Berlinale-Bilanz: Bär für 17.000 Euro und ein paar Laien

DPAEin rumänisches Familienporträt und ein bosnisches Sozialdrama mit Laiendarsteller sind die großen Gewinner der 63. Berlinale. Aufregendes Kino aus Osteuropa dominiert den Wettbewerb des Festivals - und sticht den enttäuschenden deutschen Film aus.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/be...-a-883872.html
  1. #20

    Berlinale

    Finde ich extrem langweilig. Filme sind meine Leidenschaft aber diese Berlinale gehen garnicht. Es fehlt einfach was.
    P.s.bin ein Berliner
  2. #21

    Das kleine Fernsehspiel

    Ich gehe ins Kino um mich zu unterhalten und zu entspannen. Was Wowereit City hier aufführt gehört ins ZDF Abteilung kleines Fernsehspiel. Dort trifft sich die deutsche politisch und ökologisch korrekte Betroffenheitsschickeria.
    Aber mit Kino hat das doch nichts zu tun!
  3. #22

    bored people everywhere

    Zitat von tvigi Beitrag anzeigen
    Finde ich extrem langweilig. Filme sind meine Leidenschaft aber diese Berlinale gehen garnicht. Es fehlt einfach was.
    PS: Ich bin ein Berliner.
    Wahrscheinlich ein Zugezogener. Auf der Berlinale werden jedes Jahr mindestens 400 Filme gezeigt, davon stehen ca. 20 im Wettbewerb.
    Man kann gar nicht alle Filme auf einer Berlinale sehen, wie man auch nicht alle Konzerte besuchen, alle Modeschauen besichtigen, alle Sportwettbewerbe verfolgen und alle Restaurants ausprobieren kann.

    Die Berlinale ist nicht schuld daran, wenn jemand bei seiner persönlichen Filmauswahl versagt hat. In Berlin ist jeder selbst dafür verantwortlich, welche Auswahl er aus einem überreichlichen Angebot trifft. Es gibt Leute, denen wird sogar im Internet langweilig, weil ihre Fantasie sie immer wieder auf dieselben Seiten führt. Langeweile kommt von innen.

    PS: Ein echter Berliner hat auch Spaß, wenn er einer Mülltonne zuguckt.
  4. #23

    ich habe einige Filme gesehen, die in ihrer Qualität unterschiedlich waren. Außer dem iranischen Film (dessen Idee ich wunderbar Finde, auch wenn es ein "Betroffenheitsfilm" ist) jedoch keinen im Wettbewerb. Es gab auf jeden Fall echte Perlen darunter. man sollte nicht den Fehler machen seinen eigenen beschränkten Geschmack der Allgemeinheit aufdrängen zu wollen. Bezeichnenderweise jedoch keinen deutschen...
  5. #24

    Unfug.

    Zitat von Morrison Beitrag anzeigen
    Ich gehe ins Kino um mich zu unterhalten und zu entspannen. Was Wowereit City hier aufführt gehört ins ZDF Abteilung kleines Fernsehspiel. Dort trifft sich die deutsche politisch und ökologisch korrekte Betroffenheitsschickeria.
    Aber mit Kino hat das doch nichts zu tun!
    Ich wette, sie haben nicht einen der genannten Filme auf der Berlinale gesehen und warten lieber, dass das US-amerikanische Remake des Gewinnerfilms, sicher mit Meryl Streep in der Hauptrolle, in unserem Kino erscheint. Vielleicht sollten sie zum entspannen lieber mal in die Sauna gehen.
  6. #25

    die 2013 Berlinale ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein rumänisches Familienporträt und ein bosnisches Sozialdrama mit Laiendarsteller sind die großen Gewinner der 63. Berlinale. Aufregendes Kino aus Osteuropa dominiert den Wettbewerb des Festivals - und sticht den enttäuschenden deutschen Film aus.

    Berlinale-Bilanz: Die bärwürdigen Dramen des Ostens - SPIEGEL ONLINE
    ... wird als eine der schwächsten und langweiligsten seit ihrem Bestehen in den Büchern notiert werden. Selten wartete das Festival mit dermaßen schwachen, nichtssagendem Filmen im Wettbewerb auf, selten war die Stimmung auf dem Festival so mies. Wer so komplett mißlungene Filme wie THE NUN, THE NECESSARY DEATH OF CARLIE COUNTRYMAN, PROMISED LAND, IN THE NAME OF, LAYLA FOURIE, A LONG AND HAPPY LIFE und als Höhepunkt des Trauerspiels GOLD in den Wettbewerb hievt, sollte von der Auswahl der Filme schnell entbunden werden.
  7. #26

    Jedes, wirklich jedes Jahr das gleiche Spiel

    Seit 2000 bin ich Fan der Berlinale, in jedem Jahr bin ich zu Gast und sehe etwa 20 Filme.

    Und in jedem Jahr die gleiche Show: Kaum ist das Festival gestartet, wird im deutschen Feuilleton die Hetzkampagne gestartet: Zu wenige Stars, zu wenig große Produktionen, zu wenig deutsche Filme, zu viele schwache deutsche Filme... Und in jedem Jahr wird eine arme Sau durchs Dorf gejagt, die von allen Seiten Prügel beziehen darf. Da fällt mir persönlich vor allem Scorseses „Shutter Island“ ein, über den unendlich Häme ausgekippt worden ist. Bis er dann seinen internationalen Triumphzug begann.

    In diesem Jahr ist es also Arslans „Gold“. Bis zu diesem Jahr wurde die Berliner Schule wegen ihrer spröden und unterkühlten Art in den höchsten Tönen gelobt. Und nun bekommt Thomas Arslan also von allen Seiten Dresche. Weil er spröde ist und unterkühlt. Klar.

    Natürlich ist in Cannes und Venedig alles besser. Da kommen die echten Regiegrößen hin. Vor allem Tarantino, von Trier, Haneke und Park sind gern gesehene Gäste an der Croisette. Tarantino durfte sogar seinen zum Feature-Film aufgeblähten „Death Proof“ in den Wettbewerb bringen. Echte Qualität! Werft doch mal einen Blick auf den Rest des Wettbewerbes: Dann sind die Unterschiede zur Berlinale echt marginal.

    Und zum Vorwurf, das Festival würde am Publikum vorbeigehen: Hier geht es nun einmal nicht um Mainstream, hier geht es um Arthaus-Kino. Da haben der nächste „Avatar“ oder die nächste Aniston-Komödie nichts zu suchen. Am Publikum vorbe?: Wer bei „The Broken Circle Breakdown“ mit über 1.200 Zuschauern im Friedrichstadt-Palast gesessen hat, wird dieses Gefühl nicht vergessen. Ein großartiger Triumph. Und eines dieser Kinoerlebnisse, wie ich sie schon so häufig auf der Berlinale erlebt habe.

    In der Tat ist es schade, dass im Wettbewerb einige Filme bereits auf anderen Festivals zu sehen waren. Ich hoffe, dass daran in den nächsten Jahren ein wenig gearbeitet wird. Aber gerade für die Besucher geht es eben nicht nur um den Wettbewerb, sondern auch um Forum, Panorama, Retrospektive, Kinder- und Jugensfilme etc.

    Ich freue mich bereits auf das nächste Jahr. Inklusive der Schlagzeile „Berlinale in der Krise“. Um hier mal Tagesspiegel“-Kolumnist Martenstein zu zitieren: „Dann fahrt doch nach Cannes. In dieses Nest.“