Wilderer in Afrika: Blutiger Dschungelkampf um Elefanten

naturepl.com/ Suzi Eszterhas/ WWF-CanonGrausames Gemetzel in Afrika: Wilderer haben in den vergangenen Jahren in Gabun offenbar mehr als 11.000 Waldelefanten getötet. Wächter wollen die Ausrottung der Tiere verhindern - tief im Dschungel geraten sie in Schießereien mit den Elfenbeinjägern.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-882660.html
  1. #10

    Es wird weiter gewildert.

    Zitat von weserwasser Beitrag anzeigen
    Es geht doch nicht um den Schutz der Tiere, vielmehr sorgen die Wildhüter in Vertretung der Regierungen dafür das europäische Königshäuser oder die oberen 10000 auf Elefantenjagd
    gehen können und dafür teuer bezahlen , sollen doch die 40000 Euro für ein erfolgreichen Elefanten Schuss , den armen der Bevölkerung geben ,
    Die Wilderer arbeiten nicht für die Bevölkerung, sondern für Abnehmer in Asien. Das eine hat nichts mit dem anderem zu tun. Es nützt auch nichts, wenn die Bevölkerung 40000 Euro bekommt. Trotzdem wollen die Abnehmer in Asien und sonstwo Elfenbein haben, und deswegen wird weiter gewildert. Darum muss dort gehandelt werden. Und wieso geht es nicht um den Schutz der Tiere?
  2. #11

    unlogisch

    Zitat von querulant1892 Beitrag anzeigen
    Tragisch.
    Aber solange es in diesen Ländern Armut gibt, ist die Hoffnung auf Reichtum stärker als die Angst vor Strafe.

    (Soll keine Entschuldigung sein, sondern eine Erklärung.)
    Ihrer Logik zufolge, dürfte es in den reichen Ländern der Erde kaum Kriminalität geben.
  3. #12

    Da auch die Ranger in hoher Gefahr schweben, gibt es in bestimmten Ländern Afrikas die Verfahrensweise, Wilderer sofort zu erschießen.
    Das löst zwar das Nachfrageproblem und die Mafiastrukturen in den einigen Regierungen Asiens nicht auf, erweist sich aber dennoch als sinnvolles Verfahren.
  4. #13

    Zitat von winnirich Beitrag anzeigen
    Ihrer Logik zufolge, dürfte es in den reichen Ländern der Erde kaum Kriminalität geben.
    Dem ist auch so. Im Vergleich zu armen Entwicklungsländern lebt es sich in reichen Industriestaaten sehr sicher.
    Schauen Sie sich einfach mal einen weltweiten Vergleich der Tötungsdelikte an:
    Tötungsdelikt
    Kriminalität und Armut hängen ganz eng zusammen.
    Wer nicht weiß wie er seine Grundbedürfnisse am nächsten Tag noch decken kann, der interessiert sich nicht so sehr für abstrakte Themen wie Artenschutz.
    Wenn man die Natur in Afrika schützen will, dann geht das nur indem man den Bewohnern Wege zeigt, wie Sie mehr Nutzen von lebenden Tieren und Pflanzen haben als von toten.
  5. #14

    Keine Ahnung ob das funktionieren würde, aber wie wäre es, wenn man die Abnehmerstaaten mit immensen Mengen eines synthetischen Elfenbein-Ersatzstoffes, dessen Unechtheit außerordentlich schwer nachweisbar wäre, fluten würde. Entwickeln und herstellen ließe sich sowas sicher problemlos.

    Sobald die Abnehmer nachhaltige Zweifel hätten, in der chinesischen Apotheke tatsächlich echtes Elfenbein zu erhalten, würden das die Preise drücken und die "Wertschöpfungskette" (sehr unpassender Begriff in diesem Zusammenhang, ich weiss) unterwandern.
  6. #15

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Grausames Gemetzel in Afrika: Wilderer haben in den vergangenen Jahren in Gabun offenbar mehr als 11.000 Waldelefanten getötet. Wächter wollen die Ausrottung der Tiere verhindern - tief im Dschungel geraten sie in Schießereien mit den Elfenbeinjägern.

    Elefanten-Massaker: Wilderer töten 11.000 Waldelefanten in Gabun - SPIEGEL ONLINE
    Wenn man sich so das Verhalten der Chinesen mit deren Umwelt und den Ressourcen anschaut, dann ergibt sich doch ein recht eindeutiges Bild ein rücksichtslosen Kultur.

    Klar Rücksichtslos sind wir alle mit CO2-Ausstoss und Co. - dass die Chinesen aber fast extremistisch sind was die Umwelt angeht zeigt sich doch recht gut.

    In Chinas Städten z.T. erheblicher Smog und versuchte Gewässer und Natur (ja auch der Rest der Welt ist Schuld, weil viele Produkte in China günstig produziert werden).

    Außerdem scheinen Chinesen bzw. z.T. Asiaten allgemein einen besonderen Spleen zur rücksichtslosen und egoistischen Ausbeuten der Natur zu haben:
    -die Japaner die mit ihrem Walfang entgegen besseren Wissens zur Ausrottung beitragen
    -die Chinesen die für die Ausrottung der Nashörner in vielen Teilen der Welt sorgten weil sie meinen es hilft sich Nashornextrakt auf ihre kleinen Pimmelchen zu schmieren
    -die Chinesen die für die Ausrottung der Tiger in weiten Teilen der Welt sorg(t)en weil so ein Tigerfell ja etwas ganz tolles ist
    -die Chinesen die auch für diese Elefantenausrottung sorgen.

    Natürlich gibt es überall auf der Welt vereinzelt solche Verbrecher die sich mit extrem selten, weil fast ausgestorbenen Tieren schmücken möchten - aber die Qualität und Quantität der Rücksichtslosigkeit und Gedankenlosigkeit mit der China in Bezug auf die Tier- und Umwelt agiert ist schon auffällig dramatisch.
  7. #16

    yoooh

    Zitat von weserwasser Beitrag anzeigen
    Elfenbein Wilderei ! wenn ich sowas schon lese , wilderer haben schließlich auch hunger ,
    Es geht doch nicht um den Schutz der Tiere, vielmehr sorgen die Wildhüter in Vertretung der Regierungen dafür das europäische Königshäuser oder die oberen 10000 auf Elefantenjagd
    gehen können und dafür teuer bezahlen , sollen doch die 40000 Euro für ein erfolgreichen Elefanten Schuss , den armen der Bevölkerung geben ,
    Wer soll das Verstehen?

    Wilderer schneiden vielleicht für sich etwas Fleisch aus dem Kadaver, der Rest (außer dem weißen Gold) bleibt liegen. Und diese Einverständniserklärung, weil es auch Jäger gibt die genügend bezahlen, für die Ausrottung der Elefanten, ist auch voll daneben.
  8. #17

    Schockierend

    Ich bin zutiefst schockiert und bewegt, als ich diese grauenvollen Bilder gesehen habe. Mir stellt sich nun die Frage, was man selbst persönlich machen kann, um dieses Abschlachten zu verhindern. Selbst wenn es nur ein kleiner Beitrag wäre, macht es nachher vll. die Masse. Hat hier also irgend jemand einen Vorschlag, was ich persönlich machen kann, um dieses Massaker zukünftig zu verhindern?
  9. #18

    Seine Majestät

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Grausames Gemetzel in Afrika: Wilderer haben in den vergangenen Jahren in Gabun offenbar mehr als 11.000 Waldelefanten getötet. Wächter wollen die Ausrottung der Tiere verhindern - tief im Dschungel geraten sie in Schießereien mit den Elfenbeinjägern.

    Elefanten-Massaker: Wilderer töten 11.000 Waldelefanten in Gabun - SPIEGEL ONLINE
    Ist da nicht erst kürzlich ein prominentes Mitglied (WWF-Ehrenpräsident) des europäischen Hochadels zu diesem Thema unangenehm aufgefallen?
    (WWF-Ehrenpräsident König Juan Carlos - "Die Rache des Elefantengottes" - Panorama - Süddeutsche.de)
    Sorry, das war wohl nur ein Savannenelefant.
    Von dem gibts allerdings noch weniger als von den nahezu unbekannten Waldelefanten. (Elefanten | PRO WILDLIFE)
    Es bleibt eine Schande.
    Die guards jagen die Wilderer, die sich ihren Lebensunterhalt erkämpfen müssen.
    Die Großkopferten kommen in der Regel ohne Schaden davon.
    (Ich bin mir nicht sicher: Gab es nicht einmal ein internationales Abkommen über das Verbot des Elfenbeinhandels. Gilt das nicht mehr? Wie ist es dann möglich, dass nennenswerte Mengen nicht nur außer Landes geschmuggelt werden, sondern auch importiert werden können.)
  10. #19

    @weserwasser und @ valleji

    @weserwasser: Diese Wilderer sind nicht hungrig sondern moechten lediglich lediglich einen flatscreen anstattt eines alten Roehrenfernsehers haben - und ein blitzendes Auto. Deren Jagd ist fuer Konsumgueter und nicht der Kampf gegen Armut. Die haben genug, Das sind einfach Kriminelle. Ihre Vorstellungen sind natuerlich erklaerlich - so stellt man sich eben Afrika vor (alles arme Opfer die im Elend leben) weil Sie Gabun nicht kennen - zugegebenermassen ist das auch nicht einfach - aber die Realitaet ist eine andere. Nirgendwo ist der Konsumwahn groesser, in wenigen Plaetzen ist mehr Bargeld unterwegs als in Gabun, das in Geld schwimmt.

    @Valleij, es geht hier nicht um Kamerun. Sie haben Recht ueber Paul Biya von Kamerun - keine Frage - aber der Praesident von Gabun ist Ali Bongo. Der ist uebrigens ein bisschen besser als Biya, selbst wenn er genau so ein Parasit ist wie die gesamte afrikanische herrschende Elite. Ich plaediere dafuer den Biyas und Bongos den roten Teooich zu verweigern - vous comprenez.

    Liebe Mitbuerger, wenn Ihr wirklich mal eine Welt sehen wollt wie das Europa des 16ten Jahrhunderts, wo unglaublicher Reichtum neben grenzenloser Armut herrscht, dann verbringt doch mal ein bisschen Zeit in Afrika. Nirgendwo isr die Welt ungerechter. Allerdings stoert das niemanden vor Ort solange eine Chance besteht das man - frei nach Isnogud - Kalif werden kann anstelle des Kalifen.