Tscheljabinsk nach Meteoritenhagel: Aufräumen in der Stadt der tausend Scherben

AFP/ 74.RUTag eins nach dem Meteoritenhagel im Ural: Die Bewohner von Tscheljabinsk räumen die Trümmer weg und sind heilfroh, dass die kosmische Attacke keine noch schlimmere Katastrophe verursacht hat. Nur vor einer möglichen Strahlenbelastung haben viele Angst.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-883832.html
  1. #1

    Böse Atome

    "Nur vor einer möglichen Strahlenbelastung haben viele Angst"

    Ja, und zwar deutsche Medien und Grüne.
  2. #2

    Großes Glück

    Mit einer Detonationsstärke von mehreren hundert Kilotonnen war es ein großes Glück das der Meteorit schon früh in so großer Höhe explodiert ist.

    Hätte er bis auf wenige hundert Meter über Tscheljabinsk durchgehalten bevor es ihn zerriß, dann hätte die Druckwelle jedes Gebäude mit mehr als zwei Stockwerken wegefegt und die komplette Stadt dem Erboden gleichgemacht.

    Die Verletzten sollten sich mit dieser Gewissheit trösten. Tatsächlich sind die Bewohner der Stadt alle große Glückspilze.
  3. #3

    25 millionen euro schaden nur?
    in meiner heimatstadt hat das austauschen der glasscheiben der örtlichen schule gegen energiesparende glasscheiben 29 millionen euro gekostet...
  4. #4

    Nur vor einer möglichen Strahlenbelastung haben viele Angst.

    Natürlich! Strahlenbelastung! Ich habe Angst! Hilfe! Kommen die bösen Strahlen auch zu uns ins 4te Reich? Kann die ökologisch bewußt (und besorgt) lebende Hausfrau die Kinder jetzt noch nach draußen lassen?
    Was ist mit Freilandsalat? Warum sind Meteoriten noch nicht verboten?
    Warum tut keiner was? Was macht die EU dagegen? Wie wäre es mit einer Lichterketten-Mahnwache vor dem astronomischen Institut? Dürfen Flugzeuge aus dem verstrahlten Gebiet im teutschen Ökoreich noch landen? Wer betreut die verängstigten Kinder psychologisch (und kostenlos)?
    Müssen Meteoriten nicht in Gorleben zwischengelagert werden?

    Was ist eigentlich aus der natürlichen Strahlung geworden?
    Gibt es die noch oder wurde sie von den Öko-Intelligenzbestien abgeschafft? Oder weggelabert?
    Und wer verhindert, daß die Bevölkerung mal aufgeklärt wird?

    Fragen über Fragen!
    Wer kennt die Antwort?
  5. #5

    Bitte nur Sonnenstrahlen in Ihr Gemüt!

    Nicht weit von Tscheljabinsk entfernt gibt es eine sogenannte "geheime Stadt", wo Nuklear-Anlagen betrieben wurden/werden und wo es einmal einen nie aufgeklärten Vorfall gab, der offenbar zu enormer Belastung durch strahlendes Material geführt hat. http://de.wikipedia.org/wiki/Osjorsk_(Tscheljabinsk) Das muss zwar nicht in einem Zusammenhang stehen mit dem, was jetzt passiert ist, aber es ist doch interessant, davon Kenntnis zu nehmen - unabhängig von Parteimeinungen und Pauschalierungen...
  6. #6

    Zitat von matthias_b. Beitrag anzeigen
    "Nur vor einer möglichen Strahlenbelastung haben viele Angst"

    Ja, und zwar deutsche Medien und Grüne.
    Ist das nicht gleichzusetzen? ;-)
  7. #7

    The most polluted spot on the planet..

    .. wird die Gegend nördlich von Tscheljabinsk genannt. Grund dafür ist die Atomanlage Majak von Osjorsk. Es gab dort verschiedene Unfälle: verstrahltes Abwasser wurde früher in den Fluss Techa geleitet, der in den See Karatschai mündet. In einem Sommer trocknete der See aus und die verstrahlten Sedimente wurden vom Wind verteilt. 1957 explodierte wohl ein Fass mit hochradioaktivem Abfall. Noch heute ist die Techa und der See extrem verstrahlt. Ich will gar nicht so genau wissen, wie viel Tonnen Plutonium dort heute lagern. Die Angst dort vor Strahlung ist jedenfalls SEHR real.
  8. #8

    bravo...

    ... "besso" - genau so läuft und denkt das leider heute bei uns
  9. #9

    Kyschtym-Unfall

    Zitat von matthias_b. Beitrag anzeigen
    "Nur vor einer möglichen Strahlenbelastung haben viele Angst"

    Ja, und zwar deutsche Medien und Grüne.
    1957 ereignete sich in der Kerntechnischen Anlage Majak in der Nähe von Tscheljabinsk eine Katastrophe, die mit der Einstufung INES 6 auf der internationalen Skala für nukleare Ereignisse als drittgrößter Atomunfall der Geschichte nach Tschernobyl und Fukushima (beide INES 7) gilt. Danach wurden 10.700 Menschen umgesiedelt. Schuld daran sind nicht deutsche Medien. Die Behörden in der Sowjetunion haben sich nicht darum geschert, was beim Klassenfeind in der Zeitung stand. Und die Grünen trifft auch keine Schuld. Die gab es damals noch gar nicht.
    Kyschtym-Unfall