Rekord: Spanien macht so viele neue Schulden wie noch nie

dapdMit drastischen Sparmaßnahmen kämpft Spanien gegen die Krise - und häuft doch mehr Verbindlichkeiten an als je zuvor. Laut einem Zeitungsbericht wächst wuchs der Schuldenberg im Jahr 2012 um 146 Milliarden Euro. Ein Grund für den Rekord sind ausgerechnet die Hilfen der Euro-Partner.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-883925.html
  1. #60

    Zitat von sichersurfen Beitrag anzeigen
    Ich denke, Sie haben ein zu korrigierendes Bild von Rentnern..
    Tut mir leid. Die von Ihnen beschriebenen Dinge sind natuerlich richtig.
    Ich wollte nur ein bisschen mit den Klischees spielen.

    Ich bin halt einfach einer der Verlierer, die durch EU und Euro tierisch "draufzahlen".
    Da platzt einem manchmal ein bisschen der Kragen wenn man immer nur hoert "Deutschland profitiert kraeftig vom Euro".
  2. #61

    Währungsunion am Ende

    WANN begreifen die Menschen - und auch die führenden Politiker-, dass es eine Währungsunion nur unter Staaten geben kann, die auf Augenhöhe wirtschaften und ähnlich wettbewerbsfähig sind. Der Euroraum ist dagegen eine riesige Transferunion - und wird, einer Super Nova gleich, auch implodieren. - Einzig eine Trennung in NORD - und SüdEuro ist realistisch! Jeder Tag mehr kostet uns richtig Geld!!!
  3. #62

    Zitat von Gerdtrader50 Beitrag anzeigen
    (...)Der Boom in Spanien damals wurde dort als angenehm empfunden und die damit verbundenen Gefahren von den Laien dort nicht erkannt. (...)
    Ich weiss nicht. Ich bin auch ein "Laie". Aber ich war/bin oft in Spanien und mir war bei den ersten Aufenthalten nach der Euroumstellung sofort klar dass das niemals gutgehen kann wenn ich als Deutscher ploetzlich in Spanien dreimal so viel fuer mein Bier zahlen soll wie vorher und der Kaufkraftvorteil der DM zur Pesete von einem Tag auf den anderen nivelliert wird.
    Ganz naiv gesagt.
    Eine erzwungene Kaufkraftangleichung so derart verschiedener Volkswirtschaften MUSS doch in die Hose gehen.
    Es wundert mich dass das ueberhaupt schon so lange "haelt".
  4. #63

    Kompliment -

    - Frau Merkel und Kollegen! Da habt ihr ein schönes Desaster für die nächste deutsche Regierung, den politischen Gegner also, angerichtet.
    Dabei wart ihr doch eigentlich fest überzeugt man müsse nur die Arbeitnehmer, Arbeitslosen und Rentner kräftig quälen, dieses nutzlose pack das nur von euch Leistungsträgern alimentiert wird, und schon prosperiert wieder "die Wirtschaft".
    So kippen die neoliberalen Mythen, - aber erst nachdem ein paar Millionen Mitbürger dafür ins Gras beißen mussten, in Ermangelung anderer Nahrungsmittel.
  5. #64

    Die €urozone muss zugunsten Aller verkleinert werden...

    Deutschland sollte sich für eine Verkleinerung der €urozone auf wirtschaftlich produktive Staaten stark machen...
    Bereits finanzielle Leistungen und Haftungen, Bürgschaften kann man abgelten lassen, durch Aktienanteile, Dividenden, Staatsbeteiligung, Gewinnbeteiligung, Gold und/oder auch mit Verrechnung der Target-Salden mit Bürgschaften.
    Die zu schwachen Länder, welche im €uro nicht mitkommen, sollen wieder die eigene Währung einführen und abwerten. Nur so lässt sich diese skandalöse Arbeitslosigkeit von 30% und eine Jugendarbeitslosigkeit von 50-65%!!! wirksam angehen...!
    Dieser Zustand in den südl. €-Ländern ist katastrophal, lässt die Menschen verzweifeln, so dass aus dieser Situation ohne weiteres Umstürze, Militärdiktaturen, Sezessionen oder gar Bürgerkriege entstehen können...
    Merkel und auch Holland müssen dies begreifen und eine offene €urozone (mit Austritten) zulassen...
    Prestige hin oder her. Die €urofanatiker und Gesundbeter haben genug unheil angerichtet...

    Kohl, Delors, Genscher, Waigel & Co haben durch zu kurz gedachtes "Europa"-Wunschdenken, uns durch den wirtschaftlich zu weit auseinanderklaffenden, nicht zusammenpassenden Euroraum in eine finanziell unsichere, überschuldete; gefährliche Lage gebracht.

    Eine aufschlussreiche, seriöse Quelle über die aktuelle Befindlichkeit der €urozone findet man auf Internet abrufbar unter; cesifo-group, Hans-Werner Sinn,
    "Die Logik der Targetfalle", Vortrag vom 17.12.2012.

    Da wird eine Gesamtverschuldung (Banken- und Staatsverschuldung) allein im südl. €uroraum (ohne Frankreich, Belgien und Slowenien..!!) von fast
    12 Billionen € festgestellt...

    Zusammen mit Frankreich, Belgien, Slowenien und dem €-Norden könnte die Gesamtverschuldung Eurolands, die der USA (ca. 16 Billionen US-$) übertreffen...!
  6. #65

    Zitat von heidi1-preiss Beitrag anzeigen
    Belehren Sie mich - noch bin ich lernfähig.
    Ich werde mich hüten ihnen meine Meinung aufzuzwingen, den idealen Kandidaten gibt es aktuell bei weitem nicht und meine Antwort würde daher nur zynisch erscheinen.

    Ich habe übrigens nicht geschrieben, dass die ganzen Transfermechanismen umbedingt richtig wären, das macht das, was die Unterzeichner dieses Briefes versuchen zu propagieren aber nicht legitimer.
  7. #66

    Alles schon mal dagewesen

    Zitat von Mart-73 Beitrag anzeigen
    Von Anfang 2000 bis Ende 2008 lebte ich in Barcelona. Während meiner landesweiten Arbeit als Servicetechniker stellte sich mir von Beginn an eine Frage. Wer bitte kauft all die völlig überteuerten Immobilien, welche überall aus dem Boden gestampft wurden? Kein Fleck war dieser Maschinerie dabei heilig. Jedes noch so unmögliche Domizil sollte Höchstpreise erbringen. Letztendlich wahren es nach meiner Rückkehr gut 1.2 Millionen Häuser und Wohnungen für die es keine Käufer mehr gab. Bis heute stehen diese weitestgehend leer. Milliarden setzten die Spanier buchstäblich in den Sand. Fallende Preise? Fehlanzeige! Wann müssen die Banken Ihre Verluste zugeben und wer soll diesen Wahnsinn bezahlen? Alles was dieses Land boomen ließ war der übertriebene Bauboom. Gut, nicht nur, aber zu einem gefühlt sehr großem Anteil, welcher heute weitestgehend inexistent ist. Noch hält die Jugend still, doch laut meiner spanischen Freunde brodelt es unter der Decke der Schonfärberei. Ein winziger Funke wird Wut und Ohnmacht freien Lauf lassen. Hoffen wir das die Systemprofiteure in diesem Falle nicht wie Heuschrecken handeln.
    Kuckst Du
    Tulpenmanie
    Und überhaupt, es ist völlig Blödsinnig auf die Südländer oder die Regierung zu schimpfen. Das derzeitige Geldwesen entwickelt eben seine eigene Dynamik. Ich denke mal, nach der Bundestagswahl kommen die Karten auf den Tisch. Die Regierungen haben innerhalb des Systems nur wenig Spielraum. Sie können versuchen das Problem durch Inflation in den Griff zu bekommen. Wenn das nicht mehr greift, gibts einen Währungsschnitt. Den Terroisten sei dank, haben wir ja die passenden Notstandsgesetze in der Schublade.
    Wer sich soviel Geld schuldet, hat nicht die Absicht es zurückzuzahlen.
    Oder gab es mal eine Debatte, wie Deutschland seine Schulden planmäßig in den nächsten 200 Jahren abbaut?
  8. #67

    Oha!

    Zitat von crocodil Beitrag anzeigen
    ist ja wohl wieder die Fr. Merkel gefragt, um weitere Mrd. in den Sand zu setzen. Hoffentlich wird bei den nächsten Wahlen die richtige ?? Partei gewählt, um diesem Unsinn ein Ende zu bereiten.
    Sie meinen damit doch nicht etwa die SPD und Grünen, welche bisher alle Rettungsschirme mitgetragen haben und am liebsten Eurobonds einführen würden damit der deutsche Steuerzahler für immer und ewig und v. a. unbeschränkt für die Schulden anderer EU-Staaten geradestehen darf?!
  9. #68

    Zitat von adam68161 Beitrag anzeigen
    Welche Partei bereitet denn diesem Spektakel, das uns alle eine grandiosen Wirtschaftszusammenbruch und die Vernichtung unserer Ersparnisse beschert, denn endlich ein Ende?
    Welche Alternativen haben wir hier in Deutschland? Nicht falsch verstehen - mich nervte von Anfang an die Politik des offenen Geldbeutels von Frau Merkel. Ein Land auf der Welt hat Probleme, jammert udn Frau Merkel kommt und wir zahlen.
    Jedoch ich sehe in unserer Parteienlandschaft keine ernst zu nehmende Konkurrenz.
  10. #69

    Pausbäckchen, Rolli & Co...

    Zitat von marthaimschnee Beitrag anzeigen
    allerdings nicht, weil Merkel einen Euro nach dem anderen dorthin schiebt, sondern weil sie die Situation durch ihr Zögern und Blockieren maßgeblich verursacht hat. Denn die Schuldenquote steigt auch bei einem ausgeglichenen Haushalt, wenn die Wirtschaftsleistung schrumpft.
    Welche Partei das allerdings lösen könne, kann ich mir nicht so ganz vorstellen. Schließlich haben alle Parteien mit realistischer Regierungschance die Schuldenbremse ab 2016 beschlossen, weswegen auch hierzulande eher weitere drastische Einschnitte, als Entspannung zu erwarten sind. Wie heißt es so schön: "Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Absichten" - die Schuldenbremse ist eine solche!
    "Trottel" Bürger...
    ...in diesem Sinne ein Titel wie "Hauptmann" oder "Obergefreiter".
    Also, wann merkt Trottel Bürger endlich, dass Schulden gebraucht werden, um dem Bankensystem jene Milliardengewnne aus "Zinsgeschäften", sprich Manipulationen zu gewährleisten, die es erst "Systemisch" werden lassen?
    Pausbäckchen, Rolli & Co sind die sicheren Garanten für weitere Boni(ausschüttungen), sprich Umverteilungen (ist fast wie Geldwäsche...).
    Natürlich nicht für den Trottel Normalbürger. der wird ausgeschüttelt, an jedem Ersten.