NSU-Ermittlungen: BKA vermutet neue Wattestäbchen-Panne

picture-alliance/ dpaBei den Ermittlungen zur Terrorgruppe NSU ist den Fahndern womöglich erneut eine Panne unterlaufen. Nach SPIEGEL-Informationen gingen die Beamten DNA-Spuren nach, die auf ein verunreinigtes Wattestäbchen zurückzuführen sein könnten. Ein ähnliches Missgeschick hatte es bereits vor Jahren gegeben.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-883920.html
  1. #110

    Das ist selbstverständlich nur ein weiterer doofer Zufall! Wie könnte man daran den nur zweifeln…
  2. #111

    Und?

    was kann das BKA jetzt dafür?
  3. #112

    Zitat von till2010 Beitrag anzeigen
    was kann das BKA jetzt dafür?
    So rein aus Interesse - wer soll denn sonst dafür verantwortlich sein?
  4. #113

    Zitat von hal5000 Beitrag anzeigen
    Was ist, wenn nicht ganze Chargen, sondern nur einzelne Stäbchen (durch einen Nieser z.B) verunreinigt sind?
    Das untersuchte Referenz-Stäbchen weist keine DNA-Spuren auf, das zur Spurensicherung genutzte Stäbchen aber ist leider mit der DNA des verpackenden Arbeiters belastet.
    Und - wie wollen Sie das dann feststellen, außer nachträglich durch Deduktion, wie lobenswerterweise beim BKA geschehen?

    Vielleicht sollten Sie Problemstellungen mal etwas komplexer betrachten, die einfachen Weisheiten taugen nur für den Stammtisch.
    Nach der Vielzahl kontaminierter Wattestäbchen im Fall des "Heilbronner Phantoms" - wenn ich mich recht erinnere, wurde an 40 Tatorten DNA-Material dieser nicht existenten Schwerkriminellen gefunden - überrascht mich Ihre Argumentation. Der "Stammtisch" stand in diesem Fall nicht in einer Eckkneipe, sondern war offensichtlich über Jahre Konferenztisch bei der täglichen "Lage".
  5. #114

    das Schlimme daran ist

    Zitat von chris__78 Beitrag anzeigen
    Die "Wattestäbchenpannen" ist keinem Ermittler unterlaufen, sondern dem Hersteller. Der hat nämlich Wattestäbchen geliefert, an denen schon DNA einer Mitarbeiterin war. Diese DNA hat man dann an 40 Tatorten "gefunden" (der Kiesewetter-Mord war nur einer davon).
    Heilbronner Phantom

    Aktuell scheint es ählich zu sein. Wieder DNA, die auch an zig anderen Tatorten schon festgestellt wurde, wobei die Taten vermutlich nichts miteinander zu tun haben.
    dass dem Hersteller ist kein Fehler unterlaufen ist, sondern doch den Behörden, aus mir nicht bekannten Gründen (fachliche Inkomptetenz ?) nicht DNA-freie Wattestäbchen bestellt und wie es scheint in weiterer Folge dies zu verschleiern versucht haben.
  6. #115

    Zitat von sarang he Beitrag anzeigen
    dass dem Hersteller ist kein Fehler unterlaufen ist, sondern doch den Behörden, aus mir nicht bekannten Gründen (fachliche Inkomptetenz ?) nicht DNA-freie Wattestäbchen bestellt und wie es scheint in weiterer Folge dies zu verschleiern versucht haben.
    Sind sie sicher? Dann haben sie dafür bestimmt auch Quellen? Die letzte mir bekannte Information dazu, die durch die Medien ging klang etwas anders:
    Phantom-Fall: Firma garantierte Reinheit der Wattestäbchen - SPIEGEL ONLINE
  7. #116

    Zitat von Eichsfelder Beitrag anzeigen
    Nach der Vielzahl kontaminierter Wattestäbchen im Fall des "Heilbronner Phantoms" - wenn ich mich recht erinnere, wurde an 40 Tatorten DNA-Material dieser nicht existenten Schwerkriminellen gefunden - überrascht mich Ihre Argumentation. Der "Stammtisch" stand in diesem Fall nicht in einer Eckkneipe, sondern war offensichtlich über Jahre Konferenztisch bei der täglichen "Lage".
    40 kontaminierte bei in diesem Zeitraum genutzten wieviel Tausend? Aber es ist egal, ob 40 oder 4000.
    Nach Ihrer Argumentation reicht es einmal, dass das Referenzstäbchen DNA-frei ist, das zu benutzende aber kontaminiert - und schon hat sich Ihre Argumentation hinsichtlich der vorherigen Prüfung eines Referenzstäbchens erledigt. Ausschließen können Sie eine Kontamination nur, indem Sie das zu benutzende Stäbchen vorher auf DNA-Spuren testen - womit Sie es dann kontaminieren.
    Eigentlich logisch, auch an Stammtischen, wo auch immer diese stehen mögen.
  8. #117

    Zitat von chris__78 Beitrag anzeigen
    Sind sie sicher? Dann haben sie dafür bestimmt auch Quellen? Die letzte mir bekannte Information dazu, die durch die Medien ging klang etwas anders:
    Phantom-Fall: Firma garantierte Reinheit der Wattestäbchen - SPIEGEL ONLINE
    Da wird sich herausgeredet und Greiner spielt halt mit.
    Die Aussage es haben "bei einigen Lieferungen" Zertifikate beigelegen ist an sich schon absurd - für solche Tests bestellt man nicht was gerade im Angebot ist. Entweder die Verbrauchsmaterialien waren DNA-frei bestellt oder eben nicht d.h. entweder ALLE Lieferungen haben Zertifikate oder KEINE. Die Vorgänge sind lächerlich.
    Generell können die Kontaminationen über tausende mögliche Wege eingeschleust werden und alle Materialien garantiert DNA-frei zu bestellen (jede Pipettenspitze, jedes Falcon-Röhrchen, jede PCR-Platte, jegliches Verbrauchsmaterial was irgendwie Kontakt mit den Proben haben KÖNNTE - die Liste ist bei so etwas auf den ersten Blick unendlich) kostet ein Heidengeld. Deswegen sind ja manche Labortests in Kliniken so deftig teuer weil da eben solche Ausrüstung in der Humanmedizin teils zwingend vorrausgesetzt wird. Manches kann man zwar durch geschickte Durchführung der Tests "retten" aber auch nicht alles.

    Das Ganze auf Greiner zu schieben ist durchschaubar - entweder war hier jemand absolut inkompetent oder es wurde versucht ohne Sinn und Verstand die Kosten zu drücken.....
    Egal wie wurde hier VIEL Vertrauen in eine eigentlich idiotensichere und sinnvolle Methode zerstört.
  9. #118

    Zitat von hal5000 Beitrag anzeigen
    40 kontaminierte bei in diesem Zeitraum genutzten wieviel Tausend? Aber es ist egal, ob 40 oder 4000.
    Nach Ihrer Argumentation reicht es einmal, dass das Referenzstäbchen DNA-frei ist, das zu benutzende aber kontaminiert - und schon hat sich Ihre Argumentation hinsichtlich der vorherigen Prüfung eines Referenzstäbchens erledigt. Ausschließen können Sie eine Kontamination nur, indem Sie das zu benutzende Stäbchen vorher auf DNA-Spuren testen - womit Sie es dann kontaminieren.
    Eigentlich logisch, auch an Stammtischen, wo auch immer diese stehen mögen.
    Wenn Kontaminationen auftreten ist dies fast immer in ganzen Chargen anzutreffen (weswegen solches Material ja auch meist mit eindeutigen Chargennummern versehen ist).
    Spätestens nach den Vorgängen vor zwei Jahren hätte man darüber nachdenken können zumindest die Chargen zu testen.....
  10. #119

    Jetzt weiß ich wenigstens, warum nicht genügend Geld in die Bildung gesteckt wird!

    Wir sollen alle dumm gehalten werden, damit bestimmte Kräfte in unserem Land machen können, was sie wollen.

    Vielleicht sollten sich die Leute vom BKA von den Tatort-Regisseuren coachen lassen, die verstehen wenigstens ihr Handwerk ;-).

    Unglaublich, was in dieser Bananenrepublik alles möglich ist.

    hbommy