichtlich der Mehrkosten.
    Selbige werden einfach auf die steuerzahlenden Bürger des Landes nach Leistungsfähigkeit umgelegt sofern es eine neue Mehrheit gibt.

    Den Reibbach bei dem Geschäft machen eh diejenigen, die das freiwerdende Land für Liegenschaften nutzen werden. Schlussendlich geht es auch nur darum, der Rest ist Prestige ohne wirklichen Nutzen.
  2. #81

    Geld für den Länderfinanzausgleich

    [Wozu braucht Stuttgart einen modernen Bahnhof? Streckt das Geld doch lieber in den Länderfinanzausgleich. Berlin und besonders sein neuer Flughafen kann es brauchen.
  3. #82

    Zitat von Zaunsfeld Beitrag anzeigen

    Nun geht die Bahn aber nur 18 Monate später offiziell schon von fast 7 Milliarden € aus. Jeder, der halbwegs klar denken kann, kann mühelos voraussagen, dass die Kosten am Ende zwischen 10 und 15 Milliarden liegen werden .... näher an der 15 als an der 10.

    Und für alles, was mehr als die abgestimmten 4,5 Milliarden kostet, ist die Volksabstimmung schon längst nicht mehr gültig.
    ich gehe davon aus, das es "Stuttgart 21" heißt, weil es am Ende 21 Milliarden kosen würde.
  4. #83

    Ruhe

    Zitat von gustavsche Beitrag anzeigen
    Mir ist auch schon zu Ohren gekommen, dass die Grünen zusammen mit Bürgerinitiativen Tunnelbauten aus Lärmschutzgründen geradezu erzwingen, nur damit ein paar tausend Leute in den anliegenden Dörfern ihre Ruhe haben. Die Ruhe will man aber den viel zahlreicheren Stuttgartern nicht gönnen.
    Wenn es um Ruhe in Stuttgart geht, ist der oberirdische Bahnhof wohl der sinnloseste Ansatzpunkt in einer von bis zum Bersten gefüllten Straßen geradezu zersäbelten Stadt. Was Lärmreduzierung angeht, ist der Autoverkehr ein weitaus besserer Ansatz. Sie haben gerade, wahrscheinlich ohne es zu wollen, für massive (Auto-)Verkehrsberuhigung und einen autofreien Talkessel, inklusive Ausbau des ÖPNV, plädiert. :-)
  5. #84

    Zitat von mrpanky Beitrag anzeigen
    jetzt treffen meine Berechnungen langsam ein. 15 Milliarden mit viel Glück. Hier wäre Erkenntniss der beste Weg zu Besserung. Die armen Stuttgarter.
    Wieso arme Stuttgarter? Wir alle werden das bezahlen.
  6. #85

    Tja...

    Liebe Landesregierung, Liebe Stadt Stuttgart,
    ihr wart es doch, die so auf den Filderdialog gedrängt habt und das Ergebnis ist nun, dass eine bessere und teurere Lösung gewollt wird. Dass sich Land und Stadt aber nun nicht an diesen Kosten beteiligen wollen, ist mir ein Rätsel. Wer einen besseren Bahnhof haben möchte, der muss auch dafür mehr bezahlen.
  7. #86

    Wie wahr!

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Ich dachte das waere ein multinationales Projekt mit der Schweiz und so?

    Und ich rege mich, nichtsdestotrotz, auch darueber auf da ich fuer eine bezahlbare Minimalbahn in Deutschland bin.
    100 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit reicht vollkommen aus.
    ... nur wenn man nicht Geschwindigkeit als Fortschritt preist, wird man als Hinterwäldler in die Steinzeit zurückkomplementiert.

    Die Menschen möchten mit Tempo 300 durch die Gegend rasen und für einige Minuten Zeitersparnis zahlt man gerne, dafür dürfen bald ein Viertel der Bevölkerung in der Republik mit Schrittgeschwindigkeit reisen, da sie sich mobilität nicht mehr leisten können.

    Vom Wahnsinn bezüglich nötiger Energiewandlung und dem Landschaftsverbrauch gar nicht zu reden.
  8. #87

    Einig

    Zitat von elwu Beitrag anzeigen
    Welcher Aufsichtsrat hat denn diesen höchst intelligenten Satz von sich gegeben? Er hat zwar Recht, dass ICE auch am Flughafen vorbeifahren können, er hat aber übersehen, dass der Flughafen dafür, dass die das nicht tun, 220 Millionen Euro dem Projekt zugeschossen hat.
    aber es sind 350 Millionen Euro die, die Flughabenbetreiber Stadt und Land BaWü zusteuern. Aber Gut wenn wir das Geld zurückbekommen von dem Unseeligen Aufsichtsrat und seinen Kollegen mir soll es Recht sein. Das Geld könnten wir brauchen, es müsste nur geklärt sein das es nicht in den Länderfinanzausgleich fließt.
    Zudem ist es Quatsch das S21 und die Neubaustrecke mit Flughafenbahnhof eine Einheit bilden. Das wollen uns die Befürworter immer nur einreden.
  9. #88

    Na klar, "schwarzbraun".

    Zitat von Zaunsfeld Beitrag anzeigen
    Genau. Und die zusätzlichen 5 Milliarden an Kosten, die schon vor 5 Jahren absehbar waren, hätten Sie dann aus Ihrer privaten Tasche bezahlt, oder?
    Komisch. Sonst schreien Sie immer ganz laut, der Staat solle gefälligst keine Steuern verschwenden, solle die Steuern senken und nun schreien Sie, die Bahn solle doch auf Steuerzahlerkosten bei sich verdreifachenden Kosten "einfach ohne Rücksicht auf diesen Mob" losbauen.

    Setzen Sie mal die schwarzbraune Brille ab. Dann sehen Sie vielleicht klarer.
    Wenn die Argumente ausgehen, wird man in die Ecke von Nazis gerückt. Ich bin Liberaler. Ich bin selbstverständlich gegen Steuerverschwendung, aber S21 ist keine Steuerverschwendung. S21 ist höchst sinnvoll. Ich halte auch die Rheintalbahn für höchst sinnvoll. Die Frage ist nur: Warum will man Tunnelbauten in Stuttgart, wenn davon mehrere 100000 Menschen profitieren verhindern, aber bei der Rheintalbahn werden weniger sinnvolle Tunnelbauten durchgeführt.

    Und der Begriff "Mob" trifft es eigentlich im Kern. Wohlstandsverwahrloste Studenten und satte Rentner protestieren dagegen, dass für tausenden von Pendlern und Geschäftsreisenden eine Verbesserung eintritt. Ich war selbst Student, aber ich war nicht die Sorte Student, die sich die ganze Zeit auf Demos herumtrieb. Meine bescheidenen wirtschaftlichen erlaubten es nicht, um mich dem Demo-Tourismus anzuschließen. Heute habe ich zeitliche Not, so wie viele Pendler in Stuttgart und drumherum, die von S21 profitieren würden.

    Demokratie heißt nicht, dass jener Recht bekommt, der am stärksten wahrgenommen wird. Und deshalb ist es ein Mob, der mit aller Insbrunst davon überzeugt ist, die Mehrheit zu vertreten. Die können ja gerne gegen S21 demonstrieren, aber dann sollten die aufhören, andere Menschen, die arbeiten müssen, als Geiseln zu nehmen.

    Und so problematisch wäre es auch nicht, wenn S21 ein wenig teurer wird. Da bauen deutsche Firmen, die deutsche Gewinnsteuern zahlen. Da arbeiten deutsche Arbeiter, ernähren ihre Familien und zahlen Einkommenssteuern. Sonst ist den Linken kein keynesianistisches Argument zu schade, man predigt sogar Konsum und will die Sozialleistungen erhöhen. Aber wehe, es gibt eine Gegenleistung in Form eines zukunftfähigen Netzes mit einem schmucken Bahnhof in der Mitte.
  10. #89

    Ice

    Zitat von ornis Beitrag anzeigen
    Nö, is klar, ICE in Stuttgart ist verzichtbar. In Siegburg dagegen: Systemrelevant!
    Wer redet denn von "auf ICE verzichten"? In Stuttgart endet heute schon die ICE-Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart (ja, genau, sie "endet" im Kopfbahnhof!, was laut mancher alberner Pro-S21-Propaganda ja bei Stuttgart-Ulm gar nicht gehen würde); ICE und TGV sind haufenweise anzutreffen und das wird auch in Zukunft so sein in dieser Wirtschafts"metropole" - was haben manche Leute eigentlich für Vorstellungen vom Stuttgarter Bahnhof und dem dort abgewickelten Personenverkehr? Ob jetzt der ICE-Bahnhof am Weltflughafen STR wirklich nötig ist, da kann man geteilter Meinung sein; eine Express-S-Bahn aus der Stadtmitte neben der bestehenden S-Bahn wäre vermutlich zweckmäßiger und drastisch billiger (es bedürfte nur ein paar oberirdischer Überholgleise ab der Uni, damit sie ohne Stopp ab der Uni bis zum Flughafen durchzischen kann). Vor allem wäre die Anbindung viel dichter als mit zweistündig haltenden ICE, denn ein Viertelstundentakt wäre ja locker realisierbar bei heute schon bestehender halbstündiger Verbindung mit 27 Minuten Fahrzeit (das ginge sicher auch in 15 min., s.o.). Aber egal, dafür hat ja die Flughafengesellschaft schon Geld bezahlt, die DB müsste es einfach nur bauen, wenn sie denn die Baugenehmigung hätte. Hat sie aber nicht, weil bis jetzt nix vernünftig geplant ist, und dafür sind nicht mal "Wutbürger" haftbar zu machen... ;-)