Stuttgart 21: Bahn-Aufsichtsrat will Stadt und Land zur Kasse bitten

DPAStuttgart 21 wird immer teurer, Bahn-Aufsichtsrat und grün-rote Landesregierung streiten sich über die Verteilung der Mehrkosten von bis zu 2,3 Milliarden Euro. Die Bahn-Aufseher wollen Stadt und Land beteiligen, doch Stuttgart weigert sich beharrlich. Der Bund droht mit einem Ende des Projekts.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-883915.html
  1. #90

    Zitat von bold_ Beitrag anzeigen

    Dann soll die Bahn halt die Vertragsstrafen und was immer anfällt aus eigener Tasche zahlen - und daraus lernen, sich nie wieder so
    Es gibt Tausende von verlotterten Bahnhöfen, die weder Aufzüge noch Rolltreppen bieten. Da sollte man ansetzen, anstatt das Geld für "Prestige"-Projekte aus dem Fenster zu werfen!

    Ich wäre ja schon zufrieden wenn alle Bahnhöfe wo die DB hält einen funktionstüchtigen Fahrkartenautomaten hätten.

    Da vorallem Jungen Leuten Grundsätzlich Vorgeworfen wird , Jung = Schwarzfahrer. Habs schon Erlebt wie ich direkt Angeraunzt wurden nach dem Fahrkarte aber ältere Mitreisenden Wort für Wort von den kaputten Automaten geglaubt wurde.
  2. #91

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Ich dachte das waere ein multinationales Projekt mit der Schweiz und so?

    Und ich rege mich, nichtsdestotrotz, auch darueber auf da ich fuer eine bezahlbare Minimalbahn in Deutschland bin.
    100 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit reicht vollkommen aus.
    Sind sind wahrscheinlich Rentner und müssen keine wichtigen Termine in anderen Städten wahrnehmen, nicht wahr? Diese Sorte Mensch hat man ja zuhauf bei den Anti-S21-Demos gesehen, irgendwelche Frauen nach der Menopause und sehr guten Verhältnisse, die von sich sagten, erstmals demonstrieren zu gehen.
  3. #92

    Zitat von Walther Kempinski Beitrag anzeigen
    Nur zur Info: Seit dem Krieg, war Ba-Wü IMMER Geberland des Länderfinanzausgleichs. Also soll sich der Norden nicht so anstellen.
    SO zur Info zurück, im Krieg hat der Norden dafür ein vielfaches an Bomben abkommen, da soll sich der Süden nicht so anstellen. Vielleicht haben wir ja Glück und nach dem nächsten Krieg wird Berlin Geberland. hauptsache Ostmitteldeutschland bleibt endlich mal verschont.
  4. #93

    Der Aufsichtsrat haftet für Fehlentscheidungen!

    Nach all den Lügen ist doch jetzt schon sicher, dass sich das Projekt bis Fertigstellung noch deutlich verteuern wird. Man muss hier kein Prophet oder Hellseher sein um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Hier wird immerhin in extrem schwierigen Gesteinsformationen gebohrt, die man später nur schwer und wenn überhaupt, dann nur mit viel Geld unter Kontrolle bekommen wird. Es ist sehr begrüßenswert, dass der Aufsichtsrat der DB AG dies erkannt hat bzw. seiner Kontrollpflicht des Vorstandes nachkommt. Schließlich haftet dieser auch persönlich für Fehlentscheidungen. Auch wenn ein Ausstieg 2 Mrd. kosten "SOLLTE", so ist dies immer noch besser, als sich in ein irres "Kamikazen-Projekt" zu verrennen, dessen Ausgang (technisch wie finanziell) fraglich, riskant und umstritten ist. Meinetwegen kann man dann auch gerne nach den Schuldigen suchen, die für die 2 Mrd. Euro Ausstiegskosten verantwortlich sind, weil Fehlplanung und Täuschung zur Haftung gezogen werden könnte! Man hätte es billiger bekommen, wenn man schon früher auf die Kopfbahnhof 21 Befürworter gehört hätte!
  5. #94

    Zitat von gustavsche Beitrag anzeigen
    Wohlstandsverwahrloste Studenten und satte Rentner protestieren dagegen, dass für tausenden von Pendlern und Geschäftsreisenden eine Verbesserung eintritt.... Und so problematisch wäre es auch nicht, wenn S21 ein wenig teurer wird. Da bauen deutsche Firmen, die deutsche Gewinnsteuern zahlen. Da arbeiten deutsche Arbeiter, ernähren ihre Familien und zahlen Einkommenssteuern.
    Wenn ich mir nicht sicher wäre, dass Sie das ernst meinen, würde ich Ihnen zur gelungenen Satire gratulieren. "Deutsche Firmen" wird noch zutreffen, aber nur in Form der großen Baulos-Verantwortlichen. Von den alltäglichen Gepflogenheiten auf dem Bau mit Sub-Sub-Sub-Unternehmen, bei denen am Ende rumänische/bulgarische/wasauchimmer "Selbstständige" die Arbeiten ausführen haben Sie anscheinend nicht so allzu viel Ahnung. Seien Sie versichert: allzu viele deutsche Familien werden davon nicht ernährt, und dank Auslandsgesellschaften in so schönen Gegenden wie Cham oder Zug können große Konzerne ihre deutsche Steuerlast ganz legal ziemlich "optimieren". Wo Sie im Übrigen die Verbesserung für Pendler und Geschäftsreisende sehen, habe ich nicht ganz verstanden. Ich bin heute erst wieder in S Hbf angekommen und fand es sehr bequem, mich nicht (wie es z.B. in Köln oder Mannheim zu Stoßzeiten der Fall ist) über völlig überfüllte Treppen quetschen zu müssen, sondern den Bahnsteig niveaugleich zügig und ohne den Koffer schleppen zu müssen wechseln zu können. Das ist halt der Vorteil der Kopfbahnhöfe - auch in Frankfurt Hbf war mein vorheriger Umstieg heute so sehr komfortabel. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Kopfbahnhof immer so vernachlässigt aussehen muss wie Stuttgart Hbf, sondern schauen Sie sich lieber Frankfurt, Leipzig und München an. Das sind moderne Bahnhöfe, in denen Reisen Spaß macht - auch als Pendler.
  6. #95

    Lametta

    Naja, die Landesregierung hat schon signalisiert, dass sie bei den Mehrkosten Fildertrasse durchaus nicht unwillig ist, da in die Tasche zu greifen. Aber es dreht sich um einen Anteil von 180 Millionen, die noch aufzuteilen sind, weil auch die Bahn einen Vorteil davon hat.

    Der Flughafenbahnhof steht in den Ausführungsverträgen drin. Sollte die Anbindung Flughafen fallen, wird der Flughafen seine 360 Millionen zurückverlangen,. Die darf dann die Bahn erstatten. Ob da dann was gespart ist.

    Weiter wird die Strecke benötigt um die Züge aus Süden überhaupt in den Hauptbahnhof zu bekommen. Sonst muss man nämlich die bisherige Gäubahn einbinden und das wird teuer.

    Alles in allem eine hohle Drohung, die auch von der Landesregierung, MVI Hermann, zurückgewiesen wurde.
  7. #96

    Für mich schon

    Zitat von ornis Beitrag anzeigen
    Nö, is klar, ICE in Stuttgart ist verzichtbar. In Siegburg dagegen: Systemrelevant!
    Also der ICE Bahnhof in Siegburg ist zwar der übelste den ich kennen (Wind und Wetterschutz) aber er ist wichtig solange in Bonn noch Ministerien sind. Zweitens die Bahn kann ruhig Stuttgart HBf vom Netz nehmen, mal sehen wie Bosch, Daimler, sowie die mittelständischen Firmen darauf reagieren. Stuttgart und der mittlere Neckarraum können Gut ohne Berlin und Bremen leben. umgekehrt wäre ich mir da nicht so sicher.
    Zudem finde ich die Idee nicht schlecht, sich von der BR Deutschland zu separieren. Viele unserer Firmen machen bessere Geschäfte mit der Schweiz, mit dem Elsass und mit Österreich als mit den Bankrottländern der BR-Deutschland.
    In einem Europa der Regionen, sollte man mehr auf die Regionen und die Zusammenarbeit der Regionen als auf überholte Bundes und Bundesländerstrukturen wert legen.
    Wie geschrieben mir sind die Österreicher, Elsässer und die Schweizer näher als die Bremer oder Südschweden mit deutschem Pass. Separatismus muss nichts schlechtes sein.
    Und wenn die Ramsauer und Odenwald, Herr Odenwald als geborener Karlsruher sollte wissen, das wir in der Lage sind Ding durchzusetzen.
    Wen die in Berlin uns drohen, dann können wir auch einmal darüber Nachdenken die Gelder zum Länderfinanzausgleich einzufrieren.
    In Jugoslawien hat das ja auch geklappt und die haben eigene Länder damals sogar unter Mithilfe von Genscher und seiner FDP.
  8. #97

    Die feine Geselschaft oder das Syndikat

    Was die Diskussion über die Kosten des Projektes angeht sind wir wieder in der gleichen Situation wie 2009. Es wird mit Projektkosten operiert, die nicht der Realität entsprechen. Selbst die Bahn kennt die tatsächlichen Kosten nicht genau. Sie weis aber, dass es einige Milliarden über den jetzt diskutierten 7 Milliarden sind, darf es aber nicht sagen, das wäre der Todesstoß. Der Minister kennt die Zahlen 10-11 Milliarden auch, darf sie aber offiziell nicht verwenden. Sie stammen aus dem Bahnumfeld, er kann sie offensichtlich nicht belegen. Das ist der entscheidende Unterschied zu 2009. Da gab es die Mehrkosten bereits schwarz auf weiß, aber in einer anderen politischen Landschaft. Das Projekt wäre schon lange tot, hätte der Scheißverein CDU (Mappus sprech), unter Öttinger, nicht die bekannt gewordenen Mehrkosten vor der Öffentlichkeit verheimlicht. Die ungesunden wirtschaftlichen Verflechtungen der CDU und die persönlichen von Öttinger, Schusters und ihrer Amigos über ECE haben uns dieses Chaos eingebrockt. Manch Gegner wird Kretschmann hassen, weil er der fortlaufenden Zerstörung der Bahn stoisch zuschaut. Manch einer scheint ihm aber auch nicht richtig zuzuhören. Er verlangt von der Bahn, sie muss nachweisen, dass das Projekt durchfinanziert ist. Das heißt die Bahn übernimmt ALLE Kosten bis zum Projektabschluss. Gemessen daran sind die Schaukämpfe um die von Teilen des Aufsichtsrats als Lametta bezeichnete Zusatzkosten lächerlich.

    Hermann kann Kefer auch einen Witz erzählen.
    http://www.reichenbach-homepage.de/Schwoobewitz.htm "...
    Ein schwäbisches Ehepaar wandert durch die Alpen und fällt in eine Gletscherspalte. Am nächsten Tag hören sie eine Stimme von oben rufen: "Hallo, hier ist das Rote Kreuz!" Darauf ruft der Schwabe zurück: "Mir gäbet nix!" ..."
  9. #98

    Sehr richtig!

    Zitat von chb_74 Beitrag anzeigen
    Wenn es um Ruhe in Stuttgart geht, ist der oberirdische Bahnhof wohl der sinnloseste Ansatzpunkt in einer von bis zum Bersten gefüllten Straßen geradezu zersäbelten Stadt. Was Lärmreduzierung angeht, ist der Autoverkehr ein weitaus besserer Ansatz. Sie haben gerade, wahrscheinlich ohne es zu wollen, für massive (Auto-)Verkehrsberuhigung und einen autofreien Talkessel, inklusive Ausbau des ÖPNV, plädiert. :-)
    Durch den neuen Bahnhof und den Ring wird der ÖPNV enorm gestärkt. Heute ist das Umland schwach an Stuttgart angeschlossen, wegen des Kopfbahnhofes. Was aus Süden kommt, muss umständlich um die halbe Stadt gurken. Prima!

    S21 brächte für Pendler eine echte Alternative für das Auto.
  10. #99

    Zitat von rgorn Beitrag anzeigen

    Jeder weiss es -- und trotzdem wurde _fuer_ S21 abgestimmt!

    Es waere schon. wenn das mal einfach akzeptiert wuerde.

    Stattdessen labern die Gegner immer noch bloed rum. Habt ihr sie noch alle? Ihr wurdet demokratisch ueberstimmt! Seht das gefaelligst mal ein. -- Danke.
    Ich habe nicht abgestimmt - ich wohne nämlich nicht in Baden-Württemberg. Und die Baden-Württemberger haben kein Recht, über Gelder des Bundes abzustimmen. Da ist das einfach nur eine Meinungsäußerung wie jede andere auch.