Ausgegraben - Neues aus der Archäologie: Tutanchamuns geheimnisvolle Mutter

Jon Chase/ Harvard Staff PhotographerDer Vater des berühmten Pharaos Tutanchamuns war Echnaton. Doch wer war seine Mutter? Ein Ägyptologe bringt nun einen prominenten Namen ins Spiel. Außerdem im archäologischen Wochenrückblick: Rettende Luft für die Terrakotta-Armee und ein tiefer Blick in Yorks multikulturelle Vergangenheit.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-883375.html
  1. #10

    Baketaton

    uncool.ch:
    "Nach Immanuel Velikovsky "Oedipus and Akhenaten" war Baketaton die Tochter Echnatons gezeugt mit seiner Mutter Teje....Meines Wissens wurde dieser Spur nicht nachgegangen."
    Das mag daran liegen, dass Velikokosky so viele Gaga-Thesen veröffentlicht hat, dass es eigene Untersuchungen über ihn aus der Verhaltenspsychologie gibt. Laut Velikovsky hat auch der Jupiter Sodom und Gomorrha verursacht.
  2. #11

    Mein Reden. Kein einzige Abbildung zeigt Tut Anch Amun mit Echnaton und Nofretete. Als legitimer Sohn dieses Paares und damit offizieller Nachfolger von Echnaton wäre er hauptsächlich auf den Familienbildern zu sehen gewesen und weniger die 6 Mädchen. Das setzt für mich voraus, dass es einen offiziellen Sohn Tut Anch Amun mit Nofretete als Mutter nicht gegeben hat.

    Ich denke auch, die These dass die Younger Lady eine Schwester von Echnaton ist der Wahrheit entspricht und sie Tuts Mutter ist wie auch die letzten Untersuchungen mehr oder weniger "bewiesen" haben. Geschwisterbeziehungen waren nicht unüblich und da wie gesagt Nofretete nur Töchter bekam, wurde als Versicherung halt die Verbindung mit der Schwester gewählt.
  3. #12

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Vater des berühmten Pharaos Tutanchamuns war Echnaton. Doch wer war seine Mutter? Ein Ägyptologe bringt nun einen prominenten Namen ins Spiel. Außerdem im archäologischen Wochenrückblick: Rettende Luft für die Terrakotta-Armee und ein tiefer Blick in Yorks multikulturelle Vergangenheit.

    die beiden artikel über ägypten tun echt weh.

    1. tut anch amun war nicht der sohn von echnaton und nofretete. die beiden waren keine geschwister.
    ägyptologen sind sich ziemlich sicher, dass tut anch amun der sohn echnatons und einer nebenfrau namens kija war.
    2. thutmosis III war nicht der vorgänger von Thutmosis II, sondern der nachfolger hatschepsuts.

    Archäologie: Suche nach Tutanchamuns Mutter und Tempel in Karnak - SPIEGEL ONLINE
  4. #13

    Zitat von Meskiagkasher Beitrag anzeigen
    Versteh ich nicht. Die letzthin veröffentlichten DNA-Analysen zeigen Tutanchamun als Sohn Echnatons und "Younger Lady", die eine nahe Verwandte Echnatons war. Nofretete jedoch war keine Ägypterin sondern eine ausländische Prinzessin. Also irgendwas stimmt da nicht...
    dass nofretete eine ausländische prinzessin war, ist die theorie vandenbergs, die aber längst widerlegt ist.
    es ist zu vermuten, dass nofretete die tochter von tje, dem nachfolger von tut anch amun war.
    und die younger lady ist mit ziemlicher sicherheit kija, die wahrscheinlich die mutter tut anch amuns war.
  5. #14

    interessant wäre auch, wer der mitregent echnatons nach dem verschwinden nofretetes und unmittelbarer nachfolger, nämlich semenchka re gewesen ist.

    er taucht nämlich auch auf keinen relief der amarnazeit auf.

    es gibt sogar die, allerdings nicht sehr verbreitete idee, semenchkare könnte der thronname nofretetes gewesen sein.
  6. #15

    Semenchkare

    Es gibt Reliefs auf denen er zusammen mit Meritaton seiner Frau zu sehen ist. Auch gibt es Skulpturen von ihm.

    Es wäre schon sehr merkwürdig, wenn Nofretete Semenchkare gewesen wäre, denn sie hätte wohl kaum ihre Tochter zur großen königlichen Gemahlin gemacht. Und auf den Reliefs ist Semenchkare eindeutig männlich. Das Nofretete als Mann regiert hätte ist unglaubwürdig, denn Hatschepsut mußte dafür auch nicht zum Mann werden, wenn sie auch teilweise männliche Attribute trug.

    Ich glaube auch nicht, dass Kija Tut Anch Amuns Mutter gewesen ist, denn von ihr wurde nie als Königsschwester oder Tochter des Königs oder in sonstiger Weise gesprochen.
  7. #16

    Matrilineare Sakralzeugung

    "Die enge genetische Verwandtschaft beider Eltern könne nicht nur allein durch eine Bruder-Schwester-Verwandtschaft erklärt werden, sondern könne auch entstanden sein, weil zuvor schon drei Generationen jeweils Cousins und Cousinen ersten Grades geehelicht hätten...“*
    Da haben wir doch wieder einen Hinweis darauf, dass es doch eine matrilineare Zeugung durch einen Gottesdarsteller des Amun gegeben haben könnte, der immer aus der Sippe der Königinnen stammte und das zukünftige Horuskind zeugte, das stets Anspruch auf die Königswürde besaß. So steht es noch heute am Amuntempel zu Karnak und wird stets von der Altertumswissenschaft als bloße Legende abgetan. Allerdings würde dies auch erklären, warum die Atonrevolution Echnatons keinen Bestand haben konnte und sie offenbar auch nur deshalb stattfand, weil Nofretete die Schöne nicht aus dem matrilinearen Erbadel stammte, sondern eine Fürstin aus den Fremdländern war. Nachzulesen in meinen Büchern: Mutterrecht, Matriarchat & Mythos, sowie Mythos Jesus, sakrale Zeugung, Heiliges Kind und Herrschaft des Gottkönigs im antiken Palästina.