Auskunftsrechte von Journalisten: Verdi-Chef warnt vor Angriff auf die Pressefreiheit

DPAEr sei in Sorge um die Freiheit der Presse: Laut Verdi-Chef Frank Bsirske gefährdet ein Vorstoß des Innenministeriums das Auskunftsrecht von Journalisten. Am Mittwoch beschäftigt sich das Bundesverwaltungsgericht mit dem Thema - womöglich mit weitreichenden Folgen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-883770.html
  1. #60

    der deutsche Denksumpf mit seinen althergebrachten abgehalfterten Denkgerüsten

    Friedmar Apel (FAZ) schreibt in der Print-FAZ etwas von "linker" Revolutionsromantik, wie sie in den Klischees einfach strukturierter professioneller Deuter (nun mal ausschliesslich) vorkommt. Vorkommen darf. Ach Gottchen ... möchte man da sagen. Und der Revolutionär müsse lt. Friedmar Apel in den Projektionen für immer jung und was sonst noch sein, wird da fabuliert. Laber laber laber.

    Herr Apel, ein Kurzstatement zu Niemeyer von dem aus Sie indirekt (natürlich ohne den Namen zu nennen!) assoziieren, hatte bis in seine hohen Tage den Slogan "diese Welt muss verändert werden" an seine Bürotür geheftet. Und zwar verinnerlicht ernst gemeint, um diesen Gedanken einfach festzuhalten. In diesem Sinne ist er der Vertreter einer Denkens, dass den Aufbruch früherer Zeiten innerlich nie aufgegeben hat, ein Denken welches versucht sich selbst treu zu bleiben. Und genau das ist - im Geiste ewig jung - mehr nicht. Der o.g. Mensch ist nie bequem und abgeklärt geworden, hat nie seine Ideale verraten, um dies dann final als höhere geistige Reife zu verklären, wie es ansonsten üblich. Das hat absolut nichts mit den abgegriffenen Klischees tumber Revolutionsromatik zu tun bzw. mit äusserlich jungen stereotypen Revolutionshelden, die simple Gemüter (natürlich) in so einem Statement ausschliesslich sehen können. Es geht nicht um Äusserlichkeiten, eventuell um Wahrhaftigkeit.

    Friedmar Apel (FAZ) sei an dieser Stelle nahegelegt einmal von seinen althergebrachten abgehalfterten Denkgerüsten loszulassen!
  2. #61

    Zitat von kado1 Beitrag anzeigen
    Aber das machte auch Der Spiegel schon, zwar wesentlich weniger, alle, deren Kommentare entfernt werden, sollte sich beschweren bei den Vorständen,... und ankündigen künftig nichts mehr von ihnen zu kaufen.
    Deshalb muss auch die geringste Zensur gleich im Keim erstickt werden.
    Da kann man nur zustimmen
    leider
    Es hat Dimensionen angenommen die sind schon bedenklich
  3. #62

    Zitat von WernerT Beitrag anzeigen
    Niemand hat die Ressourcen ein paar tausend Personalakten durchzusehen, nur weil ein Journalist eine Zahl haben will. Auch dieser Journalist kann keine 4 Wochen damit verbringen im Archiv rumzukriechen. Daher der Vorschlag, er solle es selber machen, denn dann würde er sofort davon Abstand nehmen, da er es nie bezahlt bekommt.
    Tja, da würde man aber mal rausbekommen wieviele Steuergelder in die Taschen der Nazis geschoben wurden nach 49 - und wie die ihre Machtpositionen benutzt haben um weiter die Bürger auszubeuten!
    Und die nächste Frage ist dann doch - wieviele Stasi Mitarbeiter beschäftigt der BND , das BKA, die Nachrichtendienste, und die Polizei inzwischen wieder - den auch da wurde geschoben und gemauschelt um die "kollegen" wieder in Lohn Brot und Rente zu bekommen!

    Das die Nachrichtendienste auf dem rechten Auge blind sind hat Ursachen - und die fangen genau da an wo diese Geheimniskrämerei begonnen hat!
  4. #63

    Ich hoffe mal,

    Zitat von fred_w Beitrag anzeigen
    Ich bin zwar keine Verdi fan aber wo der Verdi Chef Recht hat er eben Recht. Seien Sie froh dass er sich darum kümmert, Transparenz ist wichtig, denn sonst können Beamte nach dem Motto Legal, Illegal Sch.... Egal machen was sie wollen!
    daß Herr Bsirske seine Transparenzforderung auch lebt, wenn die Journalisten nach der exakten Höhe der Verdi-Vergütungen, Nebenleistungen usw. fragen ...
  5. #64

    Zitat von pantapan Beitrag anzeigen
    Meine Antwort bezog sich auf den Beitrag: "Warum sich der BND weigert ist doch nachvollziehbar. Er war und IST eine Ansammlung von Rechtsradikalen und Nationalsozialisten".
    Die Geschichte der Organisation Gehlen / des BND ist bekannt. Mich stört das Wörtchen "IST". Genausogut könnte man argumentieren, die deutsche Bahn sei eine Ansammlung von Rechtsradikalen und Nazis, denn auch hier waren nach dem Kriege einige "Altgediente" in Führungspositionen tätig.
    Generalisierungen sind, meiner Meinung nach, meistens ein Zeichen für (plumpe) Propaganda oder eine geistige Eingeschränktheit.
    Leider hat sich aber mit dem Ignorieren dieser "Rechten Gesinnung" in Deutschland auch wieder das "rechte Denken" breit gemacht - und das eben bis in die höchsten Spitzen!
    Wenn die Nachrichtendienste heute auf dem Rechten Auge blind ist , dann hat man das dieser "rechten" Einstellung zu verdanken - und die fängt wieder an "salonfähig" zu werden, mit dem "Wir sind die Herren - wir bestimmen in Europa" sogar in gewaltigem Maße!

    Es sind immer noch die gleichen Seilschaften am Gange, aktiv und leider mit solch einer Einstellung wie ihrer wird das noch gefestigt werden!
  6. #65

    die Journalisten sind doch nur

    ARbeitnehmer, die schreiben, was sie müssen, was Auflagen bringt und ob alles stimmt, ist eine andere Frage.
    Freiheit??? Schon lange, wird nur das geschrieben, was wir lesen und glauben sollen.
    Wer was anderes glaubt, glaubt auch an Weihnachten im Sommer
  7. #66

    Andere Sichtweise

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Leider hat sich aber mit dem Ignorieren dieser "Rechten Gesinnung" in Deutschland auch wieder das "rechte Denken" breit gemacht - und das eben bis in die höchsten Spitzen!
    Wenn die Nachrichtendienste heute auf dem Rechten Auge blind ist , dann hat man das dieser "rechten" Einstellung zu verdanken - und die fängt wieder an "salonfähig" zu werden, mit dem "Wir sind die Herren - wir bestimmen in Europa" sogar in gewaltigem Maße!

    Es sind immer noch die gleichen Seilschaften am Gange, aktiv und leider mit solch einer Einstellung wie ihrer wird das noch gefestigt werden!
    Nun, ihre Wahrnehmung ist, wie könnte es anders sein, sehr subjektiv. Mir ist das"linke Denken" hier in Deutschland viel zu sehr ausgeprägt. Längst ist die Mitte irgendwo am linken Bildrand verschwunden. Ich bin christlich-demokratisch eingestellt und freue mich über jede Institution, welche dieses Weltbild vertritt und verteidigt. So einfach ist das.
  8. #67

    Pressefreiheit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er sei in Sorge um die Freiheit der Presse: Laut Verdi-Chef Frank Bsirske gefährdet ein Vorstoß des Innenministeriums das Auskunftsrecht von Journalisten. Am Mittwoch beschäftigt sich das Bundesverwaltungsgericht mit dem Thema - womöglich mit weitreichenden Folgen.

    Verdi-Chef Bsirske sieht Auskunftsrechte von Journalisten in Gefahr - SPIEGEL ONLINE
    Pressefreiheit? Welche Pressefreiheit?
    Journalismusforschung:"Ganz auf Linie mit den Eliten" | Telepolis
  9. #68

    Erklärungsbedarf

    Zitat von pantapan Beitrag anzeigen
    Nun, ihre Wahrnehmung ist, wie könnte es anders sein, sehr subjektiv. Mir ist das"linke Denken" hier in Deutschland viel zu sehr ausgeprägt. Längst ist die Mitte irgendwo am linken Bildrand verschwunden. Ich bin christlich-demokratisch eingestellt und freue mich über jede Institution, welche dieses Weltbild vertritt und verteidigt. So einfach ist das.
    Inwieweit ist in einer Gesellschaft, in der
    in den letzten 30 Jahren 23 Jahre lang die CDU, 20 Jahre zusammen mit der FDP, regiert hat,
    etwa 80 % der Mitbürger den Thesen eines Hern Sarrazin zustimmen,
    in der die meisten Mitbürger einen Herrn zu Guttenberg als wichtigen Politiker bevorzugen

    das gesamtgesellschaftliche Gleichgewicht immer mehr in Richtung Vermögende verschoben wurde,
    Banken aus der von ihnen selbst geschaffenen Lage gerettet werden und man dafür lieber die Infrastruktur verrotten läßt
    eine Kanzlerin Merkel von 70% der Bundesbürger positiv gesehen wird,
    sich 60 % des Zeitschriftenmarktes in den Händen von vier konservatien Verlagen befinden
    eine rechte Mördernbande unbehelligt durch die Staatsorgane durch die Lande ziehen darf,
    in der es immer mehr Alters- und Kinderarmut, Leiharbeit und geringverdienere gibt,
    usw., etc.
    ein angebliches linkes Denken zu sehr verbreitet?
    Es kommt auch immer darauf an, wo man selbst steht, wenn man das Ganze betrachtet.
  10. #69

    Für die Pressefreiheit muss man was zu sagen haben

    Zitat von Niamey Beitrag anzeigen
    Verdi Chef? Was hat der Verdi Chef mit Presserecht und grundgesetzlich verankerten Freiheiten zu schaffen. Wenn der sich mal um seinen eigenen Misthaufen vor der Haustür kümmern würde, gingen in vielen Bereichen die Uhren anders in Deutschland!
    Der Kollege Bsirske ist Vorsitzender von Verdi. Die VERereinigten DIenstleistungsgewerkschaften sind eine Verbund vieler Einzelgewerkschaften. So wie Politiker nicht gleich Nazi oder Kommunist ist, ist verdi eben nicht nur Müllmann oder Straßenbahnfahrer. Auch die Deutsche Journalisten Union (dju) ist in Verdi, und deshalb ist Frank Bsirske sehr wohl befugt, Fundiertes zum Thema Pressefreiheit zu sagen. Und lieber Niamey: Um die Pressefreiheit zu nutzen (oder gegebenenfalls zu vermissen) muss man mehr zu sagen haben, als nur im Internet-Blog was zu raus zu blubbern.